Menschen im Wandel

Kivalina © Savor Terra Films Dokumentarfilm
64 Min.
USA, 2016
Gina Abatemarco



Kivalina ist eine kleine Insel im nördlichen Alaska. Hier lebt das Volk der Inupiaq Eskimos. Einst Nomaden wurden sie vor etwa 100 Jahren von der US Regierung hier angesiedelt. Sie leben im wesentlichen vom Walfang und der Fischerei und haben eine geradezu religiöse Beziehung zur Natur. Wie fast alle traditionellen Gesellschaften versuchen sie, ihre kulturelle Identität mit der Moderne in Einklang zu bringen, mit allen Frustrationen und Konflikten, die dies mit sich bringt. Daneben müssen die Inupiaq aber noch mit einer anderen, wirklich existenziellen Bedrohung umgehen: Aufgrund des Klimawandels wird ihre Insel Kivalina voraussichtlich bis 2025 im Meer verschwunden sein. Seit Jahren werden Stürme und Überschwemmungen immer verheerender. Symbol für diesen aussichtslosen Kampf ist der brüchige Damm, der nach jedem Hochwasser größere Löcher aufweist und mit dessen Verfall die Inupiaq von der US Regierung allein gelassen werden. Die zunehmend wärmeren Temperaturen führen außerdem dazu, dass früher ganzjährig eisbedeckte Gebiete rund um Kivalina nun für die Ölförderung nutzbar werden - eine zutiefst ironische und gleichzeitig tragische Folge des Klimawandels. Für die Inupiaq gibt es kaum einen Ausweg. Selbst für eine Umsiedlung fehlen die Mittel und der Wille.
Der Film benutzt eine überwältigende Bildsprache, um uns die Inupiaq nahe zu bringen. Dabei kontrastiert die Wärme der Familien und der Community mit der harten Unwirtlichkeit von Eis, Felsen und Meer. Dem Film gelingt das intime Portrait eines kleinen Volkes, das schon vor hundert Jahren in ein anderes Leben gezwungen wurde und jetzt wieder von äußeren Gewalten in seiner Existenz bedroht ist. Neben dem Klimawandel handelt "Kivalina" damit auch von ökonomischer Kolonisierung und kultureller Ignoranz. Und dem Festhalten an einem Leben im Einklang mit der Natur - das in unserer Zivilisation kaum mehr Platz hat. Dem Zugriff von Klimawandel und Ressourcenausbeutung haben die Inupiaq nichts entgegen zu setzen. Außer der inneren Stärke einer jahrhundertealten Lebensweise, die Mensch und Natur respektiert. Der Film verleiht dieser Stärke einen beeindruckenden bildlichen Ausdruck.

kivalinathefilm.com

Distribution

Savor Terra Films
New York, USA
Tel.: +1 645 5267142
gabatemarco@gmail.com

Smangus: A Year in the Clouds Smangus: A Year in the Clouds Dokumentarfilm, UK/Taiwan, Dean Johnson/Frank Smith


Der Dokumentarfilm „Smangus: A Year in the Clouds“ bietet einen tiefen Einblick in das Leben einer Gruppe von Ureinwohnern vom Volk der Atayal, die tief in den Bergen von Neiwan bei Hsinchu auf Taiwan leben. Sie führen ein Leben, das den Idealen einer chinesischen „Volkskommune“ oder einem „Utopia“ der westlichen Philosophie zu entsprechen scheint. Ihr Leben besteht aus gemeinsamer Arbeit, gemeinsamer Nutzung der Erträge, gemeinsamer Verwaltung und Teilen des gemeinsamen Erfolgs. Sie folgen zudem der Weisheit ihrer Vorfahren und führen ein Leben im Einklang mit der Natur.


A Year in the Clouds

Distribution

PTS Foundation
International department
world@mail.pts.org.tw www.pts.org.tw

Off the Grid Off the Grid Dokumentarfilm, Niederlande 2011, Alexander Oey, 52 Min.


