Subsahara-Afrika

Subsahara-Afrika

Jennifer Emmrich (Foto: Privat)Jennifer Emmrich (Foto: Privat)Jennifer Emmrich untersucht das „Fortbildungsprogramm Kulturmanagement in Afrika“ am Beispiel Malawi (Blantyre Arts Festival).



Die Initiative ‚Kultur und Entwicklung‘ führt dazu, dass wir unsere Programminhalte nun auf einer neuen Ebene weiterdenken, die vor allem längerfristig und damit noch nachhaltiger angelegt ist“ hebt Katharina von Ruckteschell-Katte, Leiterin des Regionalinstituts für Subsahara-Afrika in Johannesburg hervor. „Viele der Projekte und Programme sind also nicht neu erfunden, nur neu gedacht – auch um die Ebene der Förderung regionaler Entwicklung“.

Logo Kulturmanagement in AfrikaIch interessiere mich in meiner Diplomarbeit besonders für ein Pilotprojekt, das im Rahmen der Initiative „Kultur und Entwicklung“ im Herbst 2008 gestartet wurde – das Fortbildungsprogramm Kulturmanagement in Afrika. 14 Kulturmanager aus 13 verschiedenen afrikanischen Ländern wurden dazu über zwei Jahre begleitet. Das Projekt begann mit einem Auftaktworkshop in Deutschland, einer theoretischen Fortbildung mit anschließender Hospitation in einer deutschen Partnerinstitution und der Entwicklung eines Projektes in Kooperation mit diesem Partner.

Um durch eine teilnehmende Beobachtung und qualitative Befragungen meinen Feldforschungen nachzugehen, reiste ich im März 2010 nach Südafrika. Dort traf ich bei der Evaluationsveranstaltung auf Verantwortliche, Teilnehmer und Partner des Programms und bekam erste Einblicke und reichlich Material zur Auswertung. In meiner Arbeit konzentriere ich mich auf Malawi, Thomas Chibambo, Initiator des Blantyre Arts Festival eines der 13 Länder, die in das Programm eingebunden sind, und untersuche das dortige Blantyre Arts Festival als vertiefenden Forschungsgegenstand. Das Festival wurde aus der Fortbildung des Teilnehmers Thomas Chibambo heraus entwickelt und findet nun schon im zweiten Jahr in Malawi statt. Ebenso wie das Kulturmanagement-Programm auf mehreren Eben agiert, möchte ich meine Arbeit vom globalen Zusammenhang bis hin zur Betrachtung eines konkreten Projektes lenken. Die Untersuchungen werden Anhaltspunkte dafür geben, inwieweit das Kulturmanagement- Programm zur Stärkung einer lokalen Kunstszene beitragen kann.

Jennifer Emmrich



Marianne Kreuzig (Foto: Privat)Marianne Kreuzig untersucht das „Fortbildungsprogramm Kulturmanagement in Afrika“ in den Ländern Äthiopien, Tansania, Südafrika und Madagaskar.



Der Forschungsgegenstand meiner Diplomarbeit ist das vom Goethe-Institut 2008 ins Leben gerufene Professionalisierungsprogramm „Kulturmanagement in Afrika“. Das in Kooperation mit InWEnt durchgeführte Programm lief über zwei Jahre, im März 2010 fand ein Evaluationstreffen im Regionalinstitut in Johannesburg statt. Ziel des Projektes ist die Förderung kultureller Infrastruktur durch ein effizienteres Management kultureller Einrichtungen.

Logo Kulturmanagement in AfrikaDie Zielsetzung meiner Studie ist es, ein theoretisches Modell zu entwickeln, das über die Wirkungsdimensionen des Projekts „Kulturmanagement in Afrika“ in Bezug auf die Professionalisierung afrikanischer Kultureinrichtungen Aussagen treffen kann. Die Studie und ihre Reflektion sollen als Grundlage für Handlungsempfehlungen dienen.

Die Forschungsphase wurde Ende Juli 2010 nach meiner zweimonatigen Forschungsreise in Subsahara Afrika abgeschlossen. Jeweils zwei Wochen Aufenthalt in Äthiopien, Tansania, Südafrika und zuletzt Madagaskar, ermöglichten es mir, fünf der vierzehn Teilnehmer Madagaskar (© Marianne Kreuzig)persönlich zu treffen und mit ihnen, wie auch mit den Direktoren ihrer jeweiligen Kulturinstitution und den Leitern und Leiterinnen der Goethe-Institute, Interviews zu führen. Darüber hinaus ermöglichten mir weitere Gespräche und Interviews mit Kulturakteuren, Künstlern, Kulturmanagern und Kulturpolitikern unterschiedlichsten Hintergrunds sowie Besuche verschiedener Veranstaltungen einen Einblick in die jeweilige Kulturlandschaft vor Ort.
Marianne Kreuzig
Links zum Thema