Foto: Kai Wiedenhöfer

    Teilnehmen, Teilen, Tauschen

    Über Fikrun

    Fikrun wa Fann ist eine Kultur-
    zeitschrift, die den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und islamisch geprägten Kultur-
    kreisen fördert und mitgestaltet. Autoren aus Deutschland, Europa und der islamischen Welt kommen neben anderen internationalen Stimmen zu Wort. Fikrun wa Fann bietet neben Information und Dialog mit den und innerhalb der islamisch geprägten Kulturkreise ein literarisches Forum für aktuelle gesellschaftspolitische Debatten.
    Netzwerkdiagramm. Foto: Michael Krupp © Goethe-Institut

    Editorial

    Unter dem Stichwort „Partizipation“ hat sich seit Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, zeitgleich mit und inspiriert von der Studentenbewegung, eine mächtige Idee herausgebildet, die sowohl die Kunst als auch die Politik umfasst. Kurz gesagt geht es dabei darum, die Grenzen zwischen Künstler und Publikum und zwischen den Politikern und dem Volk aufzubrechen und idealerweise verschwinden zu lassen. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Moschee von Gourna. Foto: Mark Ryckaert

    Mitmachen, neu gedacht
    Über die neue Ethik der Kollaboration

    Zwar gibt es überall noch eine übermächtige autoritäre Bürokratie und immer wieder neue Versuche, die Menschen von der Teilhabe an der Gesellschaft auszuschließen. Doch zugleich sprießen überall auf der Welt Bewegungen hervor, die nicht nur gegen die Arroganz der Mächtigen protestieren, sondern auch praktisch neue Formen der Zusammenarbeit erproben. Über die Gründe und Perspektiven dieser sich neu entwickelnden Formen der Teilhabe hat unser Autor Mark Terkessidis nachgedacht. Von Mark Terkessidis Mehr ...
    Intervention im öffentlichen Raum, Bestandteil des Projektes Jericho – Beyond the Celestial and Terrestrial, 05.10.2012 © Birzeit Museum 2012

    Ist weltweites Teilen möglich?
    Das Konzept des Konvivialismus als neuer Internationalismus

    Der Konvivialismus ist eine Denkrichtung, die auf der Idee des Teilens und Tauschens basiert, dem eigennützigen, bloß wirtschaftlichen Denken entgegentritt und für eine intakte Beziehung von Mensch und Natur sorgt. Aber kann, was in lokalen, begrenzten Zusammenhängen funktioniert, auch weltweit glücken? Claus Leggewie, einer der führenden Intellektuellen Deutschlands und Aktivist der konvivialistischen Bewegung, gibt Auskunft. Von Claus Leggewie Mehr ...
    Szene aus einem Theaterstück von Nora Amin. Foto: La Musica / Nora Amin

    Das Theater der Partizipation
    Das Projekt eines „Theaters der Unterdrückten“ für Ägypten

    Das vom revolutionären brasilianischen Theatermacher Augusto Boal begründete „Theater der Unterdrückten“ scheint für die Verhältnisse in Ägypten wie gemacht. Die bekannte ägyptische Aktivistin und Theatermacherin Nora Amin erzählt, wie dieses Theater funktioniert und was es in Ägypten leisten kann. Von Nora AminMehr ...
    Die Türme der ägyptischen Nationalbank in Kairo. Foto: Stefan Weidner

    Sharing und Caring
    Islamische Ideen zum gerechten Wirtschaften heute

    Das islamische wirtschaftswissenschaftliche Denken enthält seit alters her zahlreiche Elemente, die auch heute noch Lösungen zu aktuellen wirtschaftlichen Fragen bieten. Gemäß islamischer Lehre lassen sich Gewinnstrebung und soziale Rücksichtnahme harmonisch vereinbaren. Wie diese Harmonie der wirtschaftlichen Akteure begründet wird und sich herstellen lässt, erklärt Souheil Thabti. Von Souheil ThabtiMehr ...
    Größenordnung und Struktur der islamischen Finanzindustrie. Quellen: ICD Thomson Reuters, Islamic Finance Development Report 2014, State of Global Islamic Economy 2014/2015 Report

    Islamische Finanzwirtschaft
    
Ideale, Fehleinschätzungen, Fortschritte

    Die öffentliche Wahrnehmung des islamischen Finanzwesens beruht vielfach auf Idealvorstellungen, die häufig als Beschreibung der Realität missverstanden werden. Dies hat zu einer ganzen Reihe von gravierenden Fehleinschätzungen geführt. So ist ein globaler Fortschritt des islamischen Finanzwesens nicht zu leugnen, der aber nicht selten mit unpassenden Maßstäben beurteilt wird. Von Volker NienhausMehr ...
    Bau der Faisal Islamic Bank in Kairo. Foto: Stefan Weidner

    Islam und ökonomische Entwicklung
    Wirtschaftsgeschichte am Beispiel Syrien

    Die größere wirtschaftliche Entwicklung des Westens im Vergleich zur islamischen Welt wird häufig mit religiösen Gründen erklärt. Ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte des Nahen Ostens räumt mit diesen Vorstellungen auf und rückt die Frage in den Vordergrund, welches wirtschaftliche System den realen Interessen der Menschen am besten gerecht wird, wie der syrische Wirtschaftshistoriker Ali Al-Saleh erklärt. Von Ali Al-SalehMehr ...
    Szene aus „Mitumba“ von Stephanie Thierschs Tanzformation MOUVOIR. Hier wird die Kultur des Gebens und Nehmens dargestellt. Foto: Mouvoir.de