Die globale ökonomische Krise trifft die USA hart. Unzählige Familien stehen vor dem finanziellen Ruin. Einige jedoch – es werden immer mehr – nehmen ihr Schicksal in die eigenen Hände und versuchen, sich eine neue ökonomische und soziale Unabhängigkeit von der globalen Wirtschaft zu erkämpfen. Ein Radiomoderator wird autark und errichtet seine eigene Wasser- und Stromversorgung. Eine Kleinstadt entwickelt einen lokalen Entwicklungsplan, der bewusst alle Konzepte von außen ablehnt. Eine Region führt ihre eigene lokale Währung ein, um die lokale Wirtschaft zu stärken. In der Krise obdachlos gewordene Menschen schließen sich in Zeltstädten zusammen und organisieren sich. Es scheint, als würde die Wirtschaftskrise ein schon lange schlummerndes Bedürfnis mit Wucht an die Oberfläche bringen – den Wunsch, die Kontrolle über sich und sein Umfeld zurückzuerlangen, Eigenverantwortung zu übernehmen und sein Leben nachhaltig zu gestalten.
Der Film begibt sich an verschiedene Orte in den USA auf der Suche nach Formen der lokalen Autonomie im Angesicht der ökonomischen Krise. Es wird deutlich, dass die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte die individuelle Eigenständigkeit in weiten Teilen einem, wie jetzt klar wird, krisenanfälligen Weltmarkt geopfert hat. Überall, so scheint es, wollen Menschen bescheidener, aber dafür selbstbestimmter leben. Die wirklichen Alternativen für die Umwelt- und Wirtschaftskrise liegen auf lokaler Ebene, dies zeigt OFF THE GRID auf spannende Weise. Off the Grid

Distribution

Autlook Filmsales
Trappelgasse 4/17
A-1040 Vienna
Tel.: +43-720-346934
welcome@autlookfilms.com

Herz des Himmels, Herz der Erde Herz des Himmels, Herz der Erde Dokumentarfilm, Deutschland 2011, Johanna Ickert, 85 Min.



Der Mayakalender sagt angeblich für 2012 das Ende der Welt voraus. Die westliche Zivilisation zelebriert diese Prophezeiung mit Genuss und Gänsehaut in Film und Medien. Die Maya selbst, ihre Geschichte, ihre Tradition, ihre Gegenwart, spielen dabei so gut wie keine Rolle. Der Film HERZ DES HIMMELS, HERZ DER ERDE begibt sich nach Guatemala und zeigt das Leben der Maya, ihre Riten und Zeremonien, vor allem aber die Bedrohungen, mit denen die Maya heute konfrontiert sind. Eine jüngere Geschichte, die geprägt ist von Völkermord und Vertreibung. Westliche Ausbeutung, die wie vor 500 Jahren die Menschen als störende Objekte bei der Gewinnmaximierung begreift, heute in Gestalt von Goldminen- und Saatgutkonzernen, die den Maya Lebensraum, Wasser und Nahrung rauben.
Was der Film in einfühlsam-wahrhaftigen Bildern zeigt, ist letztlich die Konfrontation zwischen zwei gegensätzlichen Lebens- und Naturkonzepten – eine von Respekt, Mythen und Träumen gekennzeichnete Weltsicht trifft auf eine rationalistische Dominanzkultur. Der Widerstand der Maya gegen die Zerstörung ihres Lebensraums mutet hoffnungslos an. Dennoch geht eine Stärke und Weisheit von ihrem Kampf aus. Der Film enthält sich sowohl der platten Polemik gegen die westliche Zivilisation als auch der Glorifizierung der Maya. Gerade dadurch wird am Ende jedoch umso deutlicher, dass die Untergangsprophezeiung der Maya doch noch wahr werden könnte, allerdings nicht als plötzliches Armageddon, sondern als schleichende Selbstzerstörung. http://www.heart-of-sky.com/

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Pifflmedien GmbH
Boxhagener Straße 18
10245 Berlin
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There once was an Island: Te Henua e Nnoho There once was an Island: Te Henua e Nnoho Neuseeland/USA 2010, Briar March, 80 Min.



Takuu ist ein kleines Atoll im Südpazifik. Aufgrund des steigenden Meeresspiegels und der Verschiebung von Erdplatten versinkt die Insel langsam, aber unausweichlich im Meer. Die Bewohner leben seit Jahrtausenden weitgehend abgeschieden auf ihrer Insel und haben sich eine sehr reiche und zivilisationsferne Kultur erhalten. Sie wissen nicht, warum das Wasser jedes Jahr näher kommt und nach und nach ihre Dörfer überspült. Ein großer Teil ihrer Nahrungsgrundlage ist ihnen bereits durch die Versalzung des Bodens entzogen worden, viele sind bereits geflohen. Dann kommen Wissenschaftler auf die Insel und versuchen, die restlichen Bewohner zum Umzug auf eine Nachbarinsel zu bewegen. Doch die verbliebenen Menschen von Takuu zögern – sie fürchten den Verlust ihrer Eigenständigkeit und ihrer kulturellen Identität.
Auf fast poetische Weise nähert sich dieser Dokumentarfilm dem Problem des Klimawandels, das am Beispiel dieser versinkenden Insel manifest wird. Der Film lässt sich Zeit, drei Familien und ihre Ängste, Zweifel und Ungewissheiten, die mit dem Verlust der Heimat verbunden sind, zu begleiten. Am Ende wird deutlich, wie ein globales Problem zu einem individuellen Schicksal wird.


www.thereoncewasanisland.com/

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On The Level Productions
Lyn Collie
Tel.: +64-27-2829593
takuufilm@gmail.com

Beautiful Islands Beautiful Islands Dokumentarfilm, Japan 2009, Kana Tomoko, 106 Min.

