Foto: Kai Wiedenhöfer

    Vergangenheitsbewältigung

    Editorial

    Nur wenige Gesellschaften haben das Glück, eine wirklich unproblematische, gewaltfreie Vergangenheit zu haben. Selbst in Staaten, die keinen Krieg geführt haben und vorbildliche Demokratien sind, finden sich häufig dunkle Flecken. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Bewältigung der Vergangenheit durch Politik und Recht

    Mit dem Kurswort ‚Vergangenheitsbewältigung’ ist ein durchaus alter Sachverhalt angesprochen. Denn das Problem, mit den Folgen eines als illegitim angesehenen Herrschaftssystems politisch und rechtlich umzugehen, hat sich für Nachfolgerstaaten immer wieder gestellt. Von Peter ReichelMehr ...
    Inschriften an einer Zellenwand im EL-DE-Haus in Köln. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Über die Erinnerung stolpern
    Das NS-Dokumentationszentrum in Köln

    Seit 1979 gibt es in Köln eine einzigartige Gedenkstätte und Forschungseinrichtung, die an eine spezifische Form des nationalsozialistischen Machtapparates erinnert: den bürokratischen und physischen Terror der Geheimen Staatspolizei. Von Simone FalkMehr ...
    Gedenkstätte an einem Bahnhof in Łódź, Polen, in Erinnerung an die Juden im Ghetto Łódź, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Erinnerung – aber wie?
    Polen als Beispiel der Vergangenheitsbewältigung eines Opferstaates

    „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“, verkündet eine Tafel im Museum des Vernichtungslagers in Auschwitz die Worte des Philosophen George Santayana. Doch was heißt „Vergangenheit erinnern“, wenn – wie uns die Lektüre der zahlreichen Erinnerungen derjenigen lehrt, die sie erlebt haben – das Erinnern ein dynamischer Prozess ist? Von Stanisław StrasburgerMehr ...
    Anna Boghiguian: Zeichnungen, die bei der dOCUMENTA (13) ausgestellt wurden. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Sich dem Schmerz des Feindes stellen
    Arabische Reaktionen auf den Holocaust

    Von den fünfziger bis in die neunziger Jahre ist der Holocaust in den arabischen Diskursen weitgehend vernachlässigt worden. Im Gegensatz dazu ist das vergangene Jahrzehnt durch eine wachsende Anerkennung des Holocaust als historische Tatsache gekennzeichnet, die das kollektive Gedächtnis der Juden geprägt hat. Von Götz NordbruchMehr ...
    Gedenkstätte Berliner Mauer. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Vergangenheitsbewältigung braucht Demokratie
    Demokratie braucht Vergangenheitsbewältigung

    Herbert Ziehm hat als stellvertretender Leiter der Behörde, die die Stasi-Akten der DDR beaufsichtigte, große Erfahrung mit der Bewältigung von Diktaturen. Im Interview betont er, wie eng Demokratie an eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit geknüpft ist. Von Herbert Ziehm / Albrecht MetzgerMehr ...
    Arbeiter färben Leder in der Altstadt von Fes, Marokko. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Blick zurück nach vorn
    Marokko ringt um sein postkoloniales Selbstverständnis

    Die Geschichte muss nicht neu geschrieben werden, aber sie gehört zu den wichtigsten Bausteinen für eine Neugestaltung von Staat und Gesellschaft nach den arabischen Revolutionen. Das gilt auch für Marokko, wo die sogenannte Wahrheits- und Versöhnungskommission die Vergangenheitsbewältigung von oben angestoßen hat. Von Sonja HegasyMehr ...
    Dalila Dalléas Bouzar: ‚Soldier, October 1988’. Bleistift und Kreide auf Papier. Aus dem Katalog: Algérie année 0 ou quand commence la mémoire, Éditions Barzakh, Algier 2012. © Goethe-Institut

