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Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen:
Lernen, lehren, beurteilen
Kapitel 4   Sprachverwendung, Sprachverwender und Sprachenlernende

4.5.3 Kontrolle (monitoring)

Die strategische Komponente ist dafür zuständig, die mentalen Aktivitäten und Kompetenzen im Lauf der Kommunikation fortlaufend zu aktualisieren. Dies gilt gleichermaßen für produktive wie für rezeptive Prozesse. Man beachte, dass ein wichtiger Faktor bei der Kontrolle des produktiven Prozesses die Rückmeldungen (feedback) sind, die der Sprecher oder Schreiber auf jeder Verarbeitungsebene erhält: bei der Formulierung, der Artikulation und der akustischen Wahrnehmung.

In einem erweiterten Sinn ist die strategische Komponente auch für die Kontrolle des sich entwickelnden Kommunikationsprozesses zuständig sowie für verschiedene Arten der jeweiligen Bewältigung dieses Prozesses, z. B.:

  • mit Unerwartetem umgehen (wie Wechsel des Lebensbereichs, des Themas, des Schemas usw.);
  • mit Zusammenbrüchen der Kommunikation in der Interaktion oder Produktion aufgrund von Faktoren wie Gedächtnisausfall umgehen;
  • eine für die zu bewältigende Aufgabe nicht ausreichende kommunikative Kompetenz durch Strategien wie Umstrukturieren, Umschreiben, Ersetzen, Bitten um Hilfe kompensieren;
  • Missverständnisse und Fehlinterpretationen (durch Rückfragen) klären;
  • mit Versprechern, falsch Gehörtem durch Einsatz von Reparaturstrategien fertig werden.

Die Benutzer des Referenzrahmens sollten bedenken und, soweit sinnvoll, angeben,
  • in welchem Maß welche Fertigkeiten erforderlich sind, um die kommunikative Aufgaben, welche die Lernenden zu bewältigen haben, befriedigend zu erfüllen
  • welche Fertigkeiten vorausgesetzt werden können und welche entwickelt werden müssen
  • welche Nachschlagewerke die Lernenden effektiv einsetzen können; auf den Einsatz welcher Nachschlagewerke sie vorbereitet werden sollen und was von ihnen erwartet wird.

 
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