politics and contemporary history

1914-1918: Der Große Krieg im Kino

la deutsche vita

Filmreihe
Jeden Dienstag vom 7. Oktober bis zum 16. Dezember 2014
Cinema Vittorio De Seta – Cantieri Culturali alla Zisa
Via Paolo Gili 4, Palermo
Originalversionen mit italienischen Untertiteln
Eintritt frei
Tel: +39 091 6528680
programma@palermo.goethe.org

Filmreihe des Goethe-Instituts Palermo und des Institut français Palermo anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs (1914-2014)

In Zusammenarbeit mit der Stadt Palermo – Kulturreferat, dem Musikkonservatorium Palermo und Curva minore

Anlässlich des 100. Jahrestags des Beginns des Ersten Weltkriegs präsentieren das Goethe-Institut Palermo und das Institut français Italia eine Reihe mit 14 Filmen, die zwischen 1917 und 2010 gedreht wurden. Unter ihnen sind einige Filmklassiker, echte Meisterwerke über und gegen den Krieg.
Der Erste Weltkrieg und die Erfindung des Kinos fallen zeitlich eher zufällig zusammen. Der Krieg wurde durch die Berichterstattung im Film breit dokumentiert und auch von der Politik als Propaganda instrumentalisiert. Vergleichsweise spät konnte sich das Kino mit dem Ersten Weltkrieg als fiktionalem Stoff auseinandersetzen und damit den Krieg als solchen reflektieren.
Seit 100 Jahren gibt der Erste Weltkrieg das ideale Szenario für viele dramatische Filme ab, sei es als Auslöser wichtiger Geschichten, tragischer Schicksale oder verletzter Gefühle. Unsere Filmauswahl möchte die verschiedenen Aspekte des Kriegs zusammenbringen: Neben einem Kern deutscher und französischer Filme finden sich auch zwei italienische und amerikanische Filme, der erste eine Romanadaption Erich Maria Remarques, der zweite ein Film von Ernst Lubitsch. Die Zeit des Gedenkens und des Pazifismus zwischen den beiden Kriegen wird durch J’accuse, La Grande Illusion, Westfront 1918 und All Quiet on the Western Front vertreten.
Mit seiner respektlosen Art und der radikalen Hinterfragung der Mystifizierung des Kriegs darf Mario Monicellis La Grande Guerra zur kritischen und nonkonformatistischen Phase der 1950er und 1960er Jahre dazugezählt werden, die mit Jean-Jacques Annauds lustigem La Victoire en chantant bis in die 1970er Jahre reicht.
Unser Filmprogramm schließt auch zeitgenössische Filme mit ein, die sich mit dem Ersten Weltkrieg wieder stärker beschäftigen: In den letzten 20 Jahren haben neben neuen geschichtlichen Erkenntnissen, wie sie zum Beispiel im Film Capitaine Conan beschrieben werden, sich viele Filme des Ersten Weltkriegs als historischem Rahmen bedient, um eine Geschichte zu erzählen; nachdem der Krieg aus unserer Gegenwart gesehen zeitlich vergleichsweise weit zurückliegt, ist er zum idealen Ort geworden, auch andere Themen zu lokalisieren, so die Liebe wie bei Die Frau und der Fremde, eine fantastische Handlung wie in La France, das Ende der Welt (Poll), aber auch, um beunruhigende Denkanstöße zur Zukunft Europas und der Welt zu liefern.

Alle Filme werden in der Originalversion mit italienischen Untertiteln gezeigt.

Download SymbolFaltblatt der Filmreihe zum Download (PDF, 1,05 MB)
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