Foto: Kai Wiedenhöfer

    Vermessung der Demokratie

    Literatur und Demokratie am Beispiel Algeriens
    Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

    Kongress der sozialistischen Front in Algerien 1996. Foto: Michael von Graffenried/mvgphoto.com © Goethe-Institut

    Die Geschichte Algeriens ist beispielhaft für die Probleme der arabischen Welt heute. Aber das Streben nach Demokratie bleibt angesichts verkrusteter Machtstrukturen schwierig.

    Zuerst möchte ich Ihnen danken, Ihnen, meine Damen und Herren, für Ihr Kommen, das mich sehr ehrt, und Ihnen, verehrte Mitglieder des Börsenvereins, für die königliche Ehre, die Sie mir widerfahren lassen, indem Sie mir diesen Preis verleihen, den Friedenspreis, eine der renommiertesten Auszeichnungen, die Ihr großes und schönes Land zu vergeben hat. Im Kontext der heutigen Zeit ist dies eine rührende, eine aufmunternde Geste, denn sie zeugt davon, dass Sie sich dafür interessieren, wie wir Völker des Südens versuchen, uns vom Joch unserer bösartigen und archaischen Diktaturen zu befreien, in dieser arabisch-muslimischen Welt, die einst ruhmreich und tatkräftig war, nun aber schon so lange verschlossen und erstarrt ist, dass wir schon vergessen haben, dass wir Beine haben und einen Kopf, und dass man auf seinen Beinen stehen und gehen und laufen kann, oder auch tanzen, wenn einem der Sinn danach steht, und dass man mit seinem Kopf jenes unvorstellbar Zauberhafte tun kann, nämlich sich eine Zukunft ersinnen und diese dann auch leben, hier, in der Gegenwart, in Frieden, in Freiheit, in Freundschaft. Welch berauschende, erlösende Macht: Wir erfinden die Zukunft, während die Zukunft uns erfindet. Es ist schon ein Glück, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, innerhalb des unergründlichen und unbewältigbaren Vorhabens, das wir Leben nennen, aus eigenem Willen heraus zu agieren. Uns überrascht nur etwas im Grunde Banales: Das Leben ist eine fortlaufende, revolutionäre Erfindung, und wir sind lebende romantische und surrealistische Gedichte und tragen in uns zeitlose Wahrheiten und unendliche Versprechen; auf dieser Ebene muss man uns sehen. Der freie Mensch hat eigentlich keine andere Wahl als wie ein Gott zu handeln, ein wagemutiger Schöpfer, der immer weiter voranschreitet, weil er sonst dem Nichts von Fatalismus, Sklaverei und Untergang verfällt. Camus, der Franko-Algerier, der Revoltierende, ermahnte uns, nicht zu resignieren, und das nehmen wir uns mehr denn je zu Herzen; in diesen Zeiten von Terror und Hoffnung bleibt uns nichts übrig, als mutig zu sein, denn Mut ist gleichbedeutend mit aufrechtem Leben, und daher sehen wir voller Vertrauen in die Zukunft.

    Ganz besonders dankbar bin ich dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels dafür, dass Sie meine Arbeit als etwas ansehen, das – wie es im Urkundentext heißt – „die Begegnung der Kulturen in Respekt und wechselseitigem Verstehen befördert“. Das hat für mich gerade jetzt eine besondere Bedeutung, wo durch unsere arabische Heimat ein frischer Wind geht, der jene aus der Freiheit geborenen und damit universellen humanistischen Werte mit sich führt, auf die mein Engagement sich gründet. Literarische Meriten, so groß sie auch sein mögen, haben meiner Ansicht nach erst dann einen wirklichen Wert, wenn sie einer großen Sache dienen, der Förderung einer Sprache, einer Kultur, eines politischen oder philosophischen Projekts. Ich gebe mich der Hoffnung hin, dass all das, was wir Schriftsteller, Filmemacher, Dichter, Philosophen und Politiker getan haben, wenigstens einen winzig kleinen Beitrag zum Aufkommen jenes Arabischen Frühlings geleistet hat, der uns träumen und auch ungeduldig werden lässt, weil er doch beseelt ist von einem Geist der Freiheit und des wiedergefundenen Stolzes, und einem Geist des Mutes, denn bisher hat er allen Drohungen und auch allen Versuchen der Instrumentalisierung standgehalten, und wenn ich dazu ein bisschen etwas habe beisteuern können, dann als einer unter vielen arabischen Intellektuellen und Künstlern, deren Verdienste ungleich größer sind als meine. Einige von ihnen genießen ganz besonderes Ansehen, und die bloße Erwähnung ihrer Namen kann Menschenmengen in Bewegung setzen.