Drei Inseln, ganz unterschiedlich, aber alle existenziell bedroht vom Klimawandel: Tuvalu im Südpazifik, Venedig in Italien und Shishmaref in Alaska. Drei Inseln mit den speziellen Besonderheiten ihrer Natur, ihrer Kultur und ihrer Menschen. Verschiedene Tagesabläufe, Rituale, Feste. Und: Verschiedene Formen, mit der Bedrohung durch den Anstieg des Meeresspiegels umzugehen. Die technischen Möglichkeiten Italiens stehen Tuvalu und Shishmaref nicht zur Verfügung. Dafür Haben deren Bewohner Rituale und Traditionen entwickelt, die den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärken.
Der Film ist über einen Zeitraum von drei Jahren entstanden und unterscheidet sich von vielen anderen Filmen zum Klimawandel dadurch, dass er ohne übertriebene Dramatisierung die Schönheiten der Landschaft, der Kultur und der Menschen zeigt, die über kurz oder lang in dieser Form verloren gehen werden. In langsamen Bildern und intensiven Geräuschkulissen wird ein Bild des Reichtums von Natur und Kultur gezeichnet, das sich vor dem Hintergrund des Klimawandels in ein Gefühl des Verlusts wandelt.

Distribution

Eleven Arts
2932 Wilshire Blvd #204
Santa Monica
CA 90403
USA
Tel.: +1-310-264-0818
Fax: +1-310-264-0868
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www.elevenarts.net

My Super Sea Wall My Super Sea Wall Kurzfilm, Deutschland 2009, Gina Abatemarco, 12 Min.

Auf der winzigen Alaska-Insel Kivalina, 130 Meilen über dem nördlichen Polarkreis, lässt sich der Klimawandel nicht einfach bezwingen, indem man umweltfreundliche Veränderungen in puncto westliche Lebensweise vornimmt: Hier geht es um Leben und Tod. Wenn Kivalina nicht von Flut und Erosion weggespült wird, dann ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis ein arktischer Sturm das tun wird. Kivalinas einziger Schutz sind die von Menschen errichteten Dämme, die auf sämtlichen Stränden der Insel aufgebaut wurden, in der Hoffnung, dass sie das Meer in Schach halten. Für eine Gemeinde, die seit Jahrtausenden existiert, steht nicht nur deren Dorf auf dem Spiel, sondern auch deren gesamte Lebensweise.

Klimaspots von Michael Ballhaus: Was würden Sie vermissen? Klimaspots von Michael Ballhaus: Was würden Sie vermissen? Kurzfilme, Deutschland 2007/2008, Studenten der dffb

Im Rahmen seiner Initiative „Ballhaus-Projekt“ drehte der renommierte Kameramann Michael Ballhaus gemeinsam mit Studenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) vier kurze Umweltspots zu der Frage „Was würden Sie vermissen?“. Drei berühmte deutsche Regisseure (Fatih Akin, Wolfgang Petersen, Volker Schlöndorff) sowie Michael Ballhaus selbst reflektieren in diesen Spots, was in einer durch Klimawandel geprägten Welt verloren gehen wird.
Die Spots sind in ihrem Ansatz zur Vermittlung der Bedrohung durch den Klimawandel sowie in der technischen Umsetzung sehr gelungen, bleiben aber zum Teil in ihren konkreten Botschaften wunderbar rätselhaft.

Distribution

Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)
Festivalkoordination
Potsdamer Str. 2
10785 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 30 25759 152
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wolff@dffb.de www.dffb.de/html

Herança Herança Dokumentarfilm, Brasilien 2007, Carolina Berger, 26 Min.

