Foto: Kai Wiedenhöfer

    Über Literatur

    Über Fikrun

    Fikrun wa Fann war eine von 1963 bis 2016 vom Goethe-Institut herausgegebene Kulturzeitschrift, die den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den islamisch geprägten Ländern gefördert und mitgestaltet hat. Mit dem Erscheinen der letzten Ausgabe „Flucht und Vertreibung“ (Heft 105) im Herbst 2016 wurde auch die Pflege und Aktualisierung dieses Online-Portals eingestellt.

    Schreiben und Publizieren heute
    In Afrika und anderswo

    Von Doris Lessing stammt die Aussage, ohne die Literaturen Afrikas fehle dem Orchester der Weltliteratur eine wichtige Klangfarbe. Das Gleiche ließe sich natürlich auch mit Blick auf die Literaturen Asiens, der arabischen Welt, Ozeaniens, Osteuropas oder Lateinamerikas sagen. Denn auch im 21. Jahrhundert gilt, dass das, was außerhalb Westeuropas und Nordamerikas geschrieben und verlegt wird, nur selten den Weg zu weltweiter Beachtung findet. Im Folgenden schauen wir uns ein wenig um in der bunten Bücherwelt und fragen, was da eigentlich los ist und was man tun kann.

    Im Paralleluniversum der weltweiten Buchmärkte gab es in den vergangenen Jahren eigentlich nur eine Frage, die alle bewegte: Wie lange wird es dauern, bis die digitale Revolution das gute alte Buch aus den Regalen fegt? Als die Frankfurter Buchmesse 1994 die ,Neuen Medien‘ mit einem eigenen Ausstellungsbereich bedachte, als das Internet zarte Knospen zeigte und die ersten Verlage mit Materialien auf Disketten und CD-ROMs experimentierten, schien diese Vision der Zukunft vorgezeichnet. Ab 1998 kamen die ersten Lesegeräte wie der Rocket eBook- und der SoftBook Reader auf den Markt – und scheiterten kläglich, vor allem, weil sie zu teuer und unhandlich waren und die Verlage schlichtweg keine interessanten Inhalte bereitstellten (obwohl mit Bertelsmann, Simon & Schuster und Random House gleich drei Riesen investiert hatten).

    Das Ende der digitalen Revolution?

    Erst mit dem Start der ersten Kindle-Generation im Jahr 2008 gelang der Durchbruch der elektronischen Bücher. Die großen englischsprachigen Buchmärkte wie die USA und Großbritannien verzeichneten exponentielle Steigerungsraten, und es galt als ausgemacht, dass die anderen großen Buchmärkte der Welt, vor allem China, Deutschland, Japan und Frankreich, rasch nachziehen würden. Spekulationen über das Ende des gedruckten Buchs schossen (wieder einmal) ins Kraut, und so mancher Mahner, der vorschlug, gewisse Kirchen doch in gewissen Dörfern zu lassen, wurde als fossiles Überbleibsel längst vergangener Zeiten verspottet.

    Heute wissen wir: Die digitale Revolution ist ausgefallen. Daran ändern auch die optimistischsten Prognosen nichts: Die Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) hat in dieser Beziehung die Rolle des jährlich grüßenden Murmeltiers übernommen – seit einigen Jahren veröffentlicht PwC Studien, in denen verheißen wird, dass in fünf Jahren die Hälfte aller Bücher elektronisch sein werden. Spätestens bei der dritten Verschiebung dieses Zeitraums war das nicht mehr allzu überzeugend. Tatsächlich werden in den USA und Großbritannien heute rund ein Drittel aller Bücher, die für den Publikumsmarkt produziert werden, in elektronischer Form gekauft; vor allem bei Krimis und Fantasy, Liebesromanen, Erotik oder Science Fiction haben die Erfolge von E-Books den Absatz von preisgünstigen Taschenbüchern in den Keller befördert. Die Genre-Fiction, jene Gattung also, die vornehmlich der leichten Unterhaltung dient, leidet unter Kannibalisierungstendenzen. Das hat für die Verlage unschöne Auswirkungen: Vor allem in den Buchmärkten ohne Buchpreisbindung, wie in den USA oder Großbritannien, sind E-Books in der Regel wesentlich billiger zu haben als ihre gedruckten Verwandten. Wenn dort ein Drittel der Bücher in elektronischer Form verkauft wird, der Umsatzanteil aber nicht einmal 15 Prozent beträgt, ist das für die Jahresbilanzen der Verlage nicht unbedingt förderlich.

