Retrospektiven

DIE SCHLACHT AN DER SOMME



Ein Regisseur oder Autor lässt sich bei diesem Dokumentarfilm über eine der zentralen Schlachten der britischen Armee in Belgien nicht benennen. Der Film wurde im Auftrag des British Topical Committee for War Films produziert und zeigt die ersten Wochen der britisch-französischen Großoffensive gegen deutsche Stellungen, die 1916 den Krieg entscheiden sollte, aber zur verlustreichsten Schlacht des Ersten Weltkriegs wurde. Der Film zeigt die Truppenbewegungen, das Laden und Feuern der Geschütze, die Schützengräben, den Abtransport von Verletzten, den Umgang mit Gefangenen, die von Geschützeinschlägen verursachten Kraterlandschaften, aber auch Kriegstote und deren Bestattung vor Ort nach der Schlacht und die Ruinen von nahezu völlig zerstörten Dörfern. Auch wenn die Kamera nicht unmittelbar die Kämpfe zeigt und Bombeneinschläge nur aus sicherer Entfernung filmt, ist es ein einzigartiges Dokument, das bereits wenige Wochen nach Beginn der fünfmonatigen Schlacht in britischen Kinos gezeigt wurde.

“The Somme film has proved a mighty instrument in the service of recruiting; the newspapers still talk of its astounding realism, and it is generally admitted that the great kinematograph picture has done much to help the people of the British Empire to realise the wonderful spirit of our men in the face of almost insuperable difficulties; the splendid way in which our great citizen army has been organised; the vastness of the military machine we have created during the last two and a half years; and the immensity of the task which still faces us. (...) Mr. Lloyd George, after witnessing a display of the film, sent forth the following thrilling message to the nation: ‘Be up and doing! See that this picture, which is in itself an epic of self-sacrifice and gallantry, reaches every one. Herald the deeds of our brave men to the ends of the earth. This is your duty.’”
(Lieut. Geoffrey H. Malins: How I Filmed the War; Herbert Jenkins Ltd., London 1920)

Autor: Stefan Drößler
Direktor des Filmmuseums München
www.muenchner-stadtmuseum.de

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Filmdaten

Erstaufführung:
10. August 1916

Produzent: William F. Jury
Kamera: Geoffrey H. Malins, J.B. McDowell
Musik: Laura Rossi (2006)

Produktion: British Topical Committee for War Films
Format: 35mm, Normalformat 1:1,37, Schwarzweiß
Länge: 74 Minuten

DVD: Absolut Medien (Untertitel deutsch), Imperial War Museum (ohne Untertitel)

35mm: Imperial War Museum (ohne Untertitel)