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„Tag der Kulturen“ – Sprachfest eines Sommerkurses (Deutschland)

Ein barockes Schlösschen, umgeben von Wald und Wiesen, von seinen Besitzern einst als Jagdschloss genutzt, beherbergte es nun eine Gruppe von Jugendlichen aus aller Welt. Sie waren zusammengekommen, um sich gemeinsam einer neuen Herausforderung zu stellen: In einem Sprachkurs im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ lernten sie drei Wochen lang Neues über Deutschland, über seine Geschichte und Kultur und über die Besonderheiten seiner Sprache.

Doch es war nicht nur das Deutsche, dem sie in diesen drei Wochen näher kamen, denn die bunt zusammengewürfelte Gruppe trug bereits einen großen Schatz in sich: ihre Mehrsprachigkeit. Die Jugendlichen stammten aus Polen und Tschechien, Ungarn und Litauen, der Türkei und Ägypten, Marokko, Vietnam, England und Frankreich, Belgien – und Deutschland. Sie lernten gemeinsam Deutsch, aber sie brachten auch ihre eigenen Sprachen, ihre eigene Kultur mit nach Oppurg. Ihre Sprachen sind nicht nur Mittel der Kommunikation in ihren eigenen Länder, sondern auch Träger ihrer sozialen Identität, ihrer Kultur.

Die Welt zu Gast in Deutschland – Deutschland zu Gast in der Welt: Unter diesem Motto veranstalteten die Jugendlichen in Oppurg einen „Tag der Kulturen“. Auf der Schlosswiese gewährten die Jugendlichen den Menschen, mit denen sie während ihres Aufenthaltes Kontakt hatten, sowie allen Interessierten des Landkreises einen Einblick in ihre Welt. Die Besucher wurden zu den Besuchten und den einheimischen Besuchern öffneten sich Einblicke in die unterschiedlichen musikalischen und kulinarischen Traditionen. Das bunte Programm aus Spielen, Liedern und Tänzen hatten die Jugendlichen während ihres Kursaufenthaltes vorbereitet. Die Gäste wurden zudem noch mit landestypischen Leckereien verwöhnt.

So wurde der prachtvolle Barockbau im schönen Oppurg im Dreieck zwischen Jena, Gera und Saalfeld zur Kulisse eines Tages der Kulturen, eines Tages der Sprachenvielfalt, von dem alle profitieren konnten: die Besucher und die Besuchten, die Gäste und die Gastgeber. Mehrsprachigkeit als Chance für Völkerverständigung und Austausch, Raum für Fragen und Annäherung zwischen den Sprachen und Kulturen.

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