    Seit 2013 ist das unaufhaltsam scheinende Wachstum der E-Books in den USA und Großbritannien zudem ins Stocken geraten. Von monatlichen Zuwächsen im zwei- oder dreistelligen Bereich ist das Segment zurückgefallen auf Werte um den Nullpunkt; in manchen Monaten wurden gar schon Umsatzrückgänge gemeldet. Ist der Markt für E-Books also gesättigt, ist die Marke von 30 Prozent Marktanteil das Ende der Entwicklung? Derzeit spricht einiges für diese Annahme. Dabei dürfen wir aber auch nicht außer Acht lassen, dass die elektronischen Bücher in keinem der anderen großen Sprachräume der Welt bisher die Schwelle von 5 Prozent Marktanteil signifikant überschritten haben, selbst in extrem technikaffinen Ländern wie Südkorea oder Japan ist dies nicht gelungen. Dort ist also noch Raum für weiteres Wachstum – wobei der Riese Amazon, der es aus Nordamerika und Westeuropa gewohnt ist, mindestens zwei Drittel aller E-Book-Verkäufe (und zuweilen auch mehr) abzuwickeln, bislang in keinem der potentiellen Wachstumsmärkte wie Russland, China und Indien einen Fuß auf den Boden bekommen hat.

    E-Books in der arabischen Welt

    Auch in der arabischen Welt sind die US-Giganten wie Amazon, Apple oder Google kaum spürbar im Markt aktiv. Bis heute sind die Anbieter in keinem der größeren arabischen Märkte wie Ägypten oder Saudi-Arabien mit lokalisierten Shop-Angeboten unterwegs. Dabei wäre dieser 22 Länder umfassende Sprachraum mit seinen mehr als 300 Millionen Menschen, der notorisch schwierigen Transport-Infrastruktur und den boomenden Staaten am Golf doch sicherlich attraktiv für Anbieter von E-Books.

    Tatsächlich startete schon vor gut einem Jahrzehnt mit dem Anbieter kotobarabia.com in Kairo ein ehrgeiziges Projekt, das sich anheischig machte, die aktuelle Verlagsproduktion ebenso wie die Backlists der führenden Verlage der Region in elektronische Formate zu konvertieren und Interessenten in aller Welt verfügbar zu machen. Nach Anfangserfolgen wurde es um die Sache bald ruhig: Mangels brauchbarer Versorgung der Leserschaft mit Lesegeräten blieb die Nachfrage im mikroskopischen Bereich stecken; für die Verlage rechnete sich die Investition schlichtweg nicht. Negativ bemerkbar machte sich auch die Tatsache, dass EPUB, das weltweite Standardformat für E-Books, erst vor kurzer Zeit mit der Einführung der Version 3.0 in die Lage kam, Texte in nicht-lateinischer Schrift verlässlich anzeigen zu können. Das sehr beschränkte Angebot arabischsprachiger Texte in elektronischen Formaten vermochte natürlich auch nicht, Leser in größerer Zahl anzulocken. Zwar haben in den vielen Ländern lesehungrige Kunden keine besonderen Probleme mit Texten in englischer Sprache, allerdings ist ein Massenmarkt, ohne den ein wirtschaftliches Agieren für Verlage kaum möglich ist, nur dann herzustellen, wenn ein starkes Angebot in der jeweiligen Muttersprache der potentiellen Kunden vorhanden ist. Immerhin: Anfang 2014 stieg der Telekommunikationsriese Vodafone mit dem Dienst kotobi.com in den arabischen E-Book-Markt ein. Das ist Anlass zur Hoffnung, dass hier etwas in Bewegung kommt. Von einer ,Explosion‘ des E-Book-Markts in der Arabischen Welt zu sprechen, wie das einige Beobachter tun, halte ich allerdings für verfrüht.

