Foto: Kai Wiedenhöfer

    Kultur und Klima

    © Charlotte Collins

    Editorial

    Klimawandel und Umweltverschmutzung zählen zu den drängendsten Problemen der Gegenwart, und zwar überall auf der Welt. Den daraus resultierenden Gefahren entgegenzutreten, ist jedoch schwierig und erfordert eine Entschlossenheit, die die Menschheit – noch – vermissen lässt. Die Gründe dafür sind vielfältig und sie sind nicht nur materieller, sondern auch kultureller Natur. Von Stefan WeidnerMehr ...
    Rohöl in einem Sammelbecken im Bundesstaat Bayelsa, Nigeria, 2011. Aus der Ausstellung Letzte Ölung Nigerdelta am Staatlichen Museum für Völkerkunde, München, 16.11.2012 - 15.09.2013. Foto: Timipre Willis-Amah © Goethe-Institut

    Aufruf zum Öko-Dschihad
    Die islamische Umweltbewegung

    Seit Ende der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelte sich eine Auseinandersetzung muslimischer Intellektueller mit einer islamischen Umwelt-Theologie. Verschiedene Koranverse werden ökologisch interpretiert und es wird aufgezeigt, dass auch in der Sunna des Propheten Muhammads Hinweise auf die Notwendigkeit einer umweltbewussten Lebensweise zu finden sind. Von Monika ZbidiMehr ...
    Müllsammler am Ufer des Flusses Solo in Java. Aus der Ausstellung des Goethe-Institutes RiverScapes. Foto: Budi N. D. Dharmawan © Goethe-Institut

    „Wir müssen unseren Garten bestellen“
    Kulturelle Dimensionen globaler Umweltfragen

    Der Wunsch nach einer sauberen Umwelt und weniger Emissionen mag angesichts des Kampfes um das nackte Überleben in vielen Teilen der Welt oft als Luxus erscheinen. In Wahrheit kommt jedoch niemand darum herum, über Umweltfragen nachzudenken. Die zukünftige Gestaltung des Lebens auf unserem Planeten ist nicht nur ein technischer und ökonomischer, sondern vor allem auch ein kultureller Prozess. Von Susanne StemmlerMehr ...
    Eine Fähre für Schulkinder auf dem Fluss Solo in Java. Aus der Ausstellung des Goethe-Institutes RiverScapes. Foto: Budi N. D. Dharmawan © Goethe-Institut

    Im Modus des Futur Zwei denken
    Klimawandel als Gesellschaftswandel

    Der Klimawandel zwingt uns, unseren von Hypermobilität geprägten Lebensstil zu überdenken. Dies stellt auch eine Chance dar und führt uns zu der Frage: Wie wollen wir eigentlich leben? Von Claus LeggewieMehr ...
    Der See Mývatn in Nordirland. Als abgeschiedene Vulkaninsel im Atlantik ist Island einer der saubersten Orte der Welt. Das Wasser stammt aus naturbelassenen Quellen und Gletschern, wird durch Vulkangestein gefiltert und ist daher außergewöhnlich rein. Foto: Charlotte Collins © Goethe-Institut

    Klima der Zukunft
    Warum es so schwer ist, auf den Klimawandel zu reagieren

    Der Klimabegriff impliziert Bewirken und Erdulden; diese Ambivalenz teilt er mit dem Kulturbegriff selbst. Fällt es darum so schwer, konkrete Maßnahmen zu beschließen, die den Klimaschutz gleichsam kulturell implementieren? Von Thomas MachoMehr ...
    La Jamais Contente im Jahre 1899, seinerzeit das schnellste Fortbewegungsmittel. Foto: Archiv © Goethe-Institut

    Klima, Öko und grüne Technik
    Wie sich die Umweltprobleme in der Sprache niederschlagen

    Das Bewusstsein für Umweltprobleme seit den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hat in den Gesellschaften, in denen diese Probleme viel diskutiert werden, auch eine eigene Sprache hervorgebracht. Besonders das Deutsche ist reich an neuen Wörtern, die sich der Umweltproblematik verdanken. Von Rolf-Bernhard EssigMehr ...
    Thingvellir Nationalpark, Island. Foto: Charlotte Collins © Goethe-Institut

    Ist der Klimawandel ein Thema für die Literatur?
    Über mein Buch EisTau

    Obwohl der Klimawandel eines der dringendsten Probleme der Gegenwart ist, gibt es nur wenige literarische Auseinandersetzungen mit diesem Thema. Eine Ausnahme bildet Ilija Trojanows Roman EisTau. Im folgenden Text erläutert der Autor, warum er sich dieses Themas angenommen hat. Von Ilija TrojanowMehr ...
    Straßenszene aus Java. Aus der Ausstellung des Goethe-Institutes RiverScapes. Foto: Budi N. D. Dharmawan © Goethe-Institut

    Gärten im Islam
    Eine Tradition zum Schutz für die Umwelt?