    Im Jahr 2000 wurde hier meine Landsfrau Assia Djebar geehrt, die viel für die Durchsetzung des eigentlich selbstverständlichen Gedankens getan hat, dass auch bei uns in den arabisch-muslimischen Ländern die Frau ein freies Wesen ist, und dass es ohne Frauen im Vollbesitz ihrer Freiheit keine gerechte Welt geben kann, sondern nur eine kranke, lächerliche und gehässige Welt, die ihr Dahinsterben nicht wahrnimmt. Ich kann hier sagen, dass ihr Kampf seine Früchte getragen hat: Echter Widerstand, also ein Widerstand voller Würde und Zähigkeit, wird in Algerien heute hauptsächlich von Frauen geleistet. Während des Bürgerkriegs in den neunziger Jahren, dem schwarzen Jahrzehnt, wie wir jene Zeit nennen, waren Frauen eine bevorzugte Zielscheibe der islamistischen Horden, aber zugleich sah das andere Lager, also die Machthaber und ihre Klientel, in ihnen die Wurzel all unserer andauernden Übel und suchte sie mit aller Kraft des Gesetzes und der Propaganda zum Schweigen zu bringen. Die Frauen aber haben großartigen Widerstand geleistet, und mit ihrem Bemühen, einen permanent schwierigen Alltag zu bewältigen, bauen sie unsere Zukunft auf. Und überhaupt sind sie, wie stets, unsere letzte Zuflucht.

    Mit Ihrer werten Erlaubnis möchte ich mich an dieser Stelle einen Moment lang an meine Frau wenden, die hier in der ersten Reihe sitzt, zwischen unseren lieben Gastgebern Gottfried Honnefelder und Peter von Matt. Ich möchte ihr in die Augen sehen und ihr dabei danken: Liebe Naziha, für alles möchte ich dir danken, für deine Liebe, deine Freundschaft, deine Geduld und für den stillen Mut, den du so viele Jahre lang aufgebracht hast, während all der Prüfungen, die wir durchstehen mussten, und Gott weiß, wie schmerzlich sie waren, der Bürgerkrieg, das Versinken im Absurden, die methodisch herbeigeführte, immer schlimmere Vereinsamung, durch die das Leben steril wird. Dieser Preis, der uns ehrt, gebührt in Wirklichkeit dir.

    Ich möchte auch meinen prominenten Vorgängern danken, den früheren Trägern des Friedenspreises, die sich die Zeit genommen haben, an dieser beeindruckenden Feier teilzunehmen: Karl Dedecius und Friedrich Schorlemmer. Wenn ich diese Menschen hier vor mir sitzen sehe, bin ich ergriffen wie ein Schüler, der vor seinen Lehrern steht.

    Mein Dank gilt auch meinen Verlegern und zugleich Freunden, die hier im Saal sind, etwa Antoine Gallimard, der dem französischen Verlagshaus Gallimard vorsteht, und Katharina Meyer, der Leiterin des Merlin-Verlags. Ich begrüße auch meine hier anwesenden Deutschübersetzer Regina Keil-Sagawe, Riek Walther und Ulrich Ziegler. Wer hätte mich ohne sie hier je gelesen? Ich verdanke ihnen, in Deutschland eine Leserschaft gewonnen zu haben. Meine anderen Verleger mögen mir verzeihen, wenn ich sie aus Zeitgründen nicht namentlich aufführe. Ich bin ihnen allen zu großem Verdank verpflichtet.

    Nebenbei sei erwähnt, wie sehr ich bedaure, dass der algerische Botschafter in Deutschland heute nicht unter uns ist, denn über meine Person werden heute das Land Algerien und sein Volk geehrt. Dieser leere Stuhl betrübt und beunruhigt mich, denn er zeigt mir an, dass meine Situation in Algerien sich auch dadurch nicht verbessern wird, dass ich einen Friedenspreis mit nach Hause bringe. Meine Landsleute würde ich von hier aus gerne beruhigen und ihnen zurufen, dass wir nicht alleine sind, sondern dass in diesem Saal Frauen und Männer sind, die an uns glauben und uns unterstützen, darunter auch große Schriftsteller, deren Stimme weit reicht und eines Tages bis zu ihnen dringen und ihnen jenen zusätzlichen Mut einflößen wird, der die Tyrannen schließlich zu Fall bringt. Ich danke diesen Frauen und Männern von ganzem Herzen.

