Wolf Erlbruch

© Peter Hammer Verlag

© Peter Hammer VerlagWolf Erlbruch wurde 1948 in Wuppertal geboren.

Nachdem er 1974 sein Studium beendete, arbeitete er bis etwa 1990 als freischaffender Illustrator in der Werbebranche.

In den 80er Jahren begann er Kinderbücher zu illustrieren (Der Adler der nicht fliegen wollte, 1985).

Von 1990 bis 1997 war er Professor für Graphisches Zeichnen und Illustration an der Fachhochschule für schöne Künste in Düsseldorf. Heute unterrichtet er als Kunstprofessor an der Bergischen Gesamthochschule Wuppertal.

Als Illustrator für Kinderbücher wurde er 1989 durch das Buch Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat (mit einem Text von Werner Holzwarth) bekannt. Heute gehört es zu den Klassikern des Bilderbuches. Es wurde inzwischen in 21 Sprachen übersetzt und ist in 25 Ländern der Welt erschienen. Er erhielt eine Vielzahl von Preisen, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis.

1990 begann Wolf Erlbruch mit dem Buch Die fürchterlichen Fünf selbst Texte zu verfassen, wobei seine Illustrationen und Texte immer auch etwas mit ihm selbst zu tun, mit seiner Familie, seinen Angehörigen oder seiner Umwelt. 1991 stellt uns Erlbruch mit Leonard seine kleine Familie vor.

1996 erschien das Album Die Menschenfresserin (Text von Valérie Dayre), welches jede Menge Diskussionen nach sich zog.

Wolf Erlbruchs gewagte und geniale Interpretation einer Szene aus Goethes Faust in Das Hexen-einmal-eins erschien 1998, gerade rechtzeitig, um den 250. Geburtstag des berühmten Dichters zu feiern. Das Buch wurde 1999 mit dem Bologna Ragazzi Award ausgezeichnet.

Im selben Jahr veröffentlichte Erlbruch das Buch Nachts, welches zeigt, dass die Nacht von fantastischen Abenteuern wimmelt und die Phantasien der Kinder anregt.

2000 erschienen Das Neue ABC-Buch im Kunstmann Verlag, für das Erlbruch im gleichen Jahr den Troisdorfer Bilderbuchpreis und 2001 den Bolongna Ragazzi Award in der Kategorie Kinderbücher (6-9 Jahre) erhalten hat. Karl Philipp Moritz verfasste den Text 1790 und Wolf Erlbruch illustrierte und interpretierte es neu.

In Die große Frage, 2003 zunächst in Frankreich erschienen, ein Jahr später in Deutschland, bietet Erlbruch verblüffende, amüsante und teilweise auch verstörende Antworten auf die einfache und doch etwas philosophische Frage „Warum bin ich auf der Welt?“.

Wolf Erlbruch erhielt für sein Lebenswerk die besondere Auszeichnung, den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises 2003.

Er wurde zudem mit dem Hans Christian Andersen-Preis 2006 ausgezeichnet.

Sein Buch Ente, Tod und Tulpe, 2007 bei Kunstmann erschienen, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 in der Kategorie Bilderbuch nominiert.

2008 ist das neueste Werk von Wolf Erlbruch beim Verlag Sanssouci erschienen: Es sind die Illustrationen zu Heinz Janischs Buch Der König und das Meer. In diesen 21 Kurzgeschichten, die tiefgründige, philosophische Fragen über das Leben enthalten, muss ein kleiner König lernen, dass nicht immer alles nach seinem Willen läuft.

Auch in Frankreich ist der Autor und Illustrator Wolf Erlbruch sehr beliebt, viele seiner Bücher sind ins Französische übersetzt worden.

Ausleihbare Ausstellung: Stimmungen à la Wolf Erlbruch

Ausleihbare Ausstellung: Neues von Wolf Erlbruch

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