Politik und Zeitgeschichte

1914/2014 – Schlachtfeld Erinnerung

Dokumentartheater
25.08.–26.08.2014
Deutsches Nationaltheater E-Werk, Am Kirschberg 7, 99423 Weimar
www.nationaltheater-weimar.de
Foto: Regine Dura

Wer in Deutschland an den Ersten Weltkrieg denkt, bezieht sich meist auf die Schlachtfelder an der Westfront. 1914/2014 -Schlachtfeld Erinnerung unternimmt einen Perspektivwechsel und untersucht die jeweiligen nationalen Geschichtsschreibungen Serbien, Bosnien und Herzegowina, sowie in der Türkei, Deutschland, Österreich. Was wird wo wie erinnert? Welche Feindbilder, welche Identifikationsfiguren werden konstruiert? Welche Rolle haben sie in den jüngst zurückliegenden Kriegen im ehemaligen Jugoslawien gespielt? Der Regisseur Hans-Werner Kroesinger und die Filmemacherin Regine Dura haben im Auftrag des Goethe-Instituts in Belgrad, Istanbul und Sarajevo recherchiert. Die verdichteten Recherchen werden von Schauspielern aus allen beteiligten Ländern auf der Bühne präsentiert, eine Mischung aus Vortrag und intensivem Theaterabend. Hans-Werner Kroesinger, einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Dokumentartheaters, betrachtet die Bühne als Informations- und Analyse-Medium. Seine historisch komplexen Arbeiten sind als umfassende und doch konzentrierte Recherchen auch ein Arbeitsangebot an den Zuschauer, sich mit den verschiedenen Perspektiven eines Themas auseinanderzusetzen.

Konzept: Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger
Regie: Hans-Werner Kroesinger
Dramaturgie: Regine Dura
Bühne: Valerie von Stillfried
Sound: Daniel Dorsch
Produktionsleitung: Maria Kusche
Mit: Benjamin Bajramovic, Armin Dallapiccola, Damjan Kecojevic, Lajos Talamonti u. a.

Eine Initiative der Goethe-Institute in Südosteuropa. Ein Projekt von Regina Dura und Hans Werner Kroesinger in Koproduktion mit dem Goethe-Institut und Hebbel am Ufer, Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds / Gesamtprojekt gefördert aus Exzellenzmitteln des Goethe-Instituts Produktion und Recherche in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten Belgrad, Sarajevo und Istanbul (Projektleitung und Koordination durch das Goethe-Institut Athen, Juliane Stegner) und mit Unterstützung der Stiftung Mercator In Kooperation mit der Klassik Stiftung Weimar anlässlich der Ausstellung »Krieg der Geister« im Neuen Museum Weimar (01.08. –09.11.2014).

    1914/2014 – Schlachtfeld Erinnerung: Den Ersten Weltkrieg anders denken.

    Foto: Regine Dura

    100 Jahre Erster Weltkrieg: Jubiläumsausgabe Fikrun wa Fann

    Otto Dix, Selbstporträt als Mars, 1915, Öl auf Leinwand ©Städtische Sammlungen Freital