    Der Literaturpreis als Aufgabe und Last

    Nun möchte ich zu jenen Dingen kommen, die ich Ihnen sagen möchte, weil sie mir so am Herzen liegen. Als Erstes möchte ich auf jenen für mich nun denkwürdigen Tag im Mai dieses Jahres zurückkommen, den 10. Mai, um genau zu sein, an dem ich aus Deutschland einen Brief von Herrn Gottfried Honnefelder bekam, in dem mir die unglaubliche, unvorstellbare Nachricht übermittelt wurde, mir werde im Jahr 2011 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen, jener Preis also, mit dem seit seiner Stiftung im Jahr 1950 schon so viele herausragende Persönlichkeiten ausgezeichnet wurden. Offen gestanden begriff ich erst einmal gar nichts. Es musste sich um ein Missverständnis handeln; durch eine Kette von Irrtümern war aus mir, einem bescheidenen Schriftsteller und Gelegenheitsaktivisten, einem Schreiberling, wie es in offiziellen Kreisen Algiers über mich heißt, auf einmal der Träger dieser renommierten Auszeichnung geworden, an die ich – das kann ich Ihnen versichern – nie auch nur einmal gedacht hatte. Der Riesenschock darüber löste in mir eine bange, eine existentielle Frage aus, dich mich den ganzen Sommer über beschäftigt hat und es eigentlich bis heute tut. Wenn ich tatsächlich der Mensch bin, dem dieser Preis verliehen wird, dann war ich bereits ein anderer Mensch ... und wusste nur nichts davon! Ich fürchtete plötzlich, man werde mich zwiespältig finden, von falscher Bescheidenheit oder zynischem Ehrgeiz, von albernem Wankelmut. Ich bin ein umgänglicher Mensch und kann gut und gerne in die eine oder andere Richtung abgleiten, ohne es zu merken. Dabei bin ich nur ich selbst, ein ganz gewöhnlicher Mensch, und von eher schüchternem Naturell. Doch bleibt man mit einem solchen Preis auf den Schultern noch derselbe?

    Es ist Ihr Preis, meine Damen und Herren vom Börsenverein, Sie wissen also um seine Macht der Veränderung, ja der Verklärung, denn dies geschieht ja augenblicklich, sobald man von dem Preis erfährt, wie durch einen Zauber; Sie wissen also, wie sehr der Preis seine Träger einschüchtern, verwandeln oder ihnen bewusst machen kann, dass sie sich im Lauf der Zeit verändert haben und ihre Arbeit als Schriftsteller, Philosophen oder Dramaturgen sich in einen größeren Rahmen eingliedert, als sie sich dies ursprünglich vorgestellt hatten, und so merken sie auf einmal, dass es bei ihrem Wirken um eine höhere Sache geht, um den Frieden nämlich, und nicht nur um die Erfüllung eines narzisstischen Schreibbedürfnisses. Letztlich entdeckt man sich selber dann, wenn der Anstoß dazu von anderen kommt. Es ist dies ein Phänomen voller Relativität: Wir leben zwar aus uns selbst heraus, existieren aber erst durch die anderen, durch deren fragenden Blick uns unser Dasein und unsere Bedeutung bewusst werden. Da wo ich jetzt stehe, vor Ihnen, an diesem Pult, bin ich zwar ich selbst, aber auch ein anderer, den ich nicht kannte und noch immer nicht kenne, nämlich der, den Sie zum Friedenspreisträger des Jahres 2011 erkoren haben. Der Preis schafft wohl den Wert in mir, so wie eine Funktion sich ein Organ erschafft. Ich diente unbewusst dem Frieden, nun werde ich ihm bewusst dienen, und das wird neue Fähigkeiten in mir wecken. Ich weiß noch nicht welche, vielleicht einen Sinn für Strategie und für Vorsicht, die ja beide in der Kunst des Friedens nicht weniger vonnöten sind als in der Kunst des Krieges. Der Friedenspreis ist wie der Finger Gottes oder wie ein Zauberstab; sobald er unsere Stirn berührt, verwandelt er uns in Soldaten des Friedens.

