Editorial

Demokratie wird gegenwärtig in ganz verschiedenen Kontexten diskutiert. Etwa als politisches System der Zukunft in den arabischen Ländern Nordafrikas, die nach dem Sturz ihrer Diktaturen nach einer neuen politischen Ordnung suchen. Demokratie gilt den jungen Eliten als Garant für Aufschwung, Zukunftschancen und politische Mitbestimmung. Dieses positive Narrativ der Demokratie steht im Gegensatz zu den fast zeitgleich einsetzenden Protestwellen. In der Folge der Finanzkrise entwickelte sich ein enormes Mobilisierungspotenzial für soziale Bewegungen. Unser Heft über „Mapping Democracy“ untersucht den gegenwärtigen Demokratiediskurs in all seiner Ambivalenz: Demokratie als verheißungsvolles und in die Krise geratenes, Gesellschaft integrierendes und exkludierendes, als souveränes und durch Privatinteressen korrumpiertes politisches System.Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen Ihre Fikrun wa Fann/ Art&Thought-Redaktion








