Erinnerungsforschung

Monika Flacke; Copyright: privatKurzbiografien

Assmann, Aleida (2007); Foto: Endrik Lerch Ascona

Aleida Assmann, 1947 in Bethel bei Bielefeld geboren, studierte Anglistik und Ägyptologie in Heidelberg und Tübingen. Zwischen 1968 und 1975 war sie, gemeinsam mit ihrem Mann, mehrmals zu Ausgrabungen in Oberägypten. 1977 promovierte sie sowohl in Anglistik als auch in Ägyptologie. 1992 wurde sie an der neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg habilitiert. 1993 wurde sie auf den Lehrstuhl für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft der Universität Konstanz berufen. Gastprofessuren führten sie unter anderem an die Rice University Texas, die Eliteuniversitäten Princeton und Yale sowie die Universität Wien.
Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört seit den 1990er Jahren die Kulturanthropologie mit den Themen kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen.
doppelter Rechts-Pfeil Erinnerung und Gedächtnis Deutsche Flagge Englische Flagge
doppelter Rechts-Pfeil Die Erinnerungsexpertin: Aleida Assmann – Literatur- und KulturwissenschaftlerinDeutsche Flagge Englische Flagge
Dr. Gabriele Camphausen; Copyright: Gabriele Camphausen

Dr. Gabriele Camphausen, geb. 1957 in Bonn, Studium der Osteuropäischen und Neueren Geschichte sowie Slawistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Freien Universität Berlin, Promotion zur historischen deutschen Rußlandforschung in der NS-Zeit.
Wissenschaftliche Mitarbeit bei Ausstellungsprojekten (Topographie des Terrors, Museum Berlin-Karlshorst), Wissenschaftliche Leiterin der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Geschäftsführende Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, seit Dezember 2002 Fachbereichsleiterin für Politische Bildung bei der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU).
Seit 1998 Vorsitzende des Vereins Berliner Mauer (Trägerverein der Gedenkstätte Berliner Mauer).
Schwerpunkte: Auseinandersetzung mit Diktaturgeschichte und ihren Folgen, Fragen der Erinnerungskultur und -politik.
doppelter Rechts-Pfeil Konstruktion der Erinnerung – Umgang mit der deutschen Diktatur-ErfahrungDeutsche Flagge Englische Flagge
Annette Eberle; Copyright: Annette Eberle

Annette Eberle ist freiberuflich als Historikerin und Pädagogin tätig. Sie hat Publikationen zur Geschichte des Nationalsozialismus sowie zur Gedenkstätten- und Medienpädagogik veröffentlicht. Sie arbeitet zur Zeit an der Erstellung von didaktischen Multimediaproduktionen. Zu dem Themenschwerpunkt Nationalsozialismus im Film hat sie das Goethe Institut schon mehrmals fachlich beraten.
doppelter Rechts-Pfeil Spielfilme als historisches Gedächtnis Deutsche Flagge Englische Flagge
Monika Flacke; Copyright: privat

Prof. Dr. Monika Flacke, Sammlungsleiterin für Kunst und Photographie und Ausstellungskuratorin im Deutschen Historischen Museum, Berlin, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Marburg, München und Hamburg.
Kuratorin wichtiger Ausstellungen u.a.
- Auftrag: Kunst. Bildende Künstler in der DDR zwischen Ästhetik und Politik.
- 1949–1990, Deutsches Historisches Museum 1995.
- Mythen der Nationen. Ein europäisches Panorama, Deutsches Historisches Museum 1998.
- Mythen der Nationen. 1945. Arena der Erinnerungen, Deutsches Historisches Museum 2005.
Sie ist u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirates: Verein Berlin Mauer. Gedenkstätte und Dokumentationszentrum e.V. (Bernauer Straße) und der Arbeitsgruppe Berliner Mauer zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Erweiterung der Gedenkstätte und war Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zur Schaffung eines Geschichtsverbundes "Aufarbeitung der SED-Diktatur" 2006. Sie beschäftigt sich u.a. mit Ausstellungstheorie und ist seit 2006 Lehrbeauftragte an der Universität Oldenburg.
doppelter Rechts-Pfeil Geschichtsausstellungen - Zur Konstruktion von Wirklichkeit Deutsche Flagge Englische Flagge
Foto: Volker Wiciok/Lichtblick

