Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

Sowohl in Deutschland als auch in Italien ist ein großes Interesse am literarischen Schaffen des Nachbarn zu beobachten. Dies wird auch durch die Tatsache belegt, dass das Italienische unter den ins Deutsche übersetzten Sprachen den dritten Platz einnimmt und umgekehrt. Angesichts der überaus knappen Vergütung ist außergewöhnlicher Idealismus Voraussetzung für die Arbeit literarischer Übersetzer. Auch darauf möchte der Preis aufmerksam machen.
Für Susanne Höhn, Leiterin des Goethe-Instituts Italien, ist der Preis „die Krönung für die jahrelangen Bemühungen des Goethe-Instituts zur Förderung der zeitgenössischen deutschen Literatur in Italien, denn mit Hilfe der Literatur können auch wichtige kulturelle und gesellschaftliche Wandlungsprozesse verfolgt werden.“
Am 2. März 2011 wurden in dem Bode-Museum Berlin Barbara Kleiner für ihre Übersetzung von Ippolito Nievos Roman Ein Engel an Güte (Manesse 2010), Maja Pflug für ihr Gesamtwerk und Julika Brandestini als Nachwuchsübersetzerin für Accabadora von Michela Murgia ausgezeichnet.
Am 17. März 2010 wurden die Preise in der Villa Farnesina Rom verliehen: Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für die beste literarische Übersetzung ging an Bice Rinaldi für Zündels Abgang von Markus Werner; Stefano Zangrando wurde mit dem Nachwuchspreis für Adam und Evelyn von Ingo Schulze ausgezeichnet.
2009 wurden in Berlin Sigrid Vagt als beste Übersetzerin für den Roman Die Legende von Redenta Tiria von Salvatore Niffoi, Esther Hansen als Nachwuchsübersetzerin für Sardische Vendetta von Marcello Fois und Marianne Schneider für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.
Die Gewinner der 1. Vergabe im Jahre 2008 in Rom waren Domenico Pinto für die Übersetzung des Werkes Aus dem Leben eines Fauns von Arno Schmidt, Anita Raja für ihr Gesamtwerk und Monica Pesetti für das beste Erstlingswerk Ich und Kaminski von Daniel Kehlmann.









