"Mein 68"

Ihr "68"? Schreiben Sie uns!

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    Dr. Friederike Hausmann

    Das einzige, was mir dazu einfällt, ist Marquis Posa: "Sagen Sie ihm, dass er für die Träume seiner Jugend soll Achtung tragen, wenn er Mann sein wird...". (Friedrich Schiller, Briefe an Don Karlos, Achter Brief)Mehr ...

    Prof. Dr. Ute Gerhard

    Die erste Frage, die mich bewegt, ist, wer gehört eigentlich dazu? Nur die, die damals im SDS oder auf der Straße waren? – Ich selbst bin in jener Zeit im mütterlichen Windelgeschäft untergegangen, denn meine drei Töchter wurden 1967 und 1969 (Zwillinge) geboren.Mehr ...

    Dr. Wolfgang Thierse

    Das Jahr 1968 ist für mich mit doppelter Erinnerung verbunden: Es gab ja nicht nur die so genannte Studentenrevolution im Westen, sondern auch den Prager Frühling! Den Versuch eines „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ habe ich mit größerer Aufregung und Hoffnung verfolgt. Mehr ...

    Hans-Christian Ströbele

    Wie ich die 68er damals empfunden habe? Ich konnte sie nicht empfinden, weil es sie gar nicht gab. Schon den Begriff kannte niemand. Er ist erst viel später entstanden. Keiner kann heute genau sagen, wer und was damit gemeint sein soll. Mehr ...

    Zafer Şenocak

    1968: Mein Vater gibt eine konservative politische Zeitschrift in Istanbul heraus. Er ist ein strammer Antikommunist. Die Stimmung ist aufgeheizt. Sein Büro ist in der Altstadt gegenüber dem Studentenverein, der von rechtsgerichteten Studenten kontrolliert wird. Mehr ...

    Said

    mit 17 kam ich nach deutschland; das verwirrte kind wurde von der rebellion aufgenommen und getröstet. seither versucht das kind, die frage zu begreifen, die am anfang jeder revolte steht. Mehr ...

    Prof. Dr. Luise F. Pusch

    Wie ich die „68er“ damals als Studentin in Hamburg empfunden habe? – Die berühmte Aktion mit dem Transparent „Unter den Talaren / der Muff von tausend Jahren“ fand ich sehr gut. Der frische Gegenwind für die starren patriarchalen Strukturen der Universität war überfällig. Mehr ...

    Dr. Martin Peltzer

    1968 arbeitete ich in Mannheim als Mitglied des Vorstandes der Zellstoff-Fabrik Waldhof, der damals zweitgrößten Zellstoff- und Papierfabrik Deutschlands mit etwa 10.000 Beschäftigten. Ich habe damals – schon wegen ihres äußeren Auftretens – wenig Sympathie für die 68er gehabt. Mehr ...

    Dr. Bahman Nirumand

    Die Solidarität, die in den 60er/70er Jahren der so genannten Dritten Welt schwärmerisch entgegen gebracht wurde, entsprang nur bei wenigen aus politischer Einsicht und Überzeugung, sie speiste sich vielmehr aus einem sehnsuchtsvollen Romantizismus, sie spiegelte die exotischen Sehnsüchte einer zornigen, rebellierenden Jugend, die dem eigenen Dasein entfliehen wollte und nach Weggefährten Ausschau hielt.Mehr ...

    Franziska Becker

    Die „68er“ bedeuteten für mich die Befreiung vom selbstgefälligen, heuchlerischen Spießertum (und so manchem sadistischen Alt-Nazi-Lehrer). Ich erinnere mich außerdem an lustige, verrückte Klamotten und hübsche Männer mit langen Haaren. Mehr ...

    Rachid Al Daif

    In der Studentenrevolte sahen wir, die libanesischen Linken, eine enorme Unterstützung für den Weg der Moderne und des Säkularismus, den die arabischen Gesellschaften, wie wir glaubten, festen und sicheren Schrittes gehen würden. Mehr ...

    Mohammed Bennis

    Immer wieder weht der Wind des Mai 1968 durch meine Texte und meine Fantasie. Manchmal nehme ich ihn wahr, wie er in meinem Inneren spielt. Manchmal begegne ich ihm in einem Gedicht oder einem Text. Er verschwindet nie. Mehr ...

    Barbara Klemm

    Die „68er“ waren für mich aus verschiedenen Gründen eine große und wichtige Aufbruchbewegung. Denn sie haben zum einen wesentlich dazu beigetragen, dass in der gesamten Gesellschaft endlich über den Nationalsozialismus diskutiert wurde. Mehr ...

    Von Majidb (wahrer Name unbekannt, Anm. d. Red.)

    1968 war ich in Südvietnam, wo ich erst bei der Tet-Offensive dabei war und später bei der Verteidigung Saigons.Mehr ...