Kulturpolitische Forschung zu „Kultur und Entwicklung“

2008 haben die Universität Hildesheim und das Goethe-Institut einen Kooperationsvertrag geschlossen. Neben der Vermittlung von Praktikanten und der Erweiterung der Lehre zu Fragen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik soll dadurch auch die Forschung zu Teilaspekten des Goethe-Instituts intensiviert werden. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf „Kultur und Entwicklung“.
Gegenwärtig beschäftigen sich sechs Diplomandinnen des Instituts für Kulturpolitik mit diesem Thema als neuem, übergreifendem Feld in der Vermittlungsarbeit des Goethe-Instituts. Ausgehend von der spezifischen Perspektive der Hildesheimer Kulturwissenschaften
und der ästhetischen Praxis werden exemplarische Programme der Initiative „Kultur und Entwicklung“ in ihrer Bedeutung für die Arbeit und den Handlungsradius des Goethe-Instituts untersucht. Dabei fließen Erkenntnisse zur internationalen Diskussion um „Kultur und Entwicklung“ ebenso ein wie politische Konzepte und entwicklungs- bzw. außenkulturpolitische Theorien. Der Schwerpunkt liegt auf den konkreten Projektbeispielen, die in den Forschungsarbeiten hinsichtlich Anspruch und Wirklichkeit beobachtet und in Bezug zu ihrer Zielsetzung gebracht werden. Das Goethe-Institut fördert die Forschungsarbeiten der Diplomandinnen in Osteuropa/Zentralasien, Subsahara-Afrika, Südamerika und Südostasien durch Reisekostenzuschüsse. Die Diplomandinnen werden vor Ort von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Goethe-Institute intensiv betreut. Das Forschungsprojekt wird von Prof. Dr. Wolfgang Schneider und Daniel Gad geleitet. Es dient als Pilotstudie für den Forschungszweig „Kulturpolitik und Entwicklungszusammenarbeit“ innerhalb der Tätigkeiten des Instituts für Kulturpolitik. Dort wird seit 1998 zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik im Rahmen des Studiengangs „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ gelehrt und geforscht.







