Miguel Ventura
Aktionen im Projekt
Als monumentalen Kriegsschauplatz stellt Miguel Ventura im Video „Mexican War Fair“ sein Land dar: Aufständische in Chiapas, durchgedrehte Nazi-Offiziere, Terroristen und Koprophile, Kopfjäger und Lederhosenfetischisten begegnen sich in der Kakophonie eines „New Interterritorial Language Committee“ (NILC), wo sie in gefährlicher Nähe zur Nazi-Mystik einer Orgie aus Gay-Sex, Gewalt und ländlicher Pastorale frönen.Haarsträubende Debatten zu „Gender“, „Race“ und Identität, schrille Reklame sowie Seitenhiebe auf die Söldnerrolle der zeitgenössischen Kunst vervollständigen Venturas abgründiges Sittenbild.
Kurzbiographie
Miguel Ventura (San Antonio, EE.UU. 1954). Er lebt und arbeitet in México DF. Er hat einen kontroversen Korpus entwickelt, der eine neue Welt mit eigener Struktur und Sprache schafft: NILC (New Interterritorial Language Committee). Seine Errichtung eines atypischen sozialen Modells, das er mit Hilfe von Videoinstallationen, Dekorationsobjekten, Musik, Malerei, Rahmen etc. präsentiert, basiert auf Parodie und Spott mit dem Ziel das Führungsmodell des Alltags bloßzustellen. Sein Werk spielt mit den Begriffen Unschuld, Sexualität und Maskulinität. Er verarbeitet Zeichen der Vergangenheit neu, wie das Hakenkreuz, um Gewohnheiten anzuprangern. Seine wichtigsten Einzelausstellungen sind: „Cantos Cívicos 2008“ im Museo Universitario de Arte Contemporáneo (MUAC) und „Cantos Cívicos 2007“, ein Projekt des NILC, Espai d’art Contemporani de Castelló, Castellón, España, 2007; „¿Cómo he de amarte mi pequeñín?“, El ojo atómico, Madrid, 2005; „The P.M.S. Dilema“, Museo de Arte Carrillo Gil, Mexiko D.F., 2002; „The New Fuck Me Little Daddy House“, Flatland Gallery, Impakt Festival, Utrecht, Holand, 1999. Er hat außerdem an verschiedenen Gruppenausstellungen in Amerika und Europa teilgenommen.





