Programm
Die Grenzen des neuen Europa

Gespräch
18.04.2008
21.00 Uhr
Münchner Kammerspiele Nachtlinie


Abschlussveranstaltung

Die Grenzen des neuen Europa

„Sind wir Bürger Europas?“ lautet der Titel von Etienne Balibars neuem Buch. „Manche mehr, manche weniger und manche gar nicht...“ könnte man antworten – ein ernüchterndes Fazit, wenn man bedenkt, dass Migranten und Migrantinnen seit Jahrzehnten in Europa leben. Vor allem die Integration und Erweiterung der Europäischen Union hat eine Bandbreite neuer Bürgerrechtstitel produziert: vom „Schengenbürger“ bis hin zum „Drittstaatler“ und „Illegalen“.

Imperiale Erweiterungsbestrebungen Europas

Dabei ist schon lange nicht mehr klar, wo Europa anfängt und aufhört. Gerade die Migrationspolitik ist ein wichtiger Motor für immer weitererreichende imperiale Erweiterungsbestrebungen. So reicht die EU-Politik durch Rückführungsabkommen mittlerweile bis nach China oder in den Senegal.
Was tut sich im Innern und an den Rändern des neuen Europas? Und wie lässt sich die gerade im Entstehen begriffene europäisierte Migrationspolitik beurteilen? Bedeutet Europa noch Hoffnung oder institutionalisiert die EU neue „Apartheidsstrukturen“? In welchem Verhältnis steht also Europa in Gestalt der Europäischen Union und die Migration zueinander? Ließe sich die Geschichte der europäischen Integration gar als eine Geschichte der Bewegung der Migration erzählen?

Gesprächsteilnehmer:

Michael Bommes
Vassilis Tsianos

Moderation: Regina Römhild
lehrt und forscht zu den Themenbereichen Migration und Tourismus, Transnationalisierung und Europäisierung in Deutschland und Griechenland.