Zum zweiten Mal erhielten junge Kulturmanager aus China Einblick in die deutsche Kultur- und Medienlandschaft.

Nach einem zweiwöchigen Theorieprogramm in Peking erhielten die 18 chinesischen Nachwuchsführungskräfte während ihres vierwöchigen Deutschlandaufenthalts intensive Einblicke in rund 90 öffentliche und private Kultur- und Medieneinrichtungen, Kulturverwaltung, Stiftungen und Firmen der Kreativwirtschaft. In Seminaren, Workshops und Hospitanzen wurden Kompetenzen und Anforderungen eines zukunftsweisenden Kulturmanagements praxisnah gelehrt.
„Eine neue Generation von international ausgerichteten Kulturmanagern wird in den nächsten Jahren die dynamisch wachsende kulturelle Infrastruktur mit attraktiven künstlerischen Programmen und mit kreativen Vermittlungskonzepten bespielen müssen, denn es geht um Werte, aber auch wirtschaftlichen Erfolg. Um diese Herausforderungen bestehen zu können, braucht es eine hochqualifizierte Ausbildung aus dem Geist des kulturellen Dialogs. Das ist unser Auftrag, in Peking wie in Berlin“, konstatierte der Leiter des Qualifizierungsprogramms Professor Dr. Klaus Siebenhaar von der Freien Universität Berlin. Das bestimmende Ziel des Programms sei es deshalb, zur Professionalisierung des Kulturbetriebs in China und zum interkulturellen Dialog und Austausch beizutragen.
„Das als Pilot gestartete Projekt 'Kulturmanagement' ist angekommen in China und zieht immer weitere Kreise. Auf vielfach geäußerten Wunsch der chinesischen Seite führen wir daher schon zum zweiten Mal ein Programm für Führungskräfte durch. Zugleich investieren wir in unsere zukünftigen Kooperationspartner", so Dr. Uwe Nitschke, Leiter des Goethe-Instituts Peking. Der Erfolg des ersten Kulturmanagement-Programms zeige sich in vielerlei Hinsicht: „Eine große Zahl der Teilnehmer wurde nach dem erfolgreichen Abschluss des Programms befördert oder fand einen neuen attraktiven kulturellen Arbeitgeber. Das Goethe-Institut und die Teilnehmer haben ihre Netzwerke in China und in Deutschland erheblich erweitert. Für das Goethe-Institut und das Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin war das Pilotprojekt 2009 Ausgangspunkt für eine neue institutionalisierte Kooperation in der Form eines gemeinsam Anfang des Jahres gegründeten Kompetenzzentrums 'KUMA Kulturmanagement in China'. Schließlich wurden durch das Qualifizierungsprogramm weitere Projekte initiiert wie Publikationen zum Kulturmanagement oder zur interkulturellen Projektarbeit, die Fachtagung zu 'Audience Development' oder die Beratung bei der Entwicklung neuer chinesischer Studiengänge im Bereich Kultur- und Theatermanagement".
„Das Qualifizierungsprogramm zielt darauf, ein größeres Verständnis der Kulturen füreinander zu erzeugen“, erklärte Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. „Mit der Förderung international orientierter Nachwuchskräfte für die Führungsebene herausragender kultureller Einrichtungen sollen tragfähige Netzwerke für die künftige Zusammenarbeit beider Länder geschaffen werden.“







