Perspektiven

Parallelinterviews:
Britische und Deutsche Ansichten zum Ersten Weltkrieg

Einhundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs reflektieren zwei herausragende Historiker in Parallelinterviews über die britischen und deutschen Ansichten zur Geschichte.

Dr. Annika Mombauer (Deutschland) und Professor Sir Hew Strachan (Großbritannien) sind Experten für den Ersten Weltkrieg. Hundert Jahre nach Ausbruch des „Krieges zur Beendigung aller Kriege“ erörtern sie die Ursprünge dieses Krieges, seinen Einfluss auf die Geschichte des letzten Jahrhunderts, die Rolle des Historikers und die Frage, ob diese in Deutschland anders ist als in Großbritannien.


Videointerview Annika Mombauer
(16:30)

Videointerview Hew Strachan
(15:55)

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ANNIKA MOMBAUER

Dr. Annika Mombauer ist 1967 geboren und studierte Geschichte und Anglistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Da sie sich jedoch lieber in England mit Englisch beschäftigen wollte, wechselte sie an die University of Sussex, wo sie 1998 in Geschichte promovierte. Im gleichen Jahr wurde sie Mitarbeiterin der „Open University“ (Fernuniversität). Heute ist sie Senior Lecturer für Moderne Europäische Geschichte an der Geschichtsfakultät.

Im Jahr 2003 war sie Visiting Fellow an der Australian Defence Force Academy in Canberra. Von 2006 bis 2011 besorgte sie die Geschäftsführung der German History Society. Ihr Forschungsschwerpunkt ist der Erste Weltkrieg und seine diplomatischen und militärischen Ursprünge, und sie hat auf diesem Gebiet viel veröffentlicht. Zuletzt bearbeitete sie eine Dokumentensammlung mit über 400 internationalen Primärquellen (erschienen bei der Manchester University Press), die die diplomatische und militarische Entscheidungsfindung in den Jahren unmittelbar vor dem Krieg und während der Julikrise von 1914 beleuchten, und veröffentlichte eine Studie zur Julikrise, erschienen beim Beck Verlag in München.

Sie ist Mitglied der Redaktionsleitung von 1914-1918 Online (Enzyklopädie des Ersten Weltkriegs).
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HEW STRACHAN

Professor Sir Hew Strachan ist in Edinburgh geboren und besuchte die Rugby School und das Corpus Christi College in Cambridge, wo er seit 1992 Life Fellow ist. Er bekleidet den Chichele-Lehrstuhl für Kriegsgeschichte an der Universität Oxford und ist seit 2001 Fellow des All Souls College. Daneben gehört er dem Strategischen Beratergremium des britischen Generalstabschefs und dem Beirat der britischen Defence Academy an und ist Mitglied im Kuratorium des Imperial War Museum, im Nationalen Komitee zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs und im Forschungsrat des Internationalen Instituts für Strategische Studien.

Kurze Zeit war er Seemann der Handelsmarine… und ist heute Deputy Lieutenant für Tweeddale und Brigadier in der Königlichen Leibgarde für Schottland (Royal Company of Archers). Im Dezember 2012 stand er in der Zeitschrift Foreign Policy auf der Liste der globalen Spitzendenker des Jahres. 2013 erhielt er mit der Neujahrs-Ehrenliste den Ritterschlag.

Zu seinen neueren Büchern gehören der erste von drei Bänden über den Ersten Weltkrieg: Eine neue illustrierte Geschichte (2004) in Anlehnung an die gleichnamige Serie des Fernsehsenders Channel 4; Über Carl von Clausewitz, Vom Kriege (2008); und How Fighting Ends: a History of Surrender (2012).

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Rosie Goldsmith und Max Easterman sind zwei führende Multimedia- Journalisten mit langjähriger Erfahrung in der Berichterstattung über Kunst und internationales Geschehen für das BBC und andere Medien. Als Deutschsprachige und Experten für deutsche Angelegenheiten haben sie mit dem Goethe-Institut London an mehreren bedeutenden Projekten eng zusammengearbeitet. Dieses große neue Online-Projekt ist ihre neueste Gemeinschaftsproduktion. Doppelgänger reflektiert ein breites Spektrum an Stimmen und Ansichten zur Beziehung zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich.

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