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Workshop und Slam Poetry-Wettbewerb (Japan)

Sie stehen auf einer Bühne und haben nichts als das gesprochene Wort, ihre Stimme, Mimik und Gestik. Slammer sind die Kaffeehausliteraten von heute, aber unterscheiden sich von ihnen wie ein Lamborghini von einem Fiaker.
Der Erfinder dieser „jungen Poesie“ ist der Performance-Poet Marc Kelly Smith aus Chicago, dem Lesungen am Marmortisch mit Wasserglas irgendwann in den 1980er-Jahren auf die Nerven fielen. Slam ist aufregend und cool, expressiv und sensibel, witzig und ernst. Das Publikum ist Teil des Auftritts, denn es entscheidet als Jury per Applaus oder Punkten über die Gewinner unter den Poesie-Gladiatoren.

Slam poetry ist eine Performance von Stimme und Körper. Im Fokus steht Sprache nicht nur als Bedeutungsträger, sondern vor allem als Sound, als klangliche und rhythmische Komposition. Keine ungeeignete Kunstform also, um in einem Land, in dem Fremdsprachen ziemlich weit weg sind, für Mehrsprachigkeit zu werben. Fünf europäische Kulturinstitute und das International House veranstalteten daher am 16. Mai 2009 in Osaka den ersten internationalen Slam Poetry-Wettbewerb. Da es auch in Osaka eine kleine Slam-Szene gibt, kam es tatsächlich – wie die Veranstalter sich das für dieses alljährliche Datum wünschen – zu einem „japanisch-europäischen Kulturaustausch“.
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