    Der Orient war – jedenfalls in Spätantike und Mittelalter – für seine Gartenbaukunst berühmt. Kultur und Natur finden darin aufs Schönste zusammen, zum Nutzen von Mensch und Natur gleichermaßen. Heutzutage ist die orientalische Gartenkunst durch Verstädterung und Bevölkerungswachstum bedroht, bietet aber zugleich zahlreiche Anknüpfungspunkte für einen sinnvollen Umgang mit der Natur in der Zukunft. Von Eckart EhlersMehr ...
    Eine Frau auf einem Motorrad. Aus der Ausstellung Augenblick Afghanistan am Staatlichen Museum für Völkerkunde, München, 16.11.2012 - 15.9.2013. Foto: Nasim Seyamak © Goethe-Institut

    Ich verschmutze, also bin ich
    Die Umweltproblematik in Afghanistan

    Afghanistans Umweltprobleme sind nicht wesentlich geringer als seine Sicherheitsprobleme, vielmehr hängt beides unmittelbar zusammen. Zaghafte Versuche der Umweltbehörden treffen auf ein geringes Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Dabei haben die Afghanen traditionell eine enge Beziehung zur Natur. Von Taqi AkhlaqiMehr ...
    Ein deutscher Soldat und ein afghanisches Kind lassen einen Drachen steigen. Aus der Ausstellung Augenblick Afghanistan am Staatlichen Museum für Völkerkunde, München, 16.11.2012 - 15.9.2013. Foto: Bundeswehr © Goethe-Institut

    Wir sitzen alle im selben Boot
    Interview mit Kazim Homayun

    Im Interview mit dem Planungschef des Nationalen Umweltschutzamtes von Afghanistan (NEPA – National Environmental Protection Agency) haben wir gefragt, wie die offiziellen Bemühungen um die Umwelt in Afghanistan aussehen und mit welchen Hindernissen die Umweltschützer konfrontiert sind. Von Taqi AkhlaqiMehr ...
    Graffiti-Darstellung des inhaftierten palästinensischen Politikers Marwan Barghouti auf der Sperrmauer zwischen dem Westjordanland und Israel, in der Nähe des Kalandia Checkpoints. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

    Klimawandel in Palästina und der arabischen Welt
    Ein Überblick

    Die gegenwärtigen Umweltprobleme stellen eine der größten weltweiten Herausforderungen dar. Zweifellos sind sich die arabische Welt und Palästina der Dringlichkeit dieser Probleme bewusst. Dennoch stehen oft die innerstaatlichen Belange im Vordergrund und beschränken so die Möglichkeiten, auf die Herausforderungen und Bedrohungen angemessen zu reagieren. Von Ziad Mimi und Nidal KatibaMehr ...
    Diese Luftaufnahme aus dem Hochland von Iran zeigt die Ausmaße von geologischen und klimatischen Vorkommnissen. Die Berge ertrinken in ihrem eigenen Schutt. Foto: Georg Gerster. Aus Paradise Lost: Persia from Above von Georg Gerster © Phaidon, London 2008

    Klima- und Landschaftswandel im Orient
    Das Hochland von Iran

    Der Klimawandel bedroht weniger die reichen Länder des Nordens als die des Südens und des Nahen und Mittleren Ostens. Dennoch weiß man nur wenig darüber, wie der Klimawandel in den bedrohtesten Gebieten konkret aussieht. Der folgende Beitrag erläutert die Bedrohungen am Beispiel des Hochlandes von Iran. Von Eckart EhlersMehr ...
    Ein junger Mann bei einer Protestkundgebung am Isaac-Adaka-Boro-Tag, in Gedenken an den verstorbenen Aktivisten, der sich für Minderheitenrechte im Nigerdelta einsetzte. Kalama, Nigeria, 2005. Aus der Ausstellung Letzte Ölung Nigerdelta am Staatlichen Museum für Völkerkunde, München, 16.11.2012 - 15.9.2013. Foto: George Osodi © Goethe-Institut

    Real Energy World
    Die dunkle Seite des Normalbetriebs

    Wenn man hierzulande von Erdöl spricht, erhitzen sich die Gemüter meist am Anstieg der Ölpreise. Die Produktionsbedingungen interessieren in der Regel nicht, und auch die Medien richten ihren Blick nur ungern auf das Desaster, das die Ölproduktion in einigen der Förderländer verursacht. Nach Afrika schaut man nicht gerne, schon gar nicht, wenn wir von der Katastrophe profitieren. Von Eva UrsprungMehr ...
    Jan Zalasiewicz und die Katze Philou, 11.1.2013. Foto: Sebastian Bolesch © Haus der Kulturen der Welt

