Kultur und Klima

Eine der Atlantis-Installationen von Tea Mäkipää, Reykjavik 2008; © Tea Mäkipää
Eine der Atlantis-Installationen von Tea Mäkipää, Reykjavik 2008; © Tea Mäkipää
Der globale Klimawandel wird die Zukunft des Planeten Erde fundamental beeinflussen, seine Auswirkungen auf die künftigen Lebensbedingungen sind bedrohlich. Die Ursachen liegen auch im Verhalten des Menschen in der Vergangenheit und seiner immer noch vorhandenen Ignoranz in der Gegenwart begründet. Die daraus resultierende Verantwortung zu übernehmen, d.h. Schritte einzuleiten und neue Wege zu gehen, die Abhilfe schaffen und dem Klimawandel Einhalt gebieten können, um den kommenden Generationen keine unwirtliche Lebenswelt zu hinterlassen, ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der sich auch Bosnien und Herzegowina stellen muss. Um diesen notwendigen Bewusstseinswandel zu unterstützen, widmet sich das Goethe-Institut weltweit schwerpunktmäßig und längerfristig dem Thema "Kultur und Klima".

Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, die grundsätzliche Problematik, die Konsequenzen des Klimawandels für das Zusammenleben und mögliche Lösungsansätze in Bosnien und Herzegowina ins gesellschaftliche und politische Bewusstsein zu rücken und zu verankern, Diskurse anzustoßen und verantwortliches Handeln anzuregen.

In diesem Zusammenhang haben wir in Bosnien und Herzegowina, wie auch in Serbien, Kosovo und Albanien ab Oktober 2010 eine von der deutschen Regierung geförderte und zusammen mit den DAAD-Alumni organisierte Veranstaltungsreihe zum Thema "Klimawandel als gesellschaftliche Herausforderung" gestartet, in der aus der Perspektive der verschiedensten Disziplinen nach Ansätzen gefragt wird, wie die Gesellschaft in Bosnien und Herzegowina und der Nachbarländer auf diese Herausforderungen reagieren kann. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, die grundsätzliche Problematik, die Konsequenzen des Klimawandels für das Zusammenleben und mögliche Lösungsansätze in Bosnien und Herzegowina ins gesellschaftliche und politische Bewusstsein zu rücken und zu verankern, Diskurse anzustoßen und verantwortliches Handeln anzuregen.

Aus der Perspektive der folgenden Fachgebietsgruppen wurden und werden diese Fragen betrachtet:
1) Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen
2) Philosophie und Germanistik
3) Agrarwissenschaft, Forstwissenschaft und Ernährungswissenschaft
4) Jura, Architektur und Stadtplanung

Zu den jeweiligen Disziplinen haben wir Fachleute aus Deutschland und Bosnien und den Nachbarländern zu öffentlichen Diskussionsveranstaltungen eingeladen. Um eine möglichst landesweite Sichtbarkeit zu erreichen, fanden diese Veranstaltungen in Sarajevo, Banja Luka und Bihać sowie in Serbien und Albanien statt. Hinzu kommt als weiterer Anstoß für die breitere Bewusstmachung der Klimarelevanz gesellschaftlichen Handelns die landesweite Vorführung der Filmreihe „Klima.Kultur.Wandel“ zu den Ursachen des Klimawandels und möglichen Auswegen aus dieser Krise und die Inszenierung des Klimawandeltheaterstück „2050 – ein Tag im November“ von Lorenz Hippe am Jungen Theater in Mostar, das durch Bosnien und Herzegowina tourte und auch in Belgrad aufgeführt wurde.

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