    Sie können sich vorstellen, wie sehr die Nachricht von dem Preis mich verunsichert hat. Gefreut, aber eben doch verunsichert. Bedeutet sie doch einen Quantensprung in eine andere Welt, in der man mehr in der Öffentlichkeit steht, als einem vielleicht lieb ist, und in der der Mensch hinter dem Bild verblasst, das andere sich von ihm machen. Eine Welt auch großer Verantwortung, die wiederum große Ambitionen abverlangt. Das Leben hat etwas Offenbarendes an sich, heißt es; jeden Tag wird man mehr zu dem ... was man ist. Erst am Ende werden wir wissen, wer wir schon zu Anfang waren. Wieder die Relativität. Glauben Sie mir, ich habe mich sehr hinterfragt. Ich soll einen Friedenspreis bekommen, habe ich mich gefragt, ausgerechnet ich, der ich seit jeher im Krieg lebe, in meinen Büchern nichts anderes behandle als den Krieg und vielleicht auch an nichts anderes glaube als an den Krieg, denn der Krieg ist stets auf unserem Weg, und eigentlich existieren wir nur durch ihn, denn er lässt uns das Leben wertschätzen, lässt uns vom Frieden träumen und nach dem Frieden streben, und unsere algerische Geschichte ist nun mal leider so, dass wir im Lauf der Jahrhunderte nie die Wahl zwischen Krieg und Frieden hatten, sondern nur zwischen Krieg und Krieg, und was waren das für Kriege, sie wurden uns allesamt aufgezwungen, und jeder davon hätte uns beinahe vollständig aufgerieben; da war von 1954 bis 1962 der lange, furchtbare Befreiungskrieg gegen den Kolonialismus, der – wie wir im Lauf der Massaker erfahren mussten – wie bei einer Matrjoschka-Puppe noch andere Kriege enthielt; in dem Unabhängigkeitskrieg, der in noblem Gewand daherkam, versteckte sich ein schändlicher, grausamer Bürgerkrieg, wir kämpften gegen die Kolonialtruppen und gegen uns selbst, es kämpften FLN gegen MNA, Araber gegen Berber, Religiöse gegen Laizisten, und so bereiteten wir künftigem Hass und künftigen Spaltungen schon den Boden, und dann war da noch ein Krieg, nämlich der heimtückische, niederträchtige Krieg, den die Führer der Nationalbewegung bereits um die spätere Macht führten, und was dabei völlig auf der Strecke blieb, das waren die Freiheit und die Würde, für die unsere Eltern zu den Waffen gegriffen hatten.

    Nach acht Jahren Krieg kam tatsächlich der Friede, doch war es ein seltsamer Friede, und er währte auch nur einen Tag, denn da kam auch schon ein Putsch, der erste einer ganzen Reihe; sofort nach der am 5. Juli 1962 verkündeten Unabhängigkeit Algeriens wurde dem Volk die mit dem Blut errungene Freiheit wieder gestohlen, so wie man Armen ihr Geld wegstiehlt, verachtungsvoll und brutal, und so begann für uns ein obskurer, trauriger, unendlich langer Grabenkrieg, in dem das Volk einer unsichtbaren Armee gegenüberstand, nämlich einer allgegenwärtigen politischen Polizei, die sich auf eine wuchernde Bürokratie stützte, gegen die nichts auszurichten war, so dass man lediglich mit Geduld und List widerstehen und überleben konnte.

    Die Befreiung brachte keine Freiheit, und Freiheiten schon gar nicht. Sie brachte nur Einschränkung, geistige und materielle. Daran schluckten wir schwer. Und danach, ohne einmal durchatmen und wenigstens die psychologischen Schäden jener langen, erniedrigenden Unterwerfung ermessen zu können, sind wir 1991 in den schlimmsten aller Kriege geraten, den Bürgerkrieg, jene von den islamistischen Horden und dem Militär- und Polizeikomplex gewollte blindwütige Barbarei, die Hunderttausende von Menschen das Leben gekostet, unser Volk ruiniert und das Zauberband, das eine Nation zusammenhält, zerstört hat. Diese Barbarei ist heute im Rückgang begriffen, ihre Protagonisten (die „Turbane“ und die „Schirmmützen“, wie sie der Volksmund nennt), haben einen lukrativen Deal geschlossen und das Land und die Erlöse aus dem Erdölgeschäft unter sich aufgeteilt. Gedeckt wurden diese mafiösen Arrangements durch famose Gesetze, mit denen sich die öffentliche Meinung im Westen, und war sie auch noch so anspruchsvoll, trefflich beschwichtigen ließ, zielten jene Gesetze doch auf einen Bürgerfrieden hin, eine nationale Aussöhnung, kurz gesagt auf den Frieden, einen vollständigen, brüderlichen, glücksseligen Frieden, der jedoch in Wirklichkeit nichts anderes war als eine Kriegslist, die die Mörder belohnt, den Opfern den Garaus macht und die Wahrheit und die Gerechtigkeit mit ihnen zusammen ein für alle Mal begräbt. Sie haben sich als perfekte Strategen erwiesen und die westlichen Demokratien zu betören vermocht, was uns den Rest gab, mussten wir doch begreifen, dass das Gute und die Wahrheit nirgends zu finden waren.

