Frankfurt: Fortbildung für Verleger aus Osteuropa und Zentralasien

Die „Verlegerfortbildung 2009 - 2011“ des Goethe-Instituts richtet sich an junge Führungskräfte im Verlagswesen, Verleger und Redakteure in den Ländern Osteuropas, Zentralasiens und im Südkaukasus. „Da Verleger und Verlage eine entscheidende Rolle bei der Stärkung des Kultur- und Bildungswesens sowie der Modernisierung von Gesellschaften spielen können, hat das Projekt für das Goethe-Institut eine herausragende Bedeutung“, erläuterte Johannes Ebert, Regionaleiter der Goethe-Institute in Osteuropa/Zentralasien, die Zielsetzung des auf drei Jahre angelegten Projekts.
Das Programm unterstützt die Weiterbildung von Fachleuten und fördert die Vernetzung der Verlagslandschaften in Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, der Ukraine und Usbekistan sowie Kooperationen mit deutschen Partnern. Zu den zentralen Themen der Fortbildung gehören Ausbildung, Herstellung, Lektorat und Redaktion, Rechte und Lizenzen, Online-Publishing, Marketing, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit. Nach Abschluss des Fortbildungsprogramms sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr frisch erworbenes Wissen in selbstständig organisierten, berufsbegleitenden Verlegerfortbildungen an ihre Kollegen weitergeben.
Die Fortbildung in Frankfurt vom 2. bis 8. Oktober 2010 ist ein fester Bestandteil des Programms und setzt sich aus einem Seminar auf dem mediacampus frankfurt in Seckbach und einem Besuch der Frankfurter Buchmesse zusammen. Dabei können sich die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Themen wie E-Book, Onlinemarketing von Jugendbüchern und Lizenzrecht informieren und Einblicke in die deutsche Verlagslandschaft gewinnen – zum Beispiel durch einen Verlagsbesuch.
Muhabbathon Ahrachodjaeva, Leiterin des Verlags „Vektor Press“ in Usbekistan, nahm im vergangenen Jahr an der Fortbildung in Frankfurt teil. Sie berichtet, dass „der Austausch mit den Praktikern aus Deutschland ein großer Gewinn“ für sie war, „insbesondere mit den Frauen in der Verlagsbranche. Wir hatten die Möglichkeit, Kontakte mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen beteiligten Ländern zu knüpfen, Kontakte, die ich bisher nicht hatte.“
Bis zum Sommer 2010 beteiligten sich um die 350 Fachleute aus über 150 Verlagen an dem Programm des Goethe-Instituts. 2010 finden insgesamt 32 Veranstaltungen (Seminare, Workshops, Foren etc.) in Osteuropa, Zentralasien und Südkaukasus statt, dazu gehören auch Fachbesuche auf den Buchmessen in Minsk, Sankt Petersburg, Frankfurt und Moskau. Für 2011 sind bereits über 20 Fortbildungsveranstaltungen in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens sowie Deutschland geplant.
Das Projekt „Verlegerfortbildung 2009- 2011“ findet im Rahmen der Initiative „Kultur und Entwicklung“ des Goethe-Instituts statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Mediacampus/Schulen des deutschen Buchhandels in Frankfurt sowie der Frankfurter Buchmesse durchgeführt.
Verlegerfortbildung 2009-2011:







