Politik und Zeitgeschichte

1914. Attacco a Occidente / Angriff im Westen

Eine Analyse des Ersten Weltkriegs einhundert Jahre danach

Buchpräsentation, Podiumsdiskussion
20. Mai 2014, 18.00 Uhr
Circolo dei Lettori
Via Bogino 9
Turin
Info: Tel. +39 011 812 9020
segreteria@fondazionefirpo.it
Die Publikation von Gian Enrico Rusconi 1914. Attacco a occidente (Angriff im Westen, il Mulino 2014), erschienen im Rahmen der Feierlichkeiten zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, ist eine Forschungsarbeit auf der Grundlage umfassender historischer Informationen und Dokumente aus Italien und Deutschland. Rusconi untersucht die „große“ Debatte, die die europäische Bevölkerung im Sommer 2014 nach dem Attentat von Sarajevo beschäftigte und erschütterte und dazu führte, dass einige europäische Staaten in den Krieg zwischen Österreich und Serbien eintraten, während andere davon Abstand nahmen.

Mit historischem Blick und politischer Analyse setzt sich Rusconi mit allen Aspekten des „Syndroms“ von 1914 und dessen Wiederholung von 1939 auseinander und stellt die Frage nach den Gründen für das Scheitern des „langen deutschen Krieges“. Dabei hat seine Arbeit vor allem auch das neue Deutschland „einhundert Jahre danach“ im Blick.

Mit dem Autor diskutieren Thomas Schlemmer vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und die Historiker Vincenzo Ferrone und Francesco Traniello von der Universität Turin.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der "Fondazione Luigi Firpo – Centro di Studi sul Pensiero Politico Onlus" statt.

Gian Enrico Rusconi, Publizist, Historiker und Politologe, war Dozent für Soziologie und Professor für Politikwissenschaften an der Universität Turin. Er schreibt für die Turiner Tageszeitung La Stampa und von 2005 bis 2010 war Rusconi Direktor des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient. Zu seinen Publikationen zählen: Cosa resta dell'Occidente [Was vom Westen bleibt], Laterza 2012; Marlene e Leni. Seduzione, cinema e politica [Marlene und Leni. Verführung, Kino und Politik], Feltrinelli 2013; Cavour e Bismarck. Due leader fra liberalismo e cesarismo, Il Mulino 2009 [Cavour und Bismarck: Zwei Staatsmänner im Spannungsfeld von Liberalismus und Cäsarismus], Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2013.

Thomas Schlemmer, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, ist seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Von 2001 bis 2005 war Schlemmer am Deutschen Historischen Institut in Rom tätig. Zu seinen Publikationen zählen Invasori, non vittime. La Campagna italiana di Russia 1941-1943 [Eindringlinge, keine Opfer. Der italienische Feldzug Russlands 1941-1943], Laterza 2009, Die „Achse“ im Krieg. Politik, Ideologie und Kriegführung 1939 bis 1945, Ferdinand Schöningh Verlag 2010.

Vincenzo Ferrone ist Historiker und unterrichtet Neuere Geschichte an der Universität Turin. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Turin und seit 2008 Präsident der Stiftung Luigi Firpo für politische Studien. Zu seinen Publikationen zählen Lezioni illuministiche [Vorlesungen zur Aufklärung], Laterza 2010; La società giusta ed equa. Repubblicanesimo e diritti dell’uomo in Gaetano Filangieri [Die gerechte Gesellschaft. Republikanismus und Menschenrechte nach Gaetano Filangieri], Laterza 2003.

Francesco Trainello ist Historiker und emeritierter Professor für Kirchen- und Neueste Geschichte an der Universität Turin. Zu seinen Publikationen zählen: Stato e Chiesa in Italia. Le radici di una svolta [Staat und Kirche in Italien. Die Ursprünge einer Wende], Il Mulino 2009; Il Risorgimento disputato. intervista a cura di M. Margotti [Das kontroverse Risorgimento. Interview von M.Margotti], Ed. La Scuola 2011.

    1914/2014 – Schlachtfeld Erinnerung: Den Ersten Weltkrieg anders denken.

    Foto: Regine Dura

    100 Jahre Erster Weltkrieg: Jubiläumsausgabe Fikrun wa Fann

    Otto Dix, Selbstporträt als Mars, 1915, Öl auf Leinwand ©Städtische Sammlungen Freital