Politik und Zeitgeschichte

Erinnerung an Europa - Eröffnungsveranstaltung

Podiumsdiskussion
12. März 2014, 19:00 Uhr
Goethe-Institut München, Hilmar-Hoffmann-Saal
goethe.de
Eine Kooperation mit dem Kulturreferat der LH München / 1914 | 2014. Die Neuvermessung Europas

Anlässlich des Gedenkjahres zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs reflektiert das Goethe-Institut in zahlreichen Projekten und Perspektivwechseln rund um den Globus die Ereignisse und kulturellen Strömungen der Epoche. Der Umgang mit Erinnerung spielt seit jeher eine wichtige Rolle in der Arbeit der Goethe-Institute. Denn Erinnerungskultur ist nicht bloß der Blick zurück, sondern liefert neue Erkenntnisse für das Zusammenleben in Europa heute.

Neben der Eröffnung der Veranstaltungsreihe Erinnerung an Europa am 12. März, finden zwei weitere Veranstaltungen statt, die das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und das Goethe-Institut gemeinsam durchführen: "Die Erinnerung der Anderen" am 1. April und "Europas Neuvermessung: Der vergessene Osten" am 22. Mai 2014.

Ausgehend von der Katastrophe des 1. Weltkriegs und einem Resümee des "Projekts Europa" in den letzten 100 Jahren beleuchten die Gesprächspartner verschiedene Erinnerungskulturen und Geschichtsperspektiven auch im Hinblick auf aktuelle Konflikte und die Zukunft der Staatengemeinschaft im globalen Gefüge. Neben Südosteuropa ist dabei auch die Region Nordafrika/Nahost von besonderem Interesse, wo die „postottomanische Staatenbildung“ nach wie vor virulent und nicht abgeschlossen ist.

Grußwort: Johannes Ebert (Generalsekretär des Goethe-Instituts)
Grußwort: Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Landeshauptstadt München)

Gespräch mit:
Dr. Gudrun Harrer (Leitende Redakteurin des Standard und Lehrbeauftragte am Institut für Orientalistik, Universität Wien),
Prof. Dr. Herfried Münkler
(Humboldt-Universität zu Berlin),
Dragan Velikic (ehem. Redakteur B92 Belgrad und ehem. Botschafter Serbiens in Wien)

Einführung und Moderation:
Prof. Dr. Martin Sabrow (Direktor Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam und Humboldt-Universität zu Berlin)  

Gudrun Harrer ist leitende Redakteurin der Tageszeitung "Der Standard", unterrichtet Moderne Arabische Geschichte an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien. Während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2006 war Gudrun Harrer österreichische Sondergesandte und Geschäftsträgerin der Österreichischen Botschaft in Bagdad.

Herfried Münkler (1951) ist Professor an der Humboldt-Universität Berlin und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. «Die neuen Kriege» (2002), «Imperien» (2005) und «Die Deutschen und ihre Mythen» (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, gelten als Standardwerke. Mit dem Bestseller «Der Große Krieg. Die Welt 1914-1918» legt er eine Neubewertung der Ereignisse vor.

Dragan Velikić (1953), ehem. Redakteur B92 Belgrad, war von 2005 bis 2009 Botschafter Serbiens in Österreich. Seine zahlreichen Romane wurden in 15 Sprachen übersetzt, zuletzt erschien «Das russische Fenster» (2008). Er publiziert in vielen europäischen Zeitschriften, u. a. in Die Weltwoche, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Zeit.

Martin Sabrow (1954) ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Forschungsschwerpunkte sind Politische Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Diktaturforschung, Historiographie- und Erinnerungsgeschichte.

Veranstalter:
Kulturreferat der Landeshauptstadt München und Goethe-Institut
in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Generalkonsulat.

Links zum Thema

1914/2014 – Schlachtfeld Erinnerung: Den Ersten Weltkrieg anders denken.

Foto: Regine Dura

100 Jahre Erster Weltkrieg: Jubiläumsausgabe Fikrun wa Fann

Otto Dix, Selbstporträt als Mars, 1915, Öl auf Leinwand ©Städtische Sammlungen Freital