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Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen:
Lernen, lehren, beurteilen
Kapitel 8   Sprachenvielfalt und das Curriculum

8.4 Beurteilung und Schule, ausserschulisches Lernen und Weiterbildung

Wenn das Curriculum als Beschreibung des Weges definiert ist, den Lernende in einer Abfolge von Lernerfahrungen in oder außerhalb einer Institution zurücklegen müssen, dann endet das Curriculum nicht mit dem Verlassen der Schule, sondern setzt sich danach in dieser oder jener Weise in einem Prozess des lebenslangen Lernens fort.

So gesehen hat das Curriculum der Schule als Institution die Aufgabe, im Lernenden eine mehrsprachige und plurikulturelle Kompetenz zu entwickeln, wobei am Ende des schulischen Bildungsgangs unterschiedliche Lernerprofile stehen können, die von den einzelnen Personen abhängen und von den Wegen, die diese zurückgelegt haben. Es ist klar, dass diese Kompetenz nicht unveränderbar ist: Die späteren persönlichen und beruflichen Erfahrungen eines jeden gesellschaftlich handelnden Menschen und die Richtung, die sein oder ihr Leben nimmt, tragen zur Entfaltung dieser Kompetenz bei und verändern ihre Zusammensetzung durch weitere Entwicklungen, Reduktionen und Neuakzentuierungen. Hier spielen die Erwachsenenbildung und die Weiterbildung - neben anderen Faktoren - eine Rolle. Drei ergänzende Gesichtspunkte sollten in diesem Zusammenhang bedacht werden.

 
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