Les Francofolies de Spa

Musikfestivals gibt es in Belgien im Juli und August zuhauf – für jung und alt, Rock- und Weltmusikfans, in den Städten und auf dem Land: Pukkelpop, Gentse Feesten, La Sémo, Esperanzah!, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Jedes dieser Festivals hat seine starken Seiten – die Francofolies de Spa haben vielleicht besonders viele. Dazu zählen die Menge der Bands und deren musikalische Spannbreite, der Veranstaltungsort mitten in der kleinen Ardennenstadt und die Fülle an Angeboten für jeden Geldbeutel.
Zur 17. Ausgabe des Festivals werden rund 250 Bands und Solokünstler erwartet. Der musikalische Schwerpunkt liegt – darauf deutet der Titel unmissverständlich hin – auf französischsprachiger Musik. Es gibt gleichnamige Festivals in Frankreich (La Rochelle) und Québec (Montréal). Aus diesen beiden Gebieten und aus Belgien stammt das Gros der eingeladenen Künstler. Eine kleine, aber nach Einschätzung der Organisatoren wachsende Zahl der Bands aus diesen Ländern ist anglophon. Was die Genres betrifft, ist von Rock über Jazz und Elektro bis zu eher traditionellem Chanson alles vertreten.
In den letzten Jahren kamen in fünf Tagen zusammen bis zu 200.000 Besucher nach Spa, pro Tag ein Vielfaches seiner Einwohnerzahl. Mit einer Reihe von organisatorischen Innovationen von der veränderten Anordnung der Bühnen bis zur Müllvermeidung soll dieses Jahr erreicht werden, dass trotz des Massenandrangs Nerven der Besucher und der Anwohner geschont werden. Die Lage im Zentrum einer Kleinstadt unterscheidet die