    Die zusammengesetzte Vergangenheit der Zukunft
    Ein Interview

    Vor fünfzig Jahren, am 5. Juli 1962, wurde Algerien offiziell ein unabhängiger Staat. Der Befreiungskrieg von 1954 bis 1962 und der Bürgerkrieg der 1990er Jahre waren extreme kollektive Gewalterfahrungen, die die algerische Gesellschaft bislang kaum aufarbeiten konnte. Von Dalila Dalléas Bouzar / Martina SabraMehr ...
    Anhänger von Mubarak bekunden ihre Loyalität: Eine Frau hält ein Foto von Hosni Mubarak hoch. In dem Gerichtsgebäude im Hintergrund wurde der ehemalige Präsident am 2. Juni 2012 zu lebenslanger Haft verurteilt. Foto: Philipp Spalek © Goethe-Institut

    Der Kampf um das historische Gedächtnis in Ägypten

    Mit der Absetzung Mubaraks im Februar 2011 wurde der Kampf um die Geschichtsschreibung eröffnet. Dieser Kampf wird vorwiegend im Hinblick auf die Ereignisse seit dem Ausbruch der Revolution des 25. Januar geführt. Aber es sind auch Bemühungen daran beteiligt, die ägyptische Geschichte der vergangenen sechzig Jahre neu zu schreiben. Von Judy BarsalouMehr ...
    Demonstranten hören sich am 8. April 2011 auf dem Tahrir-Platz eine Rede an. Foto: Mosa’ab Elshami. Aus der Ausstellung Cairo: Open City im Museum für Photographie in Braunschweig (bis zum 23. Dezember 2012). www.cairo-open-city.com © Goethe-Institut

    Vergangenheitsbewältigung in der iranischen Literatur seit der Islamischen Revolution

    Mangels Pressefreiheit – und trotz Zensur – dient in Iran und im iranischen Exil die Literatur, vor allem die Erzählprosa, der Diskussion über den Weg zur Modernisierung, über die nationale Identität sowie das zu bewahrende Erbe einerseits und über abzuwerfende Lasten andererseits. Von Kurt ScharfMehr ...
    Die Särge der in Syrien getöteten Soldaten werden an ihre Familien übergeben. Foto: Kai Wiedenhöfer © Goethe-Institut

    Syrien: Das Erbe von Baath-Partei und Assad-Regime
    Herausforderungen der Übergangsphase und die Gefahr eines Bürgerkrieges

    „Die alawitische Religionsgemeinschaft muss ausgerottet werden.“ Dieser befremdliche Aufruf wurde vor einiger Zeit auf einigen Facebook-Seiten syrischer Aktivisten verbreitet, insbesondere auf jenen mit religiöser Prägung. Von Ahmad HissouMehr ...

    PANORAMA

      Installation von Walid Raad bei der dOCUMENTA (13) in Kassel. Foto: Anders Sune Berg / dOCUMENTA (13). © Goethe-Institut

      Zwischen Kunst und Politik
      Arabische Positionen auf der dOCUMENTA (13)

      Die auf der dOCUMENTA (13) in Kassel vorgestellten Kunstwerke arabischer Provenienz sind oft gesellschaftskritisch und politisch engagiert. Die arabischen Revolutionen bilden auch einen „Nervenstrang“ im zentralen Ausstellungsraum der dOCUMENTA, dem „Gehirn“, wobei die globale Signifikanz des Arabischen Frühlings betont wird. Von Lotte FasshauerMehr ...
      Die dOCUMENTA (13) in Kabul. Foto: Martin Gerner © Goethe-Institut

      Die dOCUMENTA (13) in Kabul
      Wunsch und Wirklichkeit einer Kunstschau zum Thema Krieg

      Die Documenta in Kassel gilt als die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst. In diesem Jahr war zum ersten Mal Afghanistan ein Schwerpunkt des Ausstellungsprogrammes. Welche Auswirkungen hat die Documenta auf die afghanische künstlerische und kulturelle Identität? Von Martin GernerMehr ...

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