politics and contemporary history

Der Erste Weltkrieg betrachtet aus zwei Perspektiven: Die „cote 108“ aus der Sicht von jungen Historikern aus Deutschland und Frankreich

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Cote à côte / ‘Viel Lärm um Nichts’

Podiumsdiskussion
20. April 2015, 19.00 Uhr
1626 boul. St-Laurent, Suite 100
Sprache: Deutsch, Französisch
+1 514 499 0159 #105
bib@montreal.goethe.org

Unter Teilnahme von A. Bernard, J. Knechtle, C. Laurent, P. Pereira Barroso, D. Pfeffer, S. Schubert und F. Théofilakis

Der Erste Weltkrieg ist Gegenstand vieler wissenschaftlicher Arbeiten geworden, die ihn aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet haben. Doch wie verhält es sich, wenn man sich dem Thema unter einem lokalen Blickwinkel nähert? Wie kämpften die Soldaten auf der deutschen und der französischen Seite der Front? Wie haben sie sich an ihren Alltag angepasst? Das deutsch-französische Projekt „La cote 108 à Berry-au-Bac“, das sich seit 2013 aus einer Gruppe von sechs Studenten zusammensetzt (darunter drei Deutsche aus Freiburg, sowie drei Franzosen aus Paris), möchte, ausgehend von diesem kleinen Ort östlich des Chemin des Dames, Antworten auf diese Fragen geben. Berry-au-Bac befand sich zwischen 1914 und 1918 genau auf der Frontlinie zwischen der deutschen und französischen Armee. Die jungen Historiker haben für ihr Projekt in mehr als zwölf deutschen und französischen Archiven gearbeitet und sich regelmäßig getroffen, um eine „zweiseitige Geschichte“ dieser Hochburg des Ersten Weltkriegs zu erzählen. Was haben sie dabei herausgefunden? In welcher Weise hat diese deutsch-französische Erfahrung ihre Wahrnehmung der Geschichte beeinträchtigt? Ausgehend von den Ausstellungsplakaten, die an der Université de Montréal präsentiert werden (bibliothèque de Sciences humaines), werden die Studenten ihre Ergebnisse vorstellen und sich mit dem Publikum austauschen.

    1914/2014 – The Battlefield
    of Memory: A fact - Many perspectives

    Foto: Regine Dura

    100 Years First World War: anniversary issue of Fikrun wa Fann

    Otto Dix, Selbstporträt als Mars, 1915, Öl auf Leinwand ©Städtische Sammlungen Freital