Bericht von Max Wolf
Bericht von Sandra
Als ich an meinem ersten Tag in Dhaka ankam begrüßte mich gleich das totale Chaos. Der Verkehr auf den Straßen, die unerträgliche Hitze und tausende von Menschen, die kreuz und quer durch die Gegend flanieren.
Aber die freundliche und aufgeschlossene Mentalität, die mich im Goethe-Institut erwartete, erleichterte mir den Start in Bangladesch ungemein. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin war erfreut sich mich begrüßen zu dürfen und sie freuten sich auf eine nette Zusammenarbeit. Zu dieser kam es dann auch. Die Arbeit im GI war für die 6 Wochen wirklich sehr angenehm und motivierend. Das Team arbeitete gemeinsam an allen Projekten und ich wurde überall gern mit einbezogen. Ich fand es ganz toll, dass ich in alle Aufgabenbereiche einen Einblick gewinnen konnte. Ich hatte meinen eigenen Sprachkurs, habe eine Woche den Bibliothekar vertreten und dort viele Aufgaben übernommen oder einen Workshop mit vorbereitet. Selbstverständlich geriet ich öfter an meine Grenzen. Doch half mir das ganze Team und die eingespielte Arbeitsweise dabei, die Aufgaben gut zu erledigen und auch Spaß dabei zu haben.
Die Stadt Dhaka zeigte sich jeden Tag von einer anderen Seite. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, dass einem eigentlich nur schwer die Langeweile einholen kann. Eine Tour durch Old Dhaka gehörte ebenso zu meinen absoluten Höhepunkten, wie eine kleine Shoppingtour auf dem New Market. Hier begrüßen einen die Verkäufer mit lautstarken Einladungen und vielen verschiedenen Angeboten. Auch in Dhanmondi selbst kann man ein wenig Entspannung am See erfahren oder eins der netten Cafés testen.
Ich versuchte immer neben der Arbeit im Institut auch das Leben außerhalb des GI zu erleben. Großartig war es für mich, einfach in eine Rikscha setzen und sich zur nächsten Attraktion fahren zu lassen. Die Streitigkeiten um den Preis können sich schon mit ein paar Banglakenntnissen aus dem Weg räumen lassen. Diese lernt man schneller als gedacht.
In meiner zweiten Praktikumsphase wurde ich in der Partnerorganisation „Die Sprache“ eingesetzt. Hier erwartete mich eine komplett andere Arbeitsbedingung als in Dhaka. Da alles noch in der Anfangsphase ist und das Institut noch nicht so sehr vernetzt ist wie das Goethe, geht es hier meist recht ruhig zu. Dennoch waren die Studenten hier genauso erfreut mich kennen zu lernen wie auch in Dhaka. Fragen über Fragen sind beim ersten Treffen an der Tagesordnung. Bevor ich hierher kam, meinte man zu mir Chittagong sei sauberer, nicht so arm und viel grüner. Ich für meinen Teil kann eigentlich nur den letzten Teil bestätigen. Hier in dieser Stadt gibt es mehr Möglichkeiten etwas Natur zu genießen und das Meer ist nur eine halbe Stunde von der Stadt entfernt und ist für einen Besuch echt lohnenswert.
Die Zusammenarbeit mit den Chittagong Film Center erwies sich für mich als äußerst angenehm, freundschaftlich und produktiv. Sie veranstalten gemeinsame Events mit uns und ich wurde jede Woche zweimal zum Treffen eingeladen. Diese waren immer wieder eine gesellige Runde in der gegenseitige Erfahrungen und Veranstaltungen ausgetauscht wurden. Auch in Chittagong gibt es viele Möglichkeiten neue Eindrücke und Erlebnisse zu sammeln. Die Mitglieder vom Filmcenter sind in dieser Hinsicht auch sehr aufmerksam und haben mich an ihrer Kunst teilnehmen lassen.
Alles in allem, waren die zwei Monate Bangladesch für mich super aufregend, spannend und erfahrungsreich. Ich werde mich wohl immer an die vielen aufgeschlossenen Menschen erinnern, die ich kennen lernen durfte und ein Team im Goethe-Institut, das mir ein spannendes und interessantes Arbeitsfeld näher brachte. Vielen Dank für die tolle Zeit in Bangladesch!










