ArtsWork 2012: Refiguring Women

Das Goethe-Institut in Subsahara-Afrika hat die ArtsWork-Reihe initiiert um Fragen rund um Frauen und Gender im Kunstsektor zu diskutieren. ArtsWork will die Rolle von Frauen, deren Räume und künstlerische Praxis reflektieren. Vorallem aber ist es eine Plattform zum Netzwerken und Austausch zwischen afrikanischen Künstlerinnen.
Während ArtsWork 2011 die Position von Frauen im Film beleuchtete, befasst sich ArtsWork 2012 „Refiguring Women“ mit Frauen in der bildenden Kunst.
Frauen diskutieren ihre Rolle in der bildenden Kunst
Vom 26. bis 29. November 2012 veranstaltete das Goethe-Institut in Johannesburg, in Zusammenarbeit mit Nontobeko Ntombela und Jabu Pereira, eine Reihe von Gesprächen, Diskussionsforen, Präsentationen und Networking Events mit einer Gruppe von 24 Frauen im Kunstsektor aus verschiedenen afrikanischen Ländern, der Diaspora, und Deutschland. ArtsWork: Refiguring Women fokussierte das Thema afrikanische Frauen in der Kunst aus drei Perspektiven: Positionierung, die Rolle von Frauen in der bildenden Kunst; der Körper, aktuelle Spannungen bezüglich der Darstellung des weiblichen Körpers in der Kunst; und Transidentität, eine Auseinandersetzung mit transformativen Ansätzen in Feminismus und Gender-Konzepten.

Forumsdiskussion © Lerato Maduna
Der erste Konferenztag bot den Teilnehmerinnen Gelegenheit zum Netzwerken. Auf einem Ausflug ins Alexandra Township lernten die eingeladenen Künstlerinnen einander kennen, die Stadt Johannesburg, sowie zwei von der Gemeinschaft geführte Wohnbauinitiativen in Alexandra.
Ausstellungseröffnung und lebhaftes Podiumsgespräch mit Fotografin Zanele Muholi
Neben den Workshops mit den eingeladenen Teilnehmerinnen wurden Gespräche und künstlerische Präsentationen für die interessierte Öffentlichkeit geboten. Am 27. November wurde im Goethe-Institut Zanele Muholis Porträtserie „Phases and Faces“ eröffnet, begleitet von einem öffentlichen Podiumsgespräch zwischen der Künstlerin und Aktivistin und der Journalistin und Schriftstellerin Gail Smith. Die Eröffnung war gut besucht, mit vielen Gästen aus der Schwulen- und Lesbenbewegung, was zu einer lebhaften Debatte und Fragerunde mit Zanele Muholi beitrug. Die „Phases und Faces“ Ausstellung ist bis am 31. Januar 2013 im Goethe-Institut in Parkwood zu sehen.
Neben den Workshops mit den eingeladenen Teilnehmerinnen wurden Gespräche und künstlerische Präsentationen für die interessierte Öffentlichkeit geboten. Am 27. November wurde im Goethe-Institut Zanele Muholis Porträtserie „Phases and Faces“ eröffnet, begleitet von einem öffentlichen Podiumsgespräch zwischen der Künstlerin und Aktivistin und der Journalistin und Schriftstellerin Gail Smith. Die Eröffnung war gut besucht, mit vielen Gästen aus der Schwulen- und Lesbenbewegung, was zu einer lebhaften Debatte und Fragerunde mit Zanele Muholi beitrug. Die „Phases und Faces“ Ausstellung ist bis am 31. Januar 2013 im Goethe-Institut in Parkwood zu sehen.
ArtsWork Teilnehmerinnen Rehema Chachange aus Tansania und Usha Seejarim aus Südafrika zeigten der Öffentlichkeit ihre Installationen in der Parking Galerie in Doornfontein am 28. November. Im Anschluss diskutierten Bongi Dhlomo (Südafrika), Konjit Seyoum Bekele (Äthiopien), und Suzana Sousa (Angola) die „Rolle von Frauen in Kunst und Interessenvertretung„. Der Abend wurde abgerundet von N’Goné Fall (Senegal) mit einer Präsentation zur “Position von Frauen in der Kunst”.

Forumsdiskussion © Lerato Maduna
Es fehlt an Kunsterziehung, Mentoring, und Sichtbarkeit im Markt
Im Verlauf des Workshops wurde eines klar: Künstlerinnen aus Afrika haben vorallem mit dem Problem des Mangels zu kämpfen - Mangel an Kunsterziehung, Mentoring, Präsenz im Markt sowie akadmesicher Forschung. Die Teilnehmerinnen N’Goné Fall und Jacqueline Karuti sind sich einig, dass diese Themen im Workshop offen diskutiert wurden. Jacqueline Karuti, bildende Künstlerin aus Nairobi und jüngste Teilnehmerin, war vom offenen Gesprächsklima positiv überrascht und bezweifelt, dass Themen wie Gender und Sexualität in ihrem Heimatland Kenia in dieser Form diskutiert worden wären.
Wertvoller Erfahrungsaustausch
Für junge Künstlerinnen wie Jacqueline ist ArtsWork eine willkommene Gelegenheit, von erfahrenen Kolleginnen zu lernen, und dabei auch noch wertvolle Kontakte zu knüpfen. Die ehemalige Architektin und jetzige Kuratorin N’Goné Fall glaubt, dass Kunst einen Beitrag zu gesellschaftlichem Wandel leisten kann. Vorausgesetzt, Kunst wird nicht als reine Dekoration verstanden, sondern als Mittel zum sozialen Wandel. Angeregt durch ArtsWork will sie vorherige Generationen weiblicher Künstler recherchieren, um sie sichtbar zu machen und ihnen Tribut zu zollen.
ArtsWork 2012: Refiguring Women gab den Teilnehmerinnen eine Plattform um sich Gehör zu verschaffen und die nötige Motivation, die Stimme afrikanischer Frauen in der Kunst weiter zu stärken.
Copyright: Goethe-Institut Südafrika, Internet-Redaktion
Dezember 2012
Dezember 2012



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