Kultur und Entwicklung

„Konferenz Kulturmanagement“

Banner Konferenz Kulturmanagement
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Das Goethe-Institut veranstaltete mit seinen Partnern am 28. und 29. November 2012 in den Räumen des Medienpartners Verlag Der Tagesspiegel, Berlin, eine internationale Konferenz zum Thema Kulturmanagement.

Eindrücke und Rückblicke

Fotos: Bernhard Ludewig; Ideenskizzen: Bernhard Ludewig, Aurélie Frank und Hans-Juergen Frank, Dialogarchitects®

Konzept der Konferenz

Das Berufsbild der Kulturmanagerin/des Kulturmanagers hat sich in der heutigen Zeit der drastischen gesellschaftlichen Scheren, der weltweiten politischen Umwälzungen und ökonomischen Einschnitte gewandelt. Im Verbund mit ihren Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik sind Kulturmanager ebenbürtige Akteure im kulturellen Produktions- und Rezeptionsprozess geworden.

Ihr Berufsbild unterscheidet sich von dem des Künstlers, ebenso von dem der Kulturvermittlung und der kulturellen Bildung. In ihrer Tätigkeit setzen sie Wertvorstellungen, Sehgewohnheiten und Sichtweisen zu gesellschaftlichen Fragestellungen und zu ästhetischen Kanons in Beziehung, aber zugleich planen und steuern sie die eigentlichen Produktionsprozesse. Die Kulturmanagerin/der Kulturmanager organisiert den Raum für Kultur.

Die Konferenz wollte Herausforderungen, Methoden und Potenziale des Kulturmanagements untersuchen, einen stärker international ausgerichteten Erfahrungsaustausch initiieren und Entwicklungslinien für die Zukunft skizzieren. Sie analysierte dafür das Tätigkeitsfeld aus drei unterschiedlichen Perspektiven, denen drei gesellschaftliche Aktionsfelder entsprechen: die kulturelle Praxis, Bildung und Forschung sowie die Kulturpolitik.

Die kulturelle Praxis verbindet Kulturmanager/innen und Kulturinstitutionen, Produktionsstätten und Produktionsprozesse. Kulturelle Praxis bedeutet aktives Tun: von einer Idee über das Konzept zur Finanzierung bewegt sie sich ständig zwischen Realisation und Reflexion.

Bildung und Forschung beinhalten das Entwickeln, Lehren, Unterrichten des Fachs, wie auch das Reflektieren über das Fach Kulturmanagement, wie es produktiv mit anderen Disziplinen zu verknüpfen ist und wie Bildung und Forschung einen Rahmen schaffen können, der akademischen Fragenstellungen und Erfordernissen der Berufspraxis gleichermaßen gerecht wird.

Fragen der Gesellschaft sind Fragen der Kultur. Dafür braucht es eine entschlossene Kulturpolitik. Die Konferenzteilnehmer untersuchten den Zusammenhang von Kulturmanagement und gesellschaftlichem Wandel in geografisch und thematisch unterschiedlichen Zusammenhängen. Kulturpolitische Diskurse sollten aufgegriffen werden und der Kulturproduktion verstärkt Anteil an der Erarbeitung von gesellschaftlichen Werten eingeräumt werden.

Als ein Ergebnis der Konferenz sollten jedem Teilnehmer / jeder Teilnehmerin nicht nur Anregungen, sondern auch interessante institutionelle wie individuelle Arbeitskontakte zur Verfügung stehen. Die Konferenz sollte Impulse für eine kollegiale Beratung und Vernetzung, für zukünftige Projekte, Formate und Kooperationen generieren.

Die Veranstalter hoffen, dass die Konferenz Kulturmanagement zum Anlass und Ausgangspunkt einer internationalen Plattform Kulturmanagement werden kann, bei der Personen und Institutionen Konzepte und Programme wechselseitig reflektieren, begleiten und fördern.

Programmskizze:

  • Impulse aus der Perspektive der Praxis, von Bildung & Forschung und der Kulturpolitik eröffneten die Konferenz.
  • Beispiele aus der praktischen Arbeit stellten die Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen an das Kulturmanagement dar.
  • Aus den genannten drei Perspektiven wurden in Arbeitsgruppen Themen und Programme, Herangehensweisen und Arbeitsmittel vorgestellt und gesichtet.
  • In der zweiten Runde der Arbeitsgruppen wurden Entwicklungslinien skizziert und mögliche zukünftige Aufgaben und Programme des Kulturmanagements und der Kulturproduktion skizziert.
  • In der Abschlussrunde wurden Ergebnisse und Vorschläge vorgestellt. Geeignete Formen der Weiterbearbeitung, Umsetzung und Verbreitung wurden von den Teilnehmern und den institutionellen Partnern der Konferenz gemeinsam formuliert und verabschiedet.

Partner der „Konferenz Kulturmanagement“

Die Konferenz wurde initiiert und organisiert durch das Goethe-Institut in Kooperation mit seinen Partnern Caspar Ludwig Opländer Stiftung, Stiftung Mercator, Allianz Kulturstiftung, dem Medienpartner Verlag Der Tagesspiegel, der European Cultural Foundation sowie der Robert Bosch Stiftung.

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Partner
Robert Bosch Stiftung, Logo

    Video: Feedback

    Drei Teilnehmende über ihre Eindrücke von der Konferenz

    Staunen und Streiten im Postmaterialismus

    „The Art of Managing Culture“ - Merle Hilbk über die Goethe-Konferenz in Berlin.