    Überhaupt sollten wir an dieser Stelle konstatieren, dass es an naiver Begeisterung für das Potential elektronischer Bücher in den vergangenen 20 Jahren nicht eben gemangelt hat. Allerdings hilft naive Begeisterung nicht viel weiter, wenn es darum geht, dieses Potential so zu entwickeln, dass daraus ein echter Nutzen auch in denjenigen Regionen der Welt entstehen kann, in denen Bücher und Lesen mehr sind als Dinge zur preiswerten Unterhaltung. Ob wir von Afrika oder Asien reden, über die arabische Welt oder Lateinamerika: Bücher sind, jedenfalls für den größten Teil der Menschen die dort leben, Luxusgegenstände – egal, ob diese nun gedruckt oder elektronisch angeliefert werden. Und: Bücher sind dort gleichzeitig, wenn wir auf ihre Bedeutung für die persönliche Bildung und für die Entwicklung von Zivilgesellschaften schauen, eigentlich ein Überlebens-Mittel.

    Luxusgegenstand und Überlebens-Mittel

    Luxusgegenstand und Überlebens-Mittel – das ist eine Kombination, die schwer zusammenpasst. Tatsächlich funktioniert sie auch in den meisten Ländern nicht, weil die Gesetze des Markts das verhindern. Das größte Problem dabei sind die Kosten für die Buchherstellung: Wenn eine größere Auflage gedruckt werden soll, ist dies in der Regel am preisgünstigsten in Süd- oder Ostasien zu erledigen. Dabei macht allerdings eine Druckerei in China oder Indien bei der Preisgestaltung keinen Unterschied zwischen einem Kunden aus Westeuropa oder einem solchen aus Afrika, Asien, der arabischen Welt oder Lateinamerika. Es gilt das einfache Prinzip: Je höher die Auflage, desto niedriger die Stückkosten. Den Verlagen und Bücherkäufern in Europa oder Nordamerika beschert das verhältnismäßig niedrige Preise; für Verlage und Bücherkäufer in den anderen Regionen der Erde bedeutet es, dass die Bücher etwa zum gleichen Preis wie in Europa oder Nordamerika auf den Markt kommen. Aber: Legt man beim Preisvergleich nicht den Wechselkurs als Vergleichsmaßstab zugrunde, sondern die persönliche Kaufkraft der Menschen, dann sehen wir, dass in vielen Ländern ein schnödes Taschenbuch zu einem Preis angeboten wird, der bei uns 60 bis 80 Euro entsprechen würde.

    Bücher sind in vielen Gegenden der Welt also extrem teuer. Das hat Folgen: Selbst in Ländern, in denen durch die Schule für eine Basis-Lesefähigkeit gesorgt wird, ist bei vielen Menschen der zumindest teilweise Verlust dieser Lesefähigkeit zu beobachten, weil ihnen das Geld fehlt, um Bücher zu kaufen. Besonders in Lateinamerika fühlen sich viele Staaten deshalb dazu aufgerufen, tätig zu werden. Das mexikanische Bildungsministerium betreibt seit mehr als einem Jahrzehnt ein groß angelegtes Programm, mit dem jedes Jahr rund 600 Titel – vor allem der Kinder- und Jugendliteratur – angekauft und in Millionenauflagen kostenlos an Schulen und Bibliotheken verteilt werden. Ähnliche Programme gibt es auch andernorts; der brasilianische Staat gilt heute als größter Buchkäufer der Welt.