    Die Weltordnung der Kleider
    Stephanie Thierschs „Mitumba“, made in Kenia

    Tanz und Wirtschaft, Tanz und Politik, Tanz und Kritik – diese Kombination ist keine Phantasie von Avantgardekünstlern, sondern Wirklichkeit, wie die Tanzperformance „Mitumba“ der international besetzten, aus Deutschland stammenden Tanzformation MOUVOIR beweist. Der Tanzkritiker Arnd Wesemann stellt das Stück vor. Von Arnd WesemannMehr ...
    7000 Basaltstelen vor dem Museum Fridericianum in Kassel © Stiftung 7000 Eichen. Foto: Dieter Schwerdtle

    Jeder Mensch ein Künstler

    Joseph Beuys’ Kunstbegriff gipfelte in dem Satz „Jeder Mensch ein Künstler“. In diesem Satz vereinen sich romantische und anthroposophische Strömungen zu einer allumfassenden Lebensphilosophie, deren zentrales Element die Partizipation ist. Was kann diese Idee der Partizipation vor dem Hintergrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Problematik für die Kunst und die Welt einbringen? Von Konstantin AdamopoulosMehr ...
    Crossing Jericho, Intervention im öffentlichen Raum von Susanne Bosch, Bestandteil des Projektes Jericho – Beyond the Celestial and Terrestrial, 05.10.2012 © Birzeit Museum 2012

    Zwischen Politik und Ästhetik
    Partizipation in der Kunst

    Die international arbeitende deutsche Künstlerin Susanne Bosch erklärt in diesem Beitrag, wie das Konzept der Partizipation in der Kunst entstanden ist und gegenwärtig diskutiert wird. Sie erklärt, warum sie selbst dieser Art der künstlerischen Arbeit zuneigt und was die Ziele dieser neuen Form der Kunst sind. An einem Beispiel aus ihrer Arbeit in der islamischen Welt erläutert sie, wie sie selbst diese Kunstform umsetzt. Von Susanne BoschMehr ...
    Das Symposium „Politik der Kunst“ des Goethe-Institutes. Foto: Caroline Dose / Goethe-Institut

    Partisanen der Sinnlichkeit
    Über Möglichkeiten, das Ästhetische politisch zu denken

    Mit der Idee von der Autonomie der Kunst verknüpft sich als ihr komplementärer Widerpart die Frage nach dem politischen Charakter der Kunst. Sie stellt sich in veränderten historischen und sozialen Kontexten immer neu und stets anders. Die Antworten reichen von „Kunst ist immer politisch“ bis zu „Kunst kann nie politisch sein“, von „Kunst darf nie politisch sein“ bis zu „Kunst muss immer politisch sein“. Der Kongress „Politik der Kunst. Über Möglichkeiten, das Ästhetische politisch zu denken“ markiert einen Sinneswandel linker Kunst-Intelligenz. Von Ingo ArendMehr ...
    „Helpling“ Verena Weinart verdient sich ihren Lebensunterhalt als Putzfrau. Foto: Helpling

    Wer teilt, verliert
    Ein Selbstversuch mit der Sharing Economy

    Sind die preiswerten Putzhilfen, Taxifahrer und Übernachtungsmöglichkeiten, die dank der Vernetzung über Internet und Smartphone schon heute für jeden verfügbar sind, der erste Schritt zu einer neuen, nachhaltigen Gesellschaftsordnung, in der alle alles teilen und es trotzdem – oder eben gerade deswegen – allen besser geht? Oder wird hier im Gegenteil der Grundstein für ein System der schrittweisen Enteignung, Überwachung und Ausbeutung gelegt? Von Caroline MichelMehr ...
    Der OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Foto: Michael von der Lohe / Omnibus für direkte Demokratie

    Wärmecharakter im Denken
    Joseph Beuys’ Idee eines Omnibus für alle, durch alle, mit allen

    Auf den deutschen Künstler Joseph Beuys und seine Ideen über die Gestaltung des Zusammenlebens („Soziale Plastik“ = das Soziale als Kunst) geht eine weltweit einmalige Initiative zurück: Der OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE, der seit vielen Jahren durch Europa fährt und dafür wirbt, dass sich die Menschen die Demokratie von den Politikern zurückholen und stärker durch Eigeninitiative gestalten. Von Michael von der LoheMehr ...
    Zeichnung von Johannes Stüttgen zur Idee der direkten Demokratie, für den Halt des OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE in Budapest am 06.11.2009. Foto: Werner Küppers

    Gefahrloses Surfen für alle?
    Freiheit und Partizipation im Internet gefährdet durch Überwachung und Kriminalität

    Für die politische Partizipation ist es heute unerlässlich, dass man Zugang zu einem Internet hat, in dem man nicht ständig fürchten muss, überwacht zu werden. Möglichkeiten dazu bietet zum Beispiel der Browser Tor, den auch Edward Snowden und Julian Assange genutzt haben, der aber leider auch von Kriminellen ausgenutzt wird. Wie das Internet jenseits der Überwachung funktioniert, erklärt Walter van Rossum. Von Walter van RossumMehr ...
    Sadik al-Azm bekommt die Goethe-Medaille verliehen. Foto: © Maik Schuck / Goethe-Institut

    Vordenker und Kritiker
    Laudatio auf den arabischen Philosophen Sadik al-Azm

    Der syrische Philosoph Sadek al-Azm gehört zu den nicht gerade häufigen arabischen Denkern, die es schaffen, sowohl den Islam als auch die vordergründig säkularen Regimes der arabischen Welt zu kritisieren. Dank seiner Schriften verstehen wir – westliche und arabische Leser gleichermaßen – die arabische Welt besser. Dafür wurde er jetzt mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Von Stefan WildMehr ...

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