Aktionen im Projekt
Von Fragmenten der venezolanischen Nationalhymne begleitet und umrankt von Papageienkrächzen in
karibischem Ambiente wälzt sich in Christine de la Garennes
Video „Gloria al Bravo Pueblo“ ein anonymer Akteur in einer Hängematte, mal schlaff ausgestreckt, mal in wilden Zuckungen, als befinde er sich im Todeskampf. Garennes Parodie verweist auf die heillose Verstrickungen politischer Ranküne und die Scheinheiligkeit populistischer Diskurse.
Kurzbiographie
Christine de la Garenne (Karlsruhe, 1973). Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und Germanistik an der Universität Karlsruhe. Sie spezialisierte sich in Medienkunst und erhielt verschiedene Stipendien für internationale Forschungsaufenthalte in Los Angeles, Paris und Peking. Sie lehrte als Gastdozentin an der Akademie der bildenden Künste in Genua und momentan hat sie eine Gastprofessur an dem Art Center College of Design in Pasadena, Los Angeles, inne. Sie zeigte ihre Arbeit bei zahlreichen internationalen Festivals. Ihre Videoinstallationen thematisieren das Phänomen der Wahrnehmung. Durch die Manipulation und Vervielfältigung von visuellen und auditiven Aspekten, der Veränderung der Raum- und Zeitkoordinaten sowie der Größenverhältnisse des Dargestellten wird ein zerbrechliches Bild der Wirklichkeit wiedergegeben. Ihre Arbeiten vereinen solch gegensätzliche Komponenten wie Kontemplation und Aggression, changieren zwischen emotional aufgeladenen, spannungsreichen Sequenzen und meditativen Einstellungen. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles.