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2014 Horchposten – Postes d’écoute 1914

© Stephan Kaluza
© Stephan Kaluza

Wie verarbeiten Künstler den Ersten Weltkrieg heute? In einer Klanginstallation von Andreas Westphalen und Jochen Langner wird das Publikum Teil einer akustischen Topographie des Krieges.

Die begehbare Klanginstallation 2014 Horchposten – Postes d’écoute 1914 bietet einen individuell erfahrbaren Erinnerungsraum des Ersten Weltkrieges. Im Zentrum steht die Front zwischen Frankreich und Deutschland, wobei das Feindbild den roten Faden bildet. Der Besucher erfährt während seines Gangs durch die Installation einen Perspektivwechsel, indem er auch die Sichtweise des ehemaligen Feindes einnehmen kann.

Dadurch schafft die Installation einen erzählerischen Zugang zum Ersten Weltkrieg: ein dialogisches Erinnern, jenseits der typischen nationalen Blickwinkel.

Ausschnitte aus der Klanginstallation


Dominique Richert
„Nun wurde es dunkle Nacht, und wir hatten Mühe, uns zusammenzuhalten.“

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Hugo Muller
„Es war hoch interessant, die Brieftaschen der gefallenen und gefangenen Franzosen zu studieren.“

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Illustrierte Zeitung, 20. August 1914
„Jahrzehnte hindurch haben die Franzosen mit dem Gedanken des Krieges gespielt.“

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Louis Bernard
„Meine liebe Mutter, ich versuche, Interessantes zu schreiben, aber die furchtbare Zensur ist da.“

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Martin Vaillagou
„Was die Kugeln der Deutschen anlangt, das wird klappen. Ich werde Dir welche mitbringen, wenn ich zurückkehre.“

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L'Intransigeant, 17. August 1914
„Die Wirkungslosigkeit der feindlichen Geschosse wird viel kommentiert.“
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2014 Horchposten – Postes d’écoute 1914 ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Frankreich und entsteht gerade in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk. Die Klanginstallation wird ab Oktober 2014 in sechs Goethe-Instituten in Frankreich gezeigt.


Dieses Projekt wird vom Auswärtigen Amt gefördert.



Links zum Thema

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Foto: Regine Dura