    Mensch oder Natur?
    Die Vorstellung vom Anthropozän

    In einer großangelegten Veranstaltungsreihe widmet sich das Haus der Kulturen der Welt in Berlin der Vorstellung vom Anthropozän, dem Erdzeitalter des Menschen. Natur und Klima sind nicht mehr im ursprünglichen Sinn natürlich, sondern vom Menschen gemacht. Was bedeutet dies für unser Selbstverständnis? Unser Mitarbeiter hat die Eröffnungsveranstaltungen in Berlin besucht. Von Alem GrabovacMehr ...
    In der Stadt Afiesere, im Bezirk Warri North des Nigerdelta, backen Stammesangehörige des Urhobo in der Hitze der Gasflamme ‘krokpo-garri’. Die Shell Petroleum Development Company eröffnete dieses Auffangbecken 1961. Die Lebenserwartung dieser Menschen ist kurz, da die Schadstoffe aus den Fackeln enorme Gesundheitsprobleme verursachen. Aus der Ausstellung Letzte Ölung Nigerdelta am Staatlichem Museum für Völkerkunde, München, 16.11.2012 - 15.09.2013. Foto: Ed Kashi © Goethe-Institut

    „Frauen sind stärker verwundbar“
    Ein Interview mit Marion Rolle über Gender und Klimawandel

    Der Klimawandel trifft Frauen stärker als Männer. Die Koordinatorin des Netzwerks „GenderCC – Women for Climate Justice“, Marion Rolle, fordert Geschlechtergerechtigkeit in der Klimapolitik. Ein Gespräch über Differenzen, lokale Lösungen und viel Nachholbedarf. Von Sonja PeteranderlMehr ...

    PANORAMA

      Ein Mitglied der Freien Syrischen Armee (FSA) rennt durch die Trümmer Sheikh Saids, einer ärmlichen Gegend südlich von Aleppo, kurz nach einem Luftangriff. Mohammed Rias Kiru, 37, bekannt als Sheikh Na’aimi, ist der Befehlshaber dieser Einheit. Syrien, Januar 2013. Foto: Kai Wiedenhöfer © Goethe-Institut

      Den inklusiven Blick wagen
      Laudatio auf die Ibn-Rushd-Preisträgerin Razan Zaitouneh

      Ende 2012 erhielt die syrische Menschenrechtsaktivistin den Ibn-Rushd-Preis. Udo Steinbach hat die Laudatio gehalten und erläutert die weltpolitischen Hintergründe von Razan Zaitounehs Wirken und die Hintergründe des Preises. Von Udo SteinbachMehr ...
      Orientalische Realität spiegelt den westlichen orientalischen Traum: Grabsteine der Saadier-Dynastie in Marrakesch. Foto: Stefan Weidner © Goethe-Institut

      Vom Morgenland des Gefühls zur Verzerrung des Islams
      Über die deutschen Übersetzungen klassischer islamischer Literatur

      Warum erscheint den Deutschen die klassische orientalische Poesie noch immer so blumig? Es liegt an den Übersetzungen ins Deutsche. Diese orientieren sich nämlich immer noch am achtzehnten Jahrhundert, als die Mär aufkam, bei den islamischen Dichtern handele es sich um empfindsame Gefühlsgenies und Romantiker. Von Stefan WeidnerMehr ...
      Mädchen auf einer Schaukel während der Nouruz-Festlichkeiten in Kabul. Aus der Ausstellung Augenblick Afghanistan am Staatlichen Museum für Völkerkunde, München. 16.11.2012 - 15.9.2013. Foto: Najibullah Musafer © Goethe-Institut

      Augenblick Afghanistan
      Angst und Sehnsucht in einem versehrten Land

      Das Staatliche Museum für Völkerkunde München zeigt noch bis zum 15. September 2013 die Ausstellung Augenblick Afghanistan. Den Kuratoren ist ein einfühlsames Porträt gelungen, welches in ganz neuen Perspektiven Alltagseindrücke deutscher Bundeswehrsoldaten mit denen einheimischer Fotografen verbindet. Von Nouria Ali-TaniMehr ...
      Jamil Ahmad. Foto: Fauzia Minallah © Hoffmann und Campe

      Bevor die Taliban kamen

      Der Pakistaner Jamil Ahmad schildert in Erzählungen aus den siebziger Jahren die unbekannte Welt der pakistanischen Stammesgebiete. Von Stefan WeidnerMehr ...

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