Zunächst wurden konzeptionelle Schwerpunkte in Südasien, Südostasien sowie in Osteuropa und Zentralasien entwickelt. Dort sowie in Afrika südlich der Sahara wurden Pilotprogramme durchgeführt. Diese werden 2010 und 2011 fortgesetzt und gleichzeitig weitere Regionen der Entwicklungszusammenarbeit einbezogen.
Die Kulturinitiative ist in vier Handlungsfeldern aktiv:
- Berufliche Qualifizierung
- Beratung und Vernetzung
- Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft
- Gestaltung kultureller Räume, Kulturerhalt und Infrastruktur
Die Projekte, die sich darin bewegen, sind langfristig angelegt und werden gemeinsam mit Partnern aus Kultur und Medien, Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft aus den Gastländern und aus Deutschland initiiert, konzipiert und realisiert. Wir begegnen uns dabei in der Erwartung, dass ein interkultureller Dialog auf Augenhöhe gerade im Kulturbereich ein Lern-, Denk- und Produktionsprozess ist, aus dem beiden Seiten Gewinn ziehen. Von der Weiterbildung für Kulturmanager bis zur Beratung beim Aufbau einer Plattform zur Museumspädagogik tragen die Programme dazu bei, dass Netzwerke entstehen, die den Austausch und die Zusammenarbeit von Kulturschaffenden aus benachbarten Ländern oder Regionen ermöglichen.
Künstlerische Produktionen, Kulturveranstaltungen wie Festivals oder Ausstellungen, die die Teilnehmer an den Bildungsprogrammen entwickeln und realisieren, werden konzeptionell begleitet und je nach Eignung und Möglichkeit in die kulturellen Programmarbeit oder bibliothekarische und Informationsarbeit des Goethe-Instituts integriert. So wurde zum Beispiel die Modenschau Renaissance Fashion im Anschluss an die Fortbildung „Kulturmanagement in Afrika“ von dem Kulturmanager Alemayehu Seife-Selassie konzipiert und in Addis Abeba und in München realisiert.



Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts
Dr. Hans-Georg Knopp, Generalsekretär des Goethe-Instituts




