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„Sprachen ohne Grenzen“ auf der Buchmesse in Leipzig (Deutschland)

Copyright: ARTE 

Das Projekt „Sprachen ohne Grenzen“ war zu Gast auf dem Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche in Leipzig. Am Sonntag, den 15. März 2008 sprach Dr. Matthias Makowski (Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts) mit Ilija Trojanow über Viel- und Mehrsprachigkeit. Das Gespräch fand am ARTE-Stand in der Glashalle (Empore) statt.

Welches kreative Potenzial birgt die eigene Mehrsprachigkeit? Welchen Einfluss hat sie auf die künstlerische Ausdrucksweise des Welten- und Sprachsammlers? Ilija Trojanow beschreibt selbst unterschiedliche Situationen, in denen er verschiedene Sprachen anwendet. So schreibe er Lyrik auf Englisch und Prosa auf Deutsch. Zu Hause habe er meist bulgarisch gesprochen und mit den Freunden Kisuaheli. Er ist ein Autor, den man als „Sprach- und Kulturnomaden“ bezeichnen kann. Jemand der mit seinen Werken Brücken zwischen Erdteilen und Kulturen schlägt.

Dr. Matthias Makowski sprach mit ihm auch über die Bedeutung der Mehrsprachigkeit in Europa und befragte ihn nach seinen Erfahrungen in Indien und Südafrika – zwei Länder, in denen die Mehrsprachigkeit viel alltäglicher ist als bei uns, und die wir gern als Beispiel für gelebte Mehrsprachigkeit anführen.

Hören Sie hier das von ARTE aufgezeichnete Gespräch.
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Copyright: ARTE

Ilija Trojanow wurde 1965 in der bulgarischen Hauptstadt Sofia geboren. Seine Familie floh 1971 in die Bundesrepublik Deutschland, er wuchs in Kenia und Deutschland auf. In München studierte er Jura und Ethnologie und gründete den Kyrill-und-Method-Verlag und den Marino-Verlag. 1999 übersiedelte Trojanow in die indische Stadt Mumbai, 2003 bis 2006 war er in Kapstadt beheimatet. Nun hat er seinen Hauptwohnsitz in Wien.

1996 erschien Trojanows erster, autobiografisch geprägter Roman „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ (Hanser, 1996), der ihn als Schriftsteller bekannt machte. Es folgten Reiseromane wie „Hundezeiten“ (Hanser, 1999), „An den inneren Ufern Indiens“ (Hanser, 2003) oder „Zu den heiligen Quellen des Islam“ (Malik, 2004). Für seinen 2006 erschienenen Roman „Der Weltensammler“ (Hanser, 2006) wurde er mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet und war Finalist beim Deutschen Buchpreis.

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