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„How do you live“ – Projekt für Sprachenschüler (Philippinen)

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Das Goethe-Institut Manila veranstaltete zum Themenschwerpunkt „Sprachen ohne Grenzen – Kunst und Mehrsprachigkeit“ einen Wettbewerb, der die vermeintlich inkompatiblen Medien Architektur und Sprache verbinden sollte.

Die Ausstellung „Neues Bauen International“ in Manila, bei der postmoderne Architekturmodelle und Fotografien von bedeutenden Architekten des 20. Jahrhunderts ausgestellt wurden, inspirierte das Goethe-Institut zu diesem Projekt.

Zielgruppe:
Schüler an der Alliance française, am Goethe-Institut und am Instituto Cervantes

Kurzbeschreibung:
Das Projekt „How do you live“ sollte die Grenzen zwischen den Medien Architektur und Sprache sprengen. Sprachliche Äußerungen unterliegen ja meist dem Phänomen der Interpretation, wohingegen sich die Architektur als eine klar „lesbare“ und verständliche Kunstrichtung versteht.
Das Projekt sollte Teilnehmer motivieren beide Medien zu verbinden, indem sie ihren Wohnkomplex/Wohngebiet in der Zielsprache beschreiben.
„How do you live“ ist ein gemeinsames Projekt der Alliance francaise, des Goethe-Instituts und des Instituto Cervantes. Eine Kooperation in diesem Rahmen sollte dazu beitragen, die Zusammenarbeit der europäischen  Kulturinstitute in den Philippinen auch auf dem Gebiet der Sprache zu fördern. Die Ausweitung dieses Projekts auf die genannten Institute diente jedoch nicht nur dem Dialog zwischen der EU und den Philippinen, sondern rückte auch den Aspekt der Mehrsprachigkeit ins Blickfeld, der in diesem Projekt den wichtigsten Stellenwert einnahm.
Die Übersetzung aller Produktionen ins Tagalog wird in Betracht gezogen; dies soll aus der Aufgabenstellung deutlich hervorgehen.

„How do you live“ ist ein assoziatives Projekt, bei dem die Teilnehmer die Möglichkeit erhalten sollten, sich frei zu entfalten. Daher stand den Teilnehmern der Einsatz unterschiedlicher ergänzender Medien und Formate ebenso frei wie die unterschiedliche Fokussierung auf architektonische Strukturen oder individuelle Gefühlsbeschreibungen. Einige Aspekte, die in der Präsentation berücksichtigt werden konnten, wurden in Form von Handouts im Voraus verteilt. Als Leitfaden sollten diese zu einer ersten Konzeptentwicklung dienen.

Ziel:
Es sollte erforscht werden, inwiefern Sprache die Beschreibung von scheinbar klar definierbaren Strukturen beeinflusst. Beschreiben Menschen, die im gleichen Kulturkreis leben, ähnliche Wohnbedingungen mit ähnlichen sprachlichen Mitteln? Oder hängt die Beschreibung weniger vom Kulturkreis, als vielmehr von den Ausdrucksmöglichkeiten der erlernten Fremdsprache ab?

Die Genauigkeit, die in der Architektur aufgrund der Schwerkraft, also der Naturgesetze, nötig ist, kann man sich für Sprache zwar erträumen aber man wird sie nie erreichen. Sprache ist eben nicht auf die Art und Weise überprüfbar, in der ein Haus überprüfbar ist.
Genau hier liegt die Faszination der Verknüpfung dieser zwei Medien.

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Leonard Orban, Mitglied der Europäischen Kommission zuständig für Mehrsprachigkeit