    In Afrika und Südostasien setzen dagegen viele Regierungen auf Bücherspenden und Beschaffungsmaßnahmen unter der Ägide der Weltbank oder anderer Geber. Besonders aus kirchennahen Kreisen in Europa und Nordamerika werden eifrig Bücher gespendet, und so mancher Verlag überlässt diesen wohlmeinenden Menschen und Organisationen Bücher zum Selbstkostenpreis, zur Verteilung zwischen Sahara und Kap oder Himalaya und Mekong. Durch die große Zahl von Organisationen, die Bücher sammeln und spenden, ist es unmöglich, brauchbare Statistiken über die wirtschaftliche Bedeutung dieser Aktivitäten zu erstellen. Es sei deshalb nur die US-amerikanische Initiative Books for Africa genannt, die seit 1988 aktiv ist und pro Jahr etwa 2,5 Millionen Bücher im Wert von mehr als 30 Millionen US-Dollar auf den Kontinent schickt.

    Fragwürdige Hilfe

    Schulbücher kostenlos, finanziert von Geber-Organisationen oder europäischen Regierungen – das hört sich zunächst einmal nicht problematisch an. Und tatsächlich ist unbestritten, dass ohne diese milden Gaben die Versorgung der Schulen, zumal außerhalb der Städte, kaum zu bewerkstelligen wäre. Aber: Die Mildtätigkeit ist der Tod in Tüten für die schwächliche regionale Verlagsszene: Jedes Buch, das im Ausland produziert und gespendet wird, nimmt einem regionalen Verlag die Chance, ein Buch selbst zu produzieren und zu verkaufen. Wenn aber dieses Buch nicht produziert und verkauft werden kann, schwindet die Chance, höhere Auflagen zu generieren und damit Bücher billiger anbieten zu können, was wiederum bedeutet, dass weniger Menschen die Möglichkeit haben, Bücher zu kaufen. Für die Verlage bedeutet dies auch, dass sie nur selten eine Chance haben, bei Ausschreibungen für Bücherbeschaffung durch Geberorganisationen zum Zuge zu kommen. Dort sind die Regeln eindeutig: Nach Abwägung von Qualitätsaspekten erhält das günstigste Angebot den Zuschlag. Ob die Gebote von lokalen Anbietern kommen, spielt dabei nur in seltenen Fällen eine Rolle. Dass beim Rangeln um die lukrativen Aufträge seit jeher mit Eifer geschoben und bestochen wird, darf auch nicht vergessen werden, es geht hier schließlich um Milliardengeschäfte. Erst 2011 flog der weltweit agierende Verlagsriese Macmillan auf, der bei einem Bieterwettstreit bestochen hatte; er wurde für einige Jahre von allen Weltbank-Beschaffungsmaßnahmen ausgeschlossen.

    So wichtig die Bücherspenden für die Versorgung von Schulen in Afrika und Südostasien auch sein mögen, sind sie doch auch einer der wichtigsten Gründe, warum das Verlagswesen in diesen Regionen nicht auf die Füße kommt. In den meisten Ländern Afrikas ist es um die Branche heute schlechter bestellt als noch in den 1970er Jahren. Das wird deutlich beim Blick auf die Literatur des Kontinents.

    In den 20 Jahren nach der Entkolonisierung blühte die afrikanische Literatur auf: Der Nobelpreisträger Wole Soyinka aus Nigeria und sein Landsmann Chinua Achebe, Mongo Beti aus Kamerun oder Ngugi wa Thiong’o aus Kenia tauchten in den 1950er und 1960er Jahren auf und konnten ihre Plätze in der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts erobern. Mit dem Zusammenbruch der wirtschaftlichen und politischen Strukturen der jungen Staatsgebilde Afrikas, der spätestens ab 1970 den Kontinent erfasste, gingen auch die verlegerischen Strukturen verloren, die diesen ,Vätern‘ der modernen afrikanischen Literaturen zum Durchbruch verholfen hatten. Vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts waren afrikanische Autoren nur noch schwach hörbar. Heute ist die Situation besser, jedenfalls für jüngere afrikanische Autorinnen und Autoren, die seit einiger Zeit zeigen, dass es ihnen wahrlich nicht an Können und Kreativität fehlt: Beispielsweise Helon Habila, Chimamanda Ngozie Adichie, Alain Mabanckou, Taye Selasie und Teju Cole erzählen mit einer Wucht und Originalität, die ihresgleichen sucht. Aber: Sie alle können dies nur mit Hilfe von Verlagen in Großbritannien, Frankreich oder den USA tun, sie alle leben in diesen Ländern.

