Politik und Zeitgeschichte

Die Urkatastrophe - Gespräche über den Ersten Weltkrieg

Vortrag und Film
5. Juni und 25. Juni 2014, je um 18:30 Uhr
Goethe-Institut Georgien, Sandukelistr. 16, 0108 Tbilissi
Sprache: Deutsch und Englisch
Eintritt frei
+995 32 2938945
info@tbilissi.goethe.org
2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. George F. Kennan hat dieses Ereignis mit einer berühmten, vielzitierten und tragisch treffenden Formulierung als die great seminal catastrophe des letzten Jahrhunderts bezeichnet und tatsächlich gibt es kaum einen politischen, ökonomischen, künstlerischen und Lebensbereich in Europa und der Welt, der durch den Ersten Weltkrieg nicht vollkommen umgekrempelt worden wäre.

Dies gilt auch für Georgien. Nicht nur ist die Oktoberrevolution, die die politischen Verhältnisse des Landes auf Jahrzehnte hinaus zentral bestimmen sollte, eine unmittelbare Folge des Ersten Weltkriegs. Auch die territoriale und staatliche Identität des Landes ist am Ende des Krieges durch deutsche Truppen mit verteidigt worden. Der türkische Völkermord an den Armeniern ist eine in unserer Region immer noch nachwirkende Begebenheit. Die kulturellen Auswirkungen sind beträchtlich und revolutionär. Der dvv international und das Goethe-Institut nehmen dieses Datum zum Anlass einer europäisch orientierten Initiative des Gedenkens und der intellektuellen Aufarbeitung.

5. Juni 2014, 18:30 Uhr (Saal)
Vortrag von Dr. Lasha Bakradze (Germanist, Historiker und Leiter des Georgischen Literaturmuseum)
Georgier auf der deutschen Seite im 1. Weltkrieg 

5. Juni 2014, 20:00 Uhr (Saal)
Filmvorführung
Im Westen nichts Neues
Regie: Delbert Mann
115', 1979/USA

25. Juni 2014, 18:30 Uhr (Saal)
Vortrag von Heinz Bude (Soziologe)
Die Generation von 1914 (auf Deutsch mit georgischer Übersetzung)

    1914/2014 – Schlachtfeld Erinnerung: Den Ersten Weltkrieg anders denken.

    Foto: Regine Dura

    100 Jahre Erster Weltkrieg: Jubiläumsausgabe Fikrun wa Fann

    Otto Dix, Selbstporträt als Mars, 1915, Öl auf Leinwand ©Städtische Sammlungen Freital