Foto: Kai Wiedenhöfer

    100 Jahre Erster Weltkrieg

     Ernst Ludwig Kirchner, Selbstporträt als Soldat (1915). Aus der Ausstellung: 1914 – Die Avantgarden im Kampf. Kunst- und Ausstellungshalle
der Bundesrepublik Deutschland, 08.11.013–23.02.2014 © Allen Memorial Art Museum, Oberlin, Ohio

    Die Avantgarden und der Krieg
    Über die bildende Kunst zwischen 1914 und 1918

    Der erste Weltkrieg war ein Wendepunkt und Motor der Veränderung auch in der bildenden Kunst. Selten sind in so wenigen Jahren so viele neue künstlerische Konzepte entstanden. Die Künstler hatten ein ambivalentes Verhältnis zum Krieg. Viele begrüßten ihn zunächst, andere änderten später ihre Meinung und verabscheuten ihn. Alle jedoch waren unmittelbar davon betroffen. Von Uwe SchneedeMehr ...
    Das Denkmal für Clemens von Ketteler in Münster. In roter Farbe aufgesprüht steht das Wort „Blut“. Foto: Stanisław Strasburger © Goethe-Institut

    Die Einbildung kultureller Überlegenheit
    Wie sich der Kolonialismus mit dem Ersten Weltkrieg wandelte – oder auch nicht

    Mit dem Ersten Weltkrieg endeten die deutschen Kolonialambitionen größtenteils – andere, zum Beispiel die polnischen, begannen erst. Und auch wenn die Zeit des Kolonialismus offiziell vorbei ist, haben sich koloniale Denkstrukturen und Machtansprüche bis heute gehalten und bestimmen oftmals unbewusst den Blick des Westens auf die Welt. Hier ein Versuch, das Bewusstsein dafür zu schärfen und das Denken zu ändern. Von Stanisław StrasburgerMehr ...
    Der von den Deutschen im Rahmen des Bagdadbahn-Projekts im wilhelminischen Stil erbaute Bahnhof Haydarpasha auf der asiatischen Seite von Istanbul: Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Der Osmanische Erbfolgekrieg
    Die längst vergessenen Versuche im Ersten Weltkrieg Istanbul zu erobern

    Der osmanische und andere nahöstliche Schauplätze des Ersten Weltkrieges sind für westliche Historiker schon immer eine Art Nebenkriegsschauplatz gewesen. Der wissenschaftlichen Literatur mangelt es noch immer an der Bereitschaft, die osmanischen Fronten als aktiven und dynamischen Schauplatz des Ersten Weltkrieges anzuerkennen. Ein Teil des Problems könnte in der westlichen Ignoranz gegenüber Russlands Rolle im Krieg liegen. Von Sean McMeekinMehr ...
    Cover der deutschen Ausgabe des Buchs „Orient-Express“ von John Dos Passos © Nagel & Kimche Verlag

    In den Wilden Osten
    Ein amerikanischer Schriftsteller bereist den Orient im Umbruch

    Kurz nach dem Ersten Weltkrieg bricht der amerikanische Autor John Dos Passos (Manhattan Transfer) in den Orient auf und sieht aus erster Hand die Veränderungen, die der Krieg bewirkt hat. Die Reise führt ihn vom besetzten Istanbul über Georgien, Aserbaidschan, Iran und Irak nach Syrien und bietet einen einzigartigen Einblick in die Stimmung der damaligen Zeit. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Überreste der Wüstenarchitektur der Ortschaft Diriya in der Nähe des heutigen Riad, wo im 18. Jahrhundert das Fundament des späteren Saudischen Staates gelegt wurde. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Das heutige Saudi-Arabien im Ersten Weltkrieg
    Perspektiven auf eine kontingente Periode

    Für sich genommen, ist der Erste Weltkrieg für die Arabische Halbinsel nicht das einschneidende Ereignis, das es für weite Teile Europas darstellt. Allerdings verschärfte die Kriegssituation die Rivalität der beiden hauptsächlich präsenten Mächte, des Osmanischen Reichs und des British Empire. Von Ulrike FreitagMehr ...
    Der in Deutschland lebende, aus Algerien stammende Künstler Kader Attia thematisiert in seiner Installation Repair. 5 Acts, die im Sommer 2013 am KW Institute for Contemporary Art in Berlin zu sehen war, die Zerbrechlichkeit und Imitation des Körpers unter anderem im Krieg, in der Kunst, im Kult und in der Naturkunde. Dazu gehören die in Holz geschnitzten vom Krieg entstellten Gesichter verwundeter Soldaten und die Nebeneinanderstellung von Totemmasken und ausgestopften Tieren. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Divide et impera
    Die Gründung des Alawitenstaates nach dem Ersten Weltkrieg

    Die Geschichte Syriens im 20. Jahrhundert ist gekennzeichnet von Fremdherrschaft, Imperialismus und der schwierigen Herausbildung einer syrischen Identität, die eng mit den Fragen der territorialen Integrität und der nationalen Einheit verbunden ist. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Ereignisse in Syrien spielen die Alawiten und die Gründung eines unabhängigen Kleinstaates für sie unter französischer Mandatsherrschaft nach dem Ersten Weltkrieg eine besondere Rolle. Von Necati AlkanMehr ...
    Szenerie auf einem Turm der Stadtmauer aus byzantinischer Zeit in Istanbul. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Geschichte und Geschichten
    Vom Ende des Osmanischen Reichs bis zur türkischen Republik