    Als erstes wurden die Demokratien von den „Turbanen“ verführt, die sich 1991 mit einer angeblichen Legitimität brüsteten, die ihnen durch die – in Wirklichkeit allerdings manipulierten – Wahlurnen zugekommen sei und um die die Militärs sie betrogen hätten, und als später ihre wahre, von Hass und Verschlagenheit gekennzeichnete fürchterliche Natur zum Vorschein kam, begannen nunmehr die medaillenbehängten Schirmmützen den westlichen Ländern schöne Augen zu machen, die ja auch wirklich leicht zu verführen waren oder aber im Namen der Realpolitik sündigten. Die Militärs argumentierten damit, dass sie in der Lage seien, die westlichen Länder vor islamistischem Terror und illegaler Einwanderung zu schützen, obwohl doch diese – ebenso wie die explosionsartige Entwicklung des Schmuggels – nichts anderes waren als Abfallprodukte ihrer eigenen katastrophalen Führung des Landes. Innerhalb dieser neuen internationalen Arbeitsteilung waren Willkür, Folter und Mord in unseren Ländern abgesegnet. Die Rollen waren verteilt, der Süden war die Herkunftsstätte der Eindringlinge, das Schreckgespenst par excellence, der Norden wiederum das eingekreiste, bedrohte Paradies, und als Gipfel der Unvernunft wurden unsere gemeingefährlichen und unersättlichen Diktatoren in den Rang von weltweiten Friedenswächtern erhoben, von Wohltätern der Menschheit, während Millionen von brachliegenden Seelen aus jenem Milieu, das im Orient „die arabische Straße“ und im Westen „Problemviertel“ genannt wird, einen ebensolchen Zuspruch Osama Bin Laden angedeihen ließen.

    Dem durch zehn Jahre Terror und Lüge zermürbten algerischen Volk wiederum bot man jene Art Frieden an, die einem echten Frieden am allerwenigsten gleicht, nämlich eine Grabesruhe, jene fade Suppe, die aufs Vergessen vorbereitet und auf einen banalen Tod. Wir hatten die Wahl: entweder das oder wieder nur Krieg, Krieg und Krieg. So ließen auch wir uns überreden, denn wir waren erschöpft und allein. Doch haben wir auch aus Unwissenheit gesündigt, denn niemand hatte uns je gesagt, dass es eines Minimums an Demokratie bedürfe, damit in einem Land der Friede zu einer glaubwürdigen Alternative werden könne, und dass auch noch andere Ingredienzien nötig seien, damit jener rudimentäre Friede gemeinsam gelebt werde und zu jedermanns Vorteil sei: Man braucht ein wenig Weisheit in den Köpfen der Kinder, ein wenig Tugend in den Herzen der durch ihre Leiden verbitterten Alten, ein wenig Zurückhaltung bei den Reichen, ein wenig Toleranz bei den Gläubigen, ein wenig Demut bei den Intellektuellen, ein wenig Redlichkeit bei den staatlichen Institutionen, ein wenig Aufmerksamkeit von Seiten der internationalen Gemeinschaft. In einem Land, das nichts anderes kennengelernt hat als die Diktatur, nämlich die der Waffen und der Religion, besteht die einzige Vorstellung, die man sich vom Frieden machen kann, aus Unterwerfung, Selbstmord oder endgültiger Emigration. Das Fehlen von Freiheit ist ein Schmerz, der einen auf Dauer verrückt macht. Er reduziert den Menschen auf seinen eigenen Schatten und macht seine Träume zu Alpträumen. Von dem Maler Giorgio de Chirico stammt der merkwürdige Satz: Im Schatten eines Mannes, der in der Sonne geht, sind mehr Rätsel als in allen Religionen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Das ist gut möglich und stimmt wohl auch, doch im Schmerz eines Menschen, der auf seinen Schatten reduziert ist, steckt nichts Mystisches, sondern reine Scham. Wer nicht frei ist, wird niemals einen anderen achten, weder den Sklaven, denn dessen Unglück erinnert ihn an seine eigene Erniedrigung, noch den freien Menschen, denn dessen Glück ist für ihn eine Beleidigung. Nur das Streben nach Freiheit errettet ihn von Hass und Verbitterung. Ohne dieses Streben sind wir keine Menschen und es steckt nichts Wahres in uns.

    Reiches Land, arme Bevölkerung

    Meine Damen und Herren, so ist mein Land, unglücklich und zerrissen. Ich weiß nicht, wer das so gewollt hat, das Schicksal, die Geschichte, sein Volk; ich würde eher sagen, seine politischen Führer, die zu allem fähig sind. Mein Land ist eine Summe unauflöslicher Paradoxien, von denen die meisten tödlich sind. Im Absurden zu leben, macht einen schwachsinnig, man torkelt von einer Wand an die andere wie ein Betrunkener. Für junge Menschen, die sich eine Zukunft suchen müssen und einen klaren Kurs brauchen, um sich orientieren zu können, ist dies dramatisch, und es zerreißt einem das Herz, wenn man sie verzweifelt heulen hört wie Wölfe tief in der Nacht.