Im tiefen Süden Brasiliens, an der südöstlichen Grenze des Staates Rio Grande do Sul, wo Landwirtschaft und Viehzucht die Hauptwirtschaftszweige darstellen, versucht eine kleine Gemeinschaft aus Landwirten den Verlust ihres Bodens zu verhindern. Durch Klimawandel und Degradation des Bodens ist das Land starken Veränderungen ausgesetzt, die Wüste ist auf dem Vormarsch. Doch die Möglichkeiten der armen Landbevölkerung sind gering. Nach und nach entzieht ihnen der Klimawandel ihre Existenzgrundlage.
Der Film präsentiert eine beeindruckende und bildstarke Momentaufnahme der Klimafolgen in Brasilien. Die wunderschön fotografierte Landschaft und die eindringlichen Aussagen der Betroffenen sprechen dabei für sich, ein Kommentar ist nicht nötig. Der Klimawandel verliert seine Abstraktheit und wird in den Schicksalen der Menschen konkret.

Distribution

Carolina Berger
carolinadiasberger@hotmail.com

Where is my Home? Where is my Home? Dokumentarfilm, Indien 2008, Krishnendu Bose, 6 Min.


Seit 15 Jahren steigt der Meeresspiegel in den Sunderbans im Osten Indiens kontinuierlich. Doch in den letzten Jahren hat sich das Tempo vergrößert, Ozeanographen berechneten einen Anstieg von 3mm gegenüber einem globalen Durchschnitt von 2mm. Zwei Inseln des Deltas wurden bereits vom Wasser überspült. Wissenschaftler sehen die Überlebensmöglichkeiten von rund 100.000 Menschen bedroht. Der Film erzählt die Geschichte der 13-jährigen Anjona, die zusammen mit Ihren Eltern gezwungen ist, ihr Zuhause auf der Insel Ghoramara zu verlassen, da diese zu sinken begann. Ihr neues Heim, eine Nachbarinsel, wird ebenfalls durch das Wasser zerstört. Ihre Zukunft ist ungewiss.
Die Kurzdokumentation verfolgt das Schicksal eines sogenannten „Klimaflüchtlings“. Ohne viele Erklärungen konzentriert sich der Film auf den bewegenden Bericht des Mädchens Anjona und ihrer Familie. Die individuellen Folgen des Klimawandels werden direkt spürbar.

Distribution

New Delhi Television Pvt Ltd
Delhi
Indien

No Impact Man No Impact Man Dokumentarfilm, USA 2008, Laura Gabbert/Justin Schein, 90 Min.


Angesichts des Klimawandels entschließt sich die in New York lebende Familie Beavan zu einem ungewöhnlichen Experiment: Sie will ein Jahr lang auf alles verzichten, was schädliche Emissionen verursacht, selbst wenn das ihr Leben auf den Kopf stellt. Freiwillig lassen sich die Beavans in ihrer Wohnung den Strom abstellen. Dies bedeutet ein Leben ohne Kühlschrank, Klimaanlage, Fernseher etc., jedoch romantische Abende bei Kerzenlicht. Nach langen Diskussionen verbannen sie sogar Toilettenpapier aus ihrem Leben. Colin Beaver, der Initiator des Projekts, hält seine Erlebnisse in einem Online-Blog fest und wird in kurzer Zeit zum „No Impact Man“. Trotz aller Schwierigkeiten und Hindernisse erfahren die Beavans bald, dass der Verzicht auf viele Dinge nicht nur leichter ist als angenommen, sondern auch, dass das Leben eine neue Qualität gewinnen kann.
Der Film ist ein emotionales und intimes Portrait einer Familie, die einen harten Bruch in ihrem Alltag vornimmt. Deutlich wird, wie weitreichend diese Entscheidung ihr gesamtes Leben verändert. Ohne Heroisierung zeigt der Film Konflikte, Probleme, aber auch neue Möglichkeiten eines nachhaltigen Lebensstils.

www.noimpactdoc.com

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neuzeitfilm
Friendsfactory/2. Etage
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60489 Frankfurt am Main
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Urga Urga Spielfilm, Russland, 1991, Nikita Michalkow, 129 Min.


In der mongolischen Steppe lebt der Hirte Gombo mit seiner Familie, abgeschieden von der Zivilisation. Eines Tages bleibt in der Nähe seines Zeltes der russische LKW-Fahrer Sergeij mit seinem Fahrzeug liegen. Er wird von Gombo und seiner Familie herzlich aufgenommen. Zwischen den beiden Männern aus unterschiedlichen Kulturen entwickelt sich bald eine tiefe Freundschaft. Die beiden brechen zusammen in die nächstgelegene Stadt auf, in der Gombo versucht, in der Apotheke Präservative zu kaufen, da die chinesische Regierung Geburtenkontrolle vorschreibt. Sergeij hingegen betrinkt sich in der nächsten Kneipe. Als sie nach einigen Turbulenzen heimkehren, bringt Gombo ein Fahrrad und ein Fernsehgerät mit, zwei in der Steppe völlig sinnlose Geräte.
Der Film beschreibt in großartigen Bildern das Leben in einer einfachen, aber harten Landschaft. Doch diese Welt verändert sich rasant. Die sogenannte „Zivilisation“ macht auch vor den entlegenen Regionen nicht halt. Und sie bringt eine Kultur mit, die viele bunte Konsumgüter, aber wenig Sinn bereit hält. Für den Film erhielt Nikita Michalkow bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig den „Goldenen Löwen“.

