Kunst

Postkarten aus den Schützengräben: Deutsche und Amerikaner visualisieren den ersten Weltkrieg

World War I, Otto Schubert postcards courtesy Private Collection, USA
Eine Ausstellung der Pepco Edison Gallery in Washington, DC (19.08. - 27.09.2014) und des The Printing Museum in Houston, Texas (23.10.2014 – 14.02.2015), kuratiert von Prof. Marion Deshmukh und Prof. Irene Guenther, präsentiert die künstlerische Verarbeitung des Frontalltags einfacher Soldaten.

An der Front erhielten Soldaten von der Regierung genehmigte Feldpostkarten, um mit Angehörigen an der Heimatfront zu kommunizieren.
Einer dieser Soldaten war der deutsche Maler Otto Schubert aus Dresden. Von Ende 1914 bis zu seiner schweren Verwundung im Jahre 1916 fing Schubert auf 80 Postkarten die Alltagswirklichkeiten und Tragödien des Weltkrieges ein. Anstatt auf einer blanken 4” x 6” Karte zu schreiben, vermittelte Schubert seine Kriegserfahrungen in exquisiten Zeichnungen und Malereien. An den äußersten Rand gedrängt fungierten die Sätze, die er gelegentlich schrieb, als Rahmen für das Bild.

Kurz nach dem Kriegseintritt der USA im Jahre 1917 beauftragte die Armee auf Anraten der US Kommission für öffentliche Angelegenheiten acht Künstler, die als Offiziere der American Expeditionary Forces ihre Impressionen während der im März 1918 beginnenden deutschen Frühjahrsoffensive festhalten sollten. Wie gewöhnliche Soldaten der Gefahr ausgesetzt, produzierten sie mehr als fünfhundert Darstellungen ihrer Erfahrungen an der Westfront.
Während die Postkarten der us-amerikanischen Künstler nur in der Ausstellung zu sehen sind, zeigt die Webseite in einer chronologischen Bildergalerie die Postkarten Otto Schuberts und führt weiter in das Thema ein: www.postcardsfromthetrenches.com/postcards
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