    Geschichte ist niemals nur Vergangenheit. Sie lenkt uns und unsere Gegenwart in vielfältiger Weise. Und zugleich können wir nicht verstehen, was damals, warum und wie geschah, wenn wir auf die Geschichte nur aus der Perspektive der Gegenwart schauen. Das gilt besonders für den Gegensatz zwischen dem Osmanischen Reich und der modernen Türkei. Von Zafer ŞenocakMehr ...
    Ruine des Verteidigungsministeriums in Belgrad, das im Kosovokrieg 1999 von der Nato bombardiert wurde. Foto: Alem Grabovac © Goethe-Institut

    Der langsame Tod des Gavrilo Princip
    Wo der Erste Weltkrieg begann und warum er bis heute dort fortwirkt

    ,Das kurze 20. Jahrhundert‘, das mit dem Attentat auf den Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, am 28. Juni 1914 in Sarajevo begann und 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer endete, war und ist für Serbien und die anderen Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawiens ,das lange 20. Jahrhundert‘. Die Konflikte, die den Ersten Weltkrieg ausgelöst haben, wirken bis heute fort. Doch es gibt Hoffnung. Von Alem GrabovacMehr ...
    Michail Nuaima, Gibran Khalil Gibran, Nasid Arida und Elmesih Haddad auf einem zeitgenössischen Foto. Unbekannter Fotograf © Goethe-Institut

    Die Umwege der Erneuerung
    Die Erfindung der modernen arabischen Literatur in der Zeit des Ersten Weltkriegs

    Zwischen 1912 und 1920 während in Europa und im Nahen Osten der Erste Weltkrieg tobte, wurde von zwei Libanesen im amerikanischen Exil unter großem russischen Einfluss ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur modernen arabischen Literatur getan. Der Zusammenbruch der alten Ordnung im Nahen Osten befreite auch die Kräfte der literarischen Erneuerung. Von Andreas PflitschMehr ...

    PANORAMA

      Alte arabische Ausgaben der Zeitschrift „Fikrun wa Fann“. Foto: Michael Krupp © Goethe-Institut

      100 Ausgaben Fikrun wa Fann
      Die Entwicklung einer Zeitschrift

      1963, vor genau 50 Jahren, erschien die erste Nummer einer deutschen Zeitschrift auf Arabisch, Fikrun wa Fann (übersetzt: Denken und Kunst). Es war ein merk-
      würdiges Projekt, eine Zeitschrift, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte, von Deutschen für die islamische Welt. Von Stefan WeidnerMehr ...
      „Wir haben die Revolution vom Propheten gelernt.“ Graffito am Tahrir-Platz, Dezember 2012. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

      „Baḥibbik, ya˽blādī! – Ich liebe Dich, mein Heimatland“
      Patriotismus und Graffiti nach dem ‚Arabischen Frühling‘

      Der ,Arabische Frühling‘ treibt seit Beginn der Revolution seine prächtigsten Blüten in der ägyptischen Kunstszene. Besonders in der Straßenkunst artikuliert sich zunehmend die Unzufriedenheit der jungen, städtischen und besser gebildeten Generation, die im so genannten ‚Artivismus‘ ihre Möglichkeit zur Kritik und zur Einflussnahme auf die bestehenden politischen und sozialen Verhältnisse wahrnimmt. Von Hanna RöbbelenMehr ...
      Cover des Buchs von Sean McMeekin © Harvard University Press

      Imperialismus mit Hilfe der Eisenbahn
      Der Orient-Express und der Erste Weltkrieg

      Mit Sean McMeekins The Berlin-Baghdad Express und Alexander Wills Kein Griff nach der Weltmacht sind zwei neue Bücher zu Deutschlands Orientpolitik im Ersten Weltkrieg erschienen, die die Frage nach den deutschen Großmachtbestrebungen völlig unterschiedlich beantworten. Von Simone FalkMehr ...
      Die Prinzessin von Herat, dargestellt von Sabah Sahar, bespricht sich mit ihren Edeldamen. Foto: Kate Brooks © Unionsverlag

      Shakespeare in Kabul
      Über den Versuch einer Inszenierung

      Es wurde schon viel über Shakespeare geschrieben – ebenso über Afghanistan. Doch Ende Februar erschien nun ein Buch, das beide Themen neu beleuchtet, miteinander verbindet und tiefe Einblicke in das Land gewährt: Der US-amerikanische Journalist und Entwicklungshelfer Stephen Landrigan und der afghanische Dolmetscher und Journalist Qais Akbar Omar schaffen es, in ihrem dokumentarischen Gemeinschaftswerk Shakespeare in Kabul das Bild eines Landes und dessen Kultur zu zeichnen, ohne sich dabei mit Allgemeinplätzen aufzuhalten. Von Hannah NeumannMehr ...

      Fikrun wa Fann als E-Paper

      Fikrun wa Fann als E-Paper

      Lesen Sie die Jubiläumsausgabe Fikrun
      „100 Jahre Erster Weltkrieg“ auf Ihrem Smartphone, Blackberry oder eReader! Zum Download ...

      Bestellen

      Antragsformular

      Institutionelle Empfänger oder Personen in islamisch geprägten Ländern, die im journalistischen oder kulturellen Bereich aktiv sind, können ein kostenloses Abonnement beziehen.
      Zum Antragsformular ...