Urga

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trigon-film
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Am Tag als Bobby Ewing Starb Am Tag als Bobby Ewing Starb Spielfilm, Deutschland 2005, Lars Jessen, 92 Min. Mit: Peter Lohmeyer, Richy Müller, Gabriela Maria Schmeide, Franz Dinda, Nina Petri


1986 – Die Protestbewegung gegen den Bau des Atomkraftwerks in Brokdorf ist in den letzten Zügen. Die Bewohner des „Alternativen Wohnkollektiv Regenbogen“ engagieren sich seit Jahren in diesem Protest. Abseits der Demonstrationen pflegen sie das übliche Kommunenleben mit Konsensdiskussionen, Schafe scheren und Gemeinschaftsbaden. Eines Tages stoßen Hanne und ihr Sohn Niels zu ihnen. Nach ihrer Scheidung hat Hanne sich entschlossen, die Stadt zu verlassen und ein ruhigeres Leben in der Provinz zu suchen. Doch während Hanne sich überraschend schnell an das unkonventionelle Kommunenleben gewöhnt, fällt es Niels zunehmend schwerer, das Gemeinschaftsleben mit den dogmatischen WG-Regeln zu akzeptieren. Stattdessen findet er Anschluss bei Dorfrocker Rakete und Martina, der Tochter des Bürgermeisters. Zum großen Konflikt kommt es schließlich, als im entfernten Tschernobyl ein Reaktor explodiert. Genau an dem Tag, als Bobby Ewing stirbt, der Erdölprinz aus „Dallas“ und Serienliebling der Kommune.
Der Film wirft einen ebenso warmen wie selbstironischen Rückblick auf die Umweltbewegung der 80er Jahre mit ihren Hoffnungen und alternativen Gegenentwürfen. Indem er sich ohne Klischees auf die Personen konzentriert, macht er ein Stück deutscher Geschichte auf persönliche Weise erfahrbar.

www.bobby-ewing.de

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Transit Film GmbH
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80335 München
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Familie Sonnemann Familie Sonnemann Dokumentarfilm, Deutschland 2004, Dieter Zeppenfeld/Ulrike Bartels, 90 Min.


Tief versteckt im rheinischen Hunsrück lebt die Familie Sonnemann – bewusst ohne Strom, ohne Gas, ohne Wasseranschluss und ohne Fahrzeug. Ihre bescheidene Existenz als Selbstversorger basiert auf der Arbeit als Öko-Bauern und Saatgutvermehrer. In diese fast mittelalterliche Idylle bricht die Planung der Autobahn „B 50 neu“, eine Bedrohung für das Leben und die Arbeit der Familie. Friedmund und Katrin Sonnemann engagieren sich zusammen mit anderen Betroffenen im Widerstand gegen die Autobahn, die über die Mosel quer durch den Hunsrück und damit durch ihr Land laufen soll.
Der Film begleitet die Familie Sonnemann über ein Jahr. In intensiv beobachtenden Bildern erzählt er vom Alltag und vom politischen Engagement der Familie, die ein für heutige Verhältnisse so außergewöhnliches Leben führt. Mit viel Gespür schafft es der Film, dem Zuschauer die zunächst skurril anmutenden Protagonisten nahe zu bringen und deren alternativen Lebensentwurf verstehbar zu machen.

dogwoof.com/films/a-crude-awakening

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Krautmühlenweg 8
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Birdwatchers Birdwatchers Spielfilm, Brasilien/Italien 2008, Marco Bechis, 108 Min.

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Der Film Birdwatchers beginnt mit einem Blick aus der Vogelperspektive: Die Kamera überfliegt einen tropischen Regenwald, ein dichtbewachsenes Terrain aus sattem Grün, das von einem breiten Wasserlauf durchzogen wird. Auch am Ende der Geschichte ist wieder ein Stück Dschungel zu sehen. Diesmal geht die Landschaft jedoch jäh in eine immense Kahlschlagszone über. Das einzige, was inmitten der von Ackerfurchen durchkämmten stumpfbraunen Ödnis ins Auge springt, ist ein einsamer Baum. Er wirkt wie der letzte Überlebende einer ausgestorbenen Spezies.
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