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Charlies
Geschichte

Ihr
müsst es wissen. Charlie war eine sehr hübsche,
junge Frau. Ihre deutsche Freundin hatte sie schon seit
vielen Tagen nicht mehr gesehen.
In der Tat war Charlie am Münchner
Flughafen vor ungefähr zwei Wochen angekommen.
Aber am vierten Tag kam sie am Abend nicht mehr nach Hause.
Von einem angeblichen "neuen", deutschen Freund
hatte sie gesprochen, deshalb war sie dort. Mehr wusste
ihre Freundin aber nicht über "ihn". Rita,
so der Name der Freundin, sorgte sich aber nicht. Sie kannte
ihre Freundin Charlie, sie war selbständig und selbstbewusst.
Vor nichts schien sie Angst zu haben. Manchmal war Rita
davon beeindruckt. Rita hatte sich immer als ein viel weiblicheres
Wesen angesehen als ihre Freundin Charlie.
Ihre Freundschaft hatte sich schon von Anfang an als toll
und lustig herausgestellt. Rita liebte ihre neue, exotische,
harte Freundin. Charlie hatte eine Lücke in ihrem aktuellen
Leben gefüllt. Jedes Mal, wenn sie anrief und ankündigte:
„Morgen komm’ ich an“, fühlte sich
Rita schon ein bisserl
besser als sonst. Und so, von
heut’ auf morgen, war sie schon da. Und dann machten
sie kurze Reisen durch ganz Deutschland, um Freunde zu besuchen;
es vergingen ganze Nächte, sich alles zu erzählen
- Liebesgeschichten, Erlebnisse, Träume über Zukunft
und Gegenwart ihrer Leben...
Der Polizeibeamte sagte ihr, eine sehr scharf geschliffene
Messerklinge habe Charlies Kehle tief geschnitten, mehr
wisse man aber nicht, ob sie mehr über ihre Gewohnheiten
wisse? Rita rannte aus dem Gebäude der Polizeibehörde
so schnell wie verrückt, ja, verrückt, verrückt,
verrückt, das Wort rannte ihr durchs Gehirn ebenso
schnell...
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