    Das erste Paradox besteht darin, dass Algerien ein unheimlich reiches Land ist, und die Algerier furchtbar arm. Das ist ebenso fatal, wie inmitten eines tiefen, erfrischenden Sees zu verdursten. Was nicht durch Verschwendung verlorengeht, verschwindet garantiert durch Korruption. Das zweite Paradox ist, dass Algerien eine perfekt gestaltete Demokratie darstellt, mit Parteien jeglicher Couleur bis zu den originellsten Schattierungen, mit einer Presse, die so frei ist, wie man es nur sein kann, mit einem völlig legal gewählten Präsidenten und allen Arten von Institutionen, deren anerkanntes Anliegen darin besteht, für Recht, Transparenz, Gewaltenteilung und einen Öffentlichen Dienst zu sorgen, während aber zugleich das Volk in der alltäglichen Realität dem grausamsten Despotismus ausgesetzt ist, dem berühmt-berüchtigten orientalischen Despotismus, den im Laufe der Jahrhunderte nichts hat humanisieren können. Das dritte und in meinen Augen schlimmste, da unwiderrufliche seelische Schäden hervorrufende Paradox ist das folgende: Algerien hat eine außerordentlich reiche und bereichernde Geschichte, es hat mit allen Kulturen des Mittelmeerraums in Kontakt gestanden und sie alle leidenschaftlich geliebt und sich zu eigen gemacht, und sie doch auch alle voller Stolz bekämpft, die griechische Kultur, die phönizische, die römische, die vandalische, die byzantinische, die arabische, die osmanische, die spanische, die französische, doch bei der Unabhängigkeit, als der Moment gekommen war, all die Völker des Landes zu vereinen, inklusive auch die zuletzt angekommenen, die europäischstämmigen Pied-Noirs, und alle Kräfte zu mobilisieren, um vorwärts zu kommen, da hat das Land mit einem Schlag, in einem unerklärlichen Akt des autoodi, des Selbsthasses, nicht nur seine uralte berberische und jüdisch-berberische Identität, sondern überhaupt alles verleugnet, was ihm durch seine jahrtausendealte Geschichte zuteil geworden war, und hat sich in einen engen historischen Rahmen gesperrt und sich dabei ausgiebig bei der Mythologie bedient, aber kaum bei der Realität. Und warum das?

    Es ergab sich so aus der Logik eines totalitären Systems heraus. Die Einheitspartei wollte ihre eigene Religion, ihre eigene Geschichte, ihre eigene Sprache, ihre eigenen Helden, ihre eigenen Legenden, und sie bastelte sich diese im kleinen Kreis zusammen und ließ sie per Dekret durchsetzen. Propaganda und Drohung bewirkten dann, was nötig ist, damit solche Totgeburten trotzdem funktionieren, nämlich dass die Leute aus Angst heraus alles billigen. Der Kampf um die Anerkennung unserer Identität war lang und schmerzlich, Hunderte von Aktivisten sind durch Repressionen zu Tode gekommen, insbesondere in der seit jeher unbezähmbaren Kabylei. Folter und Gefängnis haben Tausende von Menschenleben gebrochen und ganze Volksgruppen ins Exil getrieben. Ihrer eigenen Logik gehorchend, hat sich die Repression auf Frankophone ausgedehnt, auf Juden, Laizisten, Intellektuelle, Homosexuelle, auf freiheitsliebende Frauen, auf Künstler, Ausländer, kurzum auf alle, die durch ihre bloße Existenz die erträumte Identität gefährdeten. Die Vielfalt des menschlichen Spektrums ist zu einem Fall von Identitätsbeleidigung geworden. Der Kampf ist noch nicht vorbei, und das Schwerste steht uns noch bevor, nämlich dass wir uns endgültig befreien und uns neu definieren, in einem demokratischen, offenen, großzügigen Staat, der jedem einen Platz gewährt und niemandem etwas aufzwingen will.

    Sie wissen all dieses, meine Damen und Herren, und Sie wissen auch, dass es durch all diese Gewalt, diese endlosen Schikanen, diese furchtbare Einmischung in unser Privatleben, zu der Serie von feuerwerksartigen Revolten in unseren Ländern gekommen ist. Diese Ereignisse bringen auch viel Unglück mit sich, doch wir nehmen das hin, denn am Ende des Weges steht die Freiheit.

