Begegnung
mit den Autoren Navid Kermani und Dževad Karahasan
07.10.2013, 19:00 Uhr
Bošnjački institut u Sarajevu, Mula Mustafe Bašeskije 21
BKS - Deutsch
Simultanübersetzung
Eintritt frei
Kontaktperson: Azra Salihbašić-Selimović, Koordinatorin der Programmarbeit
Tel. +387 33 570000

Alle Menschen, die sich gleichsam für Literatur sowie die Themen Toleranz und Religion interessieren, sind herzlich zu dieser vielversprechenden Begegnung eingeladen.
Der Orientalist, Literat und Publizist Navid Kermani, der 1967 in Siegen geboren wurde, ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Neben diversen anderen Preisen erhielt er die Buber-Rosenzweig-Medaille, den Hannah-Arendt-Preis und den Kleist-Preis. In seinem umfangreichen Werk, zu dem sowohl Romane als auch Sachbücher gehören, beschäftigt sich Kermani, der einen deutschen und einen iranischen Pass hat, vor allem mit dem Thema Religion, insbesondere dem Islam, und dem Verhältnis der europäischen Gesellschaft zu den Muslimen. Derzeit lebt er gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.
Der bosnische Schriftsteller Dževad Karahasan, geboren 1958 in Duvno geboren, wurde 2012 für seine Verdienste im internationalen Kulturaustausch mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er außerdem die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Seine Werke, in denen es ihm gelingt, Tradition und Moderne sowie Orient und Okzident zu verbinden, sind stets Plädoyers für mehr Toleranz und eine friedliche Konfliktlösung. Neben Romanen verfasst Karahasan auch Theaterstücke und Hörspiele. Er selbst sagt über seine Tätigkeit als Schriftsteller: "Ich bin Schriftsteller, meine Aufgabe ist zu verstehen und nicht zu verurteilen". Nachdem Karahasan 1993 Sarajevo verließ, wo er an der Universität für szenische Künste als Dozent tätig war, wurde er erst Gastdozent an der Universität in Salzburg, später Lektor in Göttingen. Im Anschluss an einen Stipendienaufenthalt in Berlin ging Karahasan als Stadtschreiber nach Graz, das sich neben Sarajevo zu seiner zweiten Heimat entwickelte.




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