Das Projekt Mauerreise in Mexiko
Der Grenzwall, der den mexikanischen Norden von den Vereinigten Staaten trennt, ist nicht nur physisch als Mauer zwischen zwei Staaten wahrnehmbar, sondern spiegelt auch soziale Ungleichheiten, symbolische Abgrenzungen, Wunschvorstellungen und Vorurteile wider.Junge mexikanische Nachwuchskünstler gestalten die Mauersteine im Rahmen eines Workshops, in dem sie sich mit dem Symbol der Mauer in der mexikanischen Gesellschaft auseinandersetzen und ein gemeinsames Konzept für die Gestaltung der Steine entwickeln. Teilnehmen werden der Graffitikünstler Dhear, der Graffitikünstler Saner, die Künstlerin und Grafikdesignerin Mora Diez, die Künstlerin Dulce Chacón und der Multimediakünstler Juan Pablo Villegas.
Die Leitung des Workshops übernimmt der mexikanische Künstler Diego Teo, Partner ist das Kulturzentrum Border, in dessen Räumlichkeiten der Workshop stattfindet und auch die Steine gestaltet werden. Der Leiter des Zentrums Eugenio Echeverría kuratiert die Ausstellung.
Um eine noch deutlichere Brücke zwischen der „mexikanischen Mauer“ und der Berliner Mauer zu schlagen, werden die Steine auf der 8. Deutschen Filmwoche in Mexiko-Stadt ausgestellt. Die diesjährige Ausgabe der Deutschen Filmwoche wird in vielerlei Hinsicht die Berliner Mauer thematisieren. Nicht nur fällt die Eröffnung mit dem Tag des Mauerbaus, dem 13. August, zusammen, zeitgleich wird auch die Fotoausstellung Grenzfall von Norbert Enker gezeigt, dessen Fotografien den Mauerfall und das Verschwinden der Mauer dokumentieren. Auf der Leinwand vermitteln 9 hochaktuelle deutsche Filmproduktionen ein Bild davon, wie sich Deutschland 20 Jahre nach dem Mauerfall entwickelt hat.
Die gestalteten Steine werden während der Filmwoche vom 13. bis zum 23. August im Hof der Cineteca Nacional zu besichtigen sein. Dokumentiert wird das Projekt von einem jungen Fotografen, der die Mauerreise in Mexiko von den Workshops bis zur Ausstellung der Steine festhält.