    Weil ich jene allseits bekannten Dinge niedergeschrieben habe, sind meine Bücher in Algerien verboten worden. Es gehört zu den Absurditäten, aus denen Diktaturen sich speisen, dass meine Bücher verboten sind, ich selbst aber in meinem Land lebe und bis dato frei reisen darf. Falls über meinem Kopf ein Damokles-Schwert hängt, so sehe ich es zumindest nicht. Dass meine Bücher trotz allem im Land zirkulieren, ist der unsichtbaren und sehr riskanten Arbeit einiger Buchhändler zu verdanken. In einem Brief an meine Landsleute, der 2006 unter dem Titel Postlagernd: Algier veröffentlicht wurde, habe ich Folgendes geschrieben: „Wäre die Angst nicht da, sie (ich meine die Intoleranten) zum Äußersten zu treiben, würde ich ihnen sagen, dass ich nicht als Algerier, Muslim und misstrauischer und stolzer Nationalist geschrieben habe, und hätte ich dies getan, so hätte ich sehr wohl gewusst, was und wie es auf diskrete Weise zu sagen wäre, ich habe vielmehr als menschliches Wesen (Mensch) geschrieben, als ein Kind der Ackerscholle und der Einsamkeit, verstört und mittellos, das nicht weiß, was die Wahrheit ist, in welchem Land sie wohnt, wer sie besitzt und wer sie verteilt. Ich suche sie, und offen gestanden suche ich nichts, ich verfüge nicht über diese Mittel, ich erzähle Geschichten, einfache Geschichten von schlichten Menschen, die das Unglück siebenhändigen Strolchen gegenübergestellt hat, die sich für den Nabel der Welt halten, nach Art derjenigen, die feist grinsend über unseren Köpfen sitzen, die sich unserer Leben und unserer Güter bemächtigt haben, und die als Zuschlag unsere Liebe und unsere Anerkennung beanspruchen. Ich würde ihnen gern sagen, dass mich der bürokratische und frömmelnde Polizeistaat, den sie mit ihren Aktionen unterstützen, nicht so sehr stört wie die Blockade des Denkens. Im Gefängnis sitzen, okay, aber den Kopf frei zum Vagabundieren, das ist es, was ich in meinen Büchern schreibe, das hat nichts Schockierendes oder Subversives.“

    In Camus’ Der Mensch in der Revolte heißt es: „Wer schreibt, trifft schon eine Wahl.“ Und das habe ich auch getan, ich habe mich fürs Schreiben entschieden. Ich habe recht damit gehabt; die Diktatoren fallen um wie die Fliegen.

    Die Revolution und der Palästinakonflikt

    Mit Ihrer Erlaubnis möchte ich zum Ende dieser Rede noch kurz auf die arabischen Revolten und den israelisch-palästinensischen Konflikt eingehen. Wir spüren alle, dass sich seit der tunesischen Jasminrevolution in der Welt etwas geändert hat. Was in der verknöcherten, komplizierten und schwarzseherischen arabischen Welt unmöglich schien, ist nun eingetreten: Die Menschen kämpfen für die Freiheit, sie engagieren sich für die Demokratie, sie öffnen Türen und Fenster, sie blicken in die Zukunft, und diese Zukunft soll erfreulich und soll ganz einfach menschlich sein. Was derzeit geschieht, ist meines Erachtens nicht nur eine Jagd auf alte bornierte und harthörige Diktatoren, und es beschränkt sich nicht auf die arabischen Länder, sondern es kommt eine weltweite Veränderung auf, eine kopernikanische Revolution: die Menschen wollen eine echte universelle Demokratie, ohne Grenzen und ohne Tabus. Alles, was das Leben ramponiert, verarmen lässt, beschränkt und denaturiert, ist dem Gewissen der Welt unerträglich geworden und wird mit aller Macht abgelehnt. Die Menschen lehnen Diktatoren ab, sie lehnen Extremisten ab, die lehnen das Diktat des Marktes ab, sie lehnen den erstickenden Zugriff der Religion ab, sie lehnen den anmaßenden und feigen Zynismus der Realpolitik ab, sie verweigern sich dem Schicksal, auch wenn jenes das letzte Wort haben mag, sie lehnen sich gegen alle Arten von Verschmutzern auf; überall empören sich die Leute und widersetzen sich dem, was dem Menschen und seinem Planeten schadet. Es entsteht ein neues Bewusstsein, und in der Geschichte der Nationen ist das eine Wende, wie man das in Ihrem Land beim Fall der Mauer nannte.

    Im Zuge all dieser Rebellionen wollen auch immer mehr Menschen nicht mehr hinnehmen, dass der älteste Konflikt der Welt, nämlich der israelisch-palästinensische, noch weiter andauert und morgen auch noch unsere Kinder und Enkel betrübt. Wir sind sogar voller Ungeduld und wollen es nicht hinnehmen, dass diese beiden so sehr in der Menschheitsgeschichte verankerten großen Völker auch nur einen Tag länger als Geiseln ihrer kleinen Diktatoren dahinleben, ihrer bornierten Extremisten, ihrer nicht zu entwöhnenden Nostalgiker, ihrer Erpresser und kleinen Provokateure. Wir möchten, dass die beiden Völker frei und glücklich und brüderlich leben. Wir sind davon überzeugt, dass der in Tunis angebrochene Frühling auch in Tel-Aviv, in Gaza, in Ramallah eintreffen wird, er wird nach China kommen und selbst noch weiter. Es ist ein Wind, der in alle Richtungen weht. Bald wird er Palästinenser und Israelis im Zeichen der gleichen Wut vereinen, dann kommt über den Nahen Osten die Wende, und mit herrlichem Getöse werden sämtliche Mauern fallen.