Prof. Dr. Norbert Frei, geboren 1955 in Frankfurt am Main, ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des „Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts“. Von 1979 bis 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München, danach bis 2005 Lehrstuhlinhaber an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte des "Dritten Reiches" und der Bundesrepublik. Dabei gilt seine besondere Aufmerksamkeit der politischen Kulturgeschichte, der Medien- und Unternehmensgeschichte sowie dem Verhältnis von Zeitgeschichte und kollektiver Erinnerung.
Zahlreiche Bücher, darunter ›Der Führerstaat‹ (8. erw. Auflage 2007); ›Vergangenheitspolitik‹ (4. Aufl. 2003), ›Hitlers Eliten nach 1945‹ (5. Aufl. 2007, Hrsg.); ›1945 und wir‹ (2. Aufl. 2005).
Lehrstuhl Prof. Dr. Norbert Frei
Tobias Freimüller, Copyright: Freimüller

Dr. des. Tobias Freimüller, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Norbert Frei) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er promovierte 2007 mit einer Arbeit zu Biographie und Wirkungsgeschichte des Psychoanalytikers und Sozialpsychologen Alexander Mitscherlich. Sein jetziges Forschungsprojekt trägt den Titel "Rekonstruktion und Neuanfang nach dem Holocaust. Frankfurt am Main als Zentrum jüdischen Lebens in Europa". Homepage
doppelter Rechts-Pfeil Exportschlager "Vergangenheitsbewältigung"?Deutsche Flagge Englische Flagge
Professor Dr. Constantin Goschler; Copyright: privat

Prof. Dr. Constantin Goschler, geboren 1960 in Göppingen/Württ, studierte an der LMU München Geschichte, Germanistik und Geographie. Er ist seit September 2006 Professor für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Die Thematik von Wiedergutmachung und transitional justice bildet einen seiner Forschungsschwerpunkt. Unter seinen Publikationen befinden sich Titel wie z.B. Schuld und Schulden. Die Politik der Wiedergutmachung für NS-Verfolgte nach 1945, Göttingen, 2005.
doppelter Rechts-Pfeil Transitional Justice und Wiedergutmachung Deutsche Flagge Englische Flagge
Gottfried Kößler; Copyright: Gottfired Kößler

Gottfried Kößler ist Leiter der pädagogischen Abteilung des Fritz Bauer Instituts– Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt am Main. Seine Arbeitsschwerpunkte sind neben der Lehrerbildung das historische Lernen in der Migrationsgesellschaft, die Gedenkstättenpädagogik und die Medienpädagogik. Er ist seit 1983 Gymnasiallehrer mit den Fächern Deutsch, Geschichte und Politik. In den 1980er Jahren "Lehrer im Museum" am Historischen Museum Frankfurt, Mitarbeit in der AG "Spuren Jüdischen Lebens in Frankfurt". Ab 1989 Mitarbeit am Aufbau des Fritz Bauer Instituts. Mitbegründer des Vereins "Jugendbegegnungsstätte Anne Frank", seither Mitarbeit an der Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts. 2003 – 2006 Entwicklung der Ausstellung "Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland" mit dem Anne Frank Haus Amsterdam und dem Anne Frank Zentrum Berlin. 2006 Mitarbeit im Projekt "Aus der Geschichte lernen?" zur Vermittlung zwischen Gedenkstättenpädagogik und Demokratielernen. Zuletzt Mitherausgabe des Jahrbuchs 2006 des Fritz Bauer Instituts: "Neue Judenfeindschaft? Perspektiven für den pädagogischen Umgang mit dem globalisierten Antisemitismus".
doppelter Rechts-Pfeil NS-Geschichte – ein Weg zum Demokratielernen? Deutsche Flagge Englische Flagge