Helden

Demonstration gegen den Vietnam-Krieg 1968 in Berlin / APO-Sprecher Rudi Dutschke (links), Gaston Salvatore(rechts)

In der Bundesrepublik verloren

Szenen aus einer anderen Zeit

Der junge Mann, der im Frühjahr 1967 verlegen in der Küche von Rudi Dutschkes Wohnung in Berlin steht und beobachtet, wie er die Bücher vom Küchentisch wegräumt, bin ich. Es gilt die vierzig Jahre, die dazwischen liegen, zu überspringen. Ich erkenne mich in dem großen, dunkelhaarigen, schüchternen Studenten nicht wieder. Ich kenne ihn nur noch von den vielen Photos, die es von ihm gibt. Es fällt mir leichter, mir Rudi Dutschke zu vergegenwärtigen. Ihm gehörte jene Zeit. Und gewiss nicht nur, weil er jung starb. Von Gaston SalvatoreMehr ...
Rudi Dutschke, am 6. März 1968 in der Aula der Halenpaghenschule im niedersächsischen Buxtehude am Rednerpult.
Cop: picture-alliance / dpa

Dutschke und die „68er“-Bewegung in Deutschland

Das markante Profil des legendären Studentenführers Rudi Dutschke hat sich bei den Deutschen bis heute eingeprägt. Viele sehen oder sahen in dem intellektuell-rhetorisch und agitatorisch begabten Dutschke einen Revolutionshelden, ein Idol. Andere sehen in Dutschke einen entschiedenen Gegner der liberalen Demokratie. Von Gerd LangguthMehr ...
Der hessische Umweltminister Joschka Fischer (Grüne, M) am 3. Oktober 1986

Das Phänomen Joschka Fischer

Seine Rolle ist mit der keines anderen Bundespolitikers vergleichbar. Im Verhältnis zu seinen Kollegen ist sein Karriereverlauf völlig atypisch. Er ist als politischer Autodidakt gestartet und nach erheblichen Umwegen bis an die Staatsspitze vorgedrungen. Er genoss und genießt noch immer in der Bevölkerung eine außerordentlich hohe Popularität und er ist über zwei Jahrzehnte lang der machtpolitische Motor seiner Partei gewesen. Von Wolfgang Kraushaar.Mehr ...