    Das wahre Wunder bestünde aber nicht darin, dass Israelis und Palästinenser eines Tages einen Frieden schließen, denn das könnten sie leicht, innerhalb von fünf Minuten, an einem Küchentisch, und mehr als einmal waren sie auch schon ganz nahe dran; das wahre Wunder wäre vielmehr, dass diejenigen, die sich als Paten, als Tutoren und Berater der beiden Länder aufspielen, ja mehr noch, als unnachgiebige Propheten, endlich einmal aufhören, ihnen ihre eigenen Hirngespinste aufzuladen. Heilige Kriege, ständige Kreuzzüge, ewige Schwüre, geostrategische Heilspläne, all das ist längst passé; Israelis und Palästinenser leben hier und jetzt und nicht in einer mythischen Vergangenheit, die durch sie wieder aufleben müsste. Der Antrag auf Anerkennung eines unabhängigen und souveränen palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967, den Präsident Mahmud Abbas der UNO vorlegt hat, war ein Schlag ins Wasser, das wussten wir bereits im Voraus, doch bin ich der Meinung, dass dieser kleine Schlag, selbst wenn er daneben ging, sich noch als großer Schlag erweisen wird, so entscheidend wie die Selbstverbrennung des jungen Tunesiers Bouazizi, die die arabische Welt entflammte. Zum ersten Mal seit sechzig Jahren haben die Palästinenser nur aus eigenem Willen heraus gehandelt. Sie sind nach New York gekommen, weil sie selbst es wollten, und sie haben niemanden gebeten, diesen Schritt zu genehmigen oder für ihn geradezustehen, weder die arabischen Diktatoren, die wir einen nach dem anderen absägen, noch die Arabische Liga, die nun nicht mehr die Kriegstrommel rührt, noch auch irgendeinen geheimnisvollen Mufti aus einem islamistischen Hinterzimmer.

    Es ist schon ein außergewöhnliches Ereignis: Zum ersten Mal haben Palästinenser wie Palästinenser im Dienste Palästinas agiert und nicht als Instrument im Dienste einer mythischen arabischen Nation oder einer leider sehr reellen dschihadistischen Internationale. Einen Frieden können nur freie Menschen schließen; Abbas ist als freier Mensch gekommen, und er wird das vielleicht wie Sadat mit dem Leben bezahlen, denn es fehlt in der Region nicht an Feinden des Friedens und der Freiheit, die sich nun in die Enge gedrängt sehen. Traurig ist, dass ein Mann wie Obama, dieses wunderbare Bindeglied zwischen den beiden Hemisphären unseres Planeten, dieses nicht verstanden und damit auch die Gelegenheit nicht ergriffen hat, auf die er seit seiner berühmten Kairoer Rede doch gelauert hatte.

    Israel ist ein freies Land, daran zweifelt niemand, es ist eine schöne, eine große, eine erstaunliche Demokratie, und mehr als jedes andere Land braucht es Frieden; der ständige Kriegs- und Alarmzustand, in dem es seit sechzig Jahren lebt, ist nicht mehr tragbar, und das Land muss seinerseits mit den Extremisten brechen und mit all den Lobbys, die aus dem Schutz ihrer fernen Paradiese heraus das Land zu einer Unbeugsamkeit anstiften, die natürlich völlig unfruchtbar ist, und damit das Land in einen Kerker unlösbarer Gleichungen einsperren. Meiner Ansicht nach müssen wir uns alle von dem Gedanken lösen, dass sich ein Friede aushandeln lässt. Aushandeln lassen sich Modalitäten, Formen, Etappen, aber der Frieden selbst ist ein Prinzip; er muss öffentlich verkündet werden, auf feierliche Weise. Man muss sagen: Friede, Schalom, Salam, und sich dann die Hand reichen. Das hat Abbas getan, als er zur UNO gegangen ist, und das hat Sadat getan, als er nach Tel Aviv ging. Ist es ein bloßer Traum, wenn man sich wünscht, dass Netanjahu ein Gleiches tut, indem er zur UNO geht oder nach Ramallah und dort das Prinzip des Friedens verkündet?


    Boualem Sansal, Foto: Markus Kirchgessner © Goethe-InstitutBei dem abgedruckten Text handelt es sich um die Dankesrede von Boualem Sansal für den vom Verein des Deutschen Buchhandels verliehenen Friedenspreis 2011. Die Dankesrede wurde am 16.10.2011 in der Frankfurter Paulskirche gehalten. Mit freundlicher Genehmigung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und von Boualem Sansal.
    Boualem Sansal,
    geboren 1949, zählt zu den bekanntesten algerischen Schriftstellern der Gegenwart und schreibt auf Französisch. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden.

    Übersetzung: Frank Wynne
    Copyright: Goethe-Institut e. V., Fikrun wa Fann
    Juni 2012

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