    Die internationalen Buchmärkte kennen wenig Mitleid mit ihren schwächeren Teilnehmern. Wo solche Härten nicht ausreichen, um den Büchermachern den Spaß zu verderben, sorgen oft die Staaten selbst dafür, dass es möglichst schwierig wird, Lesern zu Büchern zu verhelfen. In Argentinien etwa gelten die strengen Importgesetze, die eigentlich zum Schutz der heimischen Kleinbetriebe gedacht sind, auch für Bücher: Wer Waren einführen will, muss Waren im gleichen Wert ausführen. Konzerne wie Porsche, BMW oder Adidas sind dank dieser Gesetze zu Großexporteuren von argentinischem Wein, Leder und sonstigen Dingen geworden. Für Verlage ist so etwas nicht ganz so einfach herzustellen. Ein Stück weiter nördlich, in Bolivien, so berichtete mir ein Buchhändler, ist selbst für die Einfuhr eines einzelnen Buches die Einholung einer Importlizenz vorgeschrieben.

    Markt und Zensur

    Das klingt alles ziemlich absurd, es ist auch absurd – und dabei haben wir das Thema Zensur noch gar nicht erwähnt. Die erfreut sich weltweit höchster Popularität, sei es aus religiösen oder politischen Gründen. Wer schreibt und dabei kritische Töne anschlägt, dem droht vom Nicht-Veröffentlichtwerden über Aus- und Einreiseverbote bis zu Gefängnis, Folter und Tod so manches Ungemach. Nicht nur von Seiten der üblicherweise verdächtigen Länder der Arabischen Welt, von China oder Russland, sondern durchaus auch von Seiten jenes Bollwerks der Demokratie, den USA.

    Viele Autoren in aller Welt leben und arbeiten deshalb heute mit einer ,Schere im Kopf‘. Wer ist schon so verrückt, Kritisches zu schreiben und sich dafür möglicherweise den Schädel einschlagen zu lassen? Dass dies nur wenige tun, ist bedauerlich, aber sicher kein Beweis mangelnden Mutes. Ich warne vor Kritik an Autoren, die sich selbst zensieren, zumal, wenn die Kritik aus der Behaglichkeit eines deutschen Studierzimmers kommt. Es ist die eine Sache, nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo bei uns seine Verbundenheit mit den Opfern zu bekunden, aber eine ganz andere, sich im Alltag öffentlich zu seiner Kritik an Missständen zu bekennen, wenn der eigene Staat darauf notorisch allergisch reagiert.

    Kommen wir zum Abschluss noch einmal zurück zu den E-Books. Tatsächlich haben diese in großen Teilen der Welt ein immenses Potential, um Gutes zu bewirken. Das gilt vor allem bei der Versorgung von Schülern und Studenten mit Lehrwerken, bei der Umgehung von Problemen bei der physischen Distribution von Büchern und bei der Erschließung von neuen Leserschichten. Weil die Herstellung von E-Books ohne den Druckvorgang auskommt, weil E-Books keine physische Masse darstellen, können sie wesentlich kostengünstiger angeboten werden. Besonders in Afrika, in der Arabischen Welt, in Lateinamerika und Südostasien sollten deshalb die großen Hoffnungen auf eine positive Entwicklung durch ebenso große Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur für Telekommunikation gestützt werden. Denn ohne Netz sind elektronische Bücher genauso schlecht zu bekommen wie gedruckte Bücher ohne Straßen.
    Holger Ehling war stellvertretender Leiter der Frankfurter Buchmesse und arbeitet heute als Autor, Journalist und Agent mit Schwerpunkt auf dem internationalen Buchmarkt. Zuletzt erschien von ihm: Die digitale Bücherwelt / La revolución digital del mundo editorial (Dt./Esp.) [E-Book], Fleet Street Press, Juni 2013.

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    Juni 2015
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