2008

Queer Families: Verwandtschaftsportraits

Ausstellung
Eröffnung: Fr., 08.08.08, 19.30 Uhr, Laufzeit: 09.-17.08.08, 10.00 - 18.00 Uhr
Siddhartha Hall, Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan

 

Hauptkurator: Sunil Gupta

Team: Gautam Bahn und Pavitr Rastogi

Seit Jahrhunderten wird die Familie als Geflecht von Beziehungen definiert, das Menschen zusammen hält. Seit ebenso langer Zeit ist sie eine Instanz, die Menschen auseinander gerissen hat. Die Bilder in der Ausstellung zeigen eine andere Art von Familie: Eine, die oft biologische Verwandtschaft einschließt, aber meistens noch weit darüber hinaus geht. Eine, die Konventionen und Regeln angreift: auf juristischer, kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Ebene. Eine, die eine neue Form von Beziehungen und neue Lebensmodelle geschaffen hat.

 Diese Ausstellung besteht unter anderem aus Beiträgen, die in einer offenen Ausschreibung unter dem Titel: QUEER FAMILIES: PORTRAITS OF KINSHIP eingereicht worden sind. Darüber hinaus ist die Berliner Fotografin Verena Jaekel mit ihrer Arbeit Neue Familienportraits, für die sie 2006 den Förderpreis für Dokumentarfotografie der Wüstenrot Stiftung erhielt, vertreten. Jaekels Werk umfasst hauptsächlich Portraits – sie hat auch mit muslimischen Frauen in Berlin und jungen Flüchtlingen gearbeitet.

NIGAH – QUEERING PERSPECTIVES

Dienstag, 12.-14.08.08

 Die Uhrzeit wird später bekannt gegeben

Siddharta Hall, Goethe-Institut / Max Müller Bhavan

 Im Rahmen des nigah - Festivals finden eine Reihe von Gesprächsrunden, Filmvorführungen und Diskussionen statt, in denen die teilnehmenden Künstler, Fotografen und Kuratoren die versteckte homosexuelle Präsenz in der Fotografie beleuchten werden. Die Besucher sind herzlich eingeladen sich mit eigenen Fotografien in digitalem Format aktiv in den Diskussionsprozess einzubringen. Teilnehmer der geplanten Podiumsdiskussion sind: Sunil Gupta, Anita Dube, Sheba Chhachhi (Delhi) und Verena Jaekel (Berlin). (Weitere Teilnehmer werden noch bekannt gegeben)

 Wir möchten speziell auf den Film „Black White & Gay“ hinweisen, der beispielhaft anhand der Lebenssituation von Robert Mapplethorpe und Sam Wagstaff in New York die Wechselbeziehungen zwischen Kunst, Fotografie und homosexuellen Beziehungen herausarbeitet. Am letzten Abend haben Gäste im Rahmen des Nigah Queer Cafe Gelegenheit, eigene Arbeiten vorzustellen. (Weitere Details werden noch bekannt gegeben)

 Hintergründe zu Nigah Nigah ist ein Zusammenschluss homosexueller Aktivisten in Delhi, deren Anliegen es ist, Inhalte zu Geschlechterrollen und Sexualität herauszuarbeiten. Die Gruppe setzt sich stark dafür ein, durch Seminare, Gesprächsrunden und Medien einen geschützten Raum für Homosexuelle zu schaffen.

Weitere Details zu den Veranstaltungen erhalten Sie vor Ort oder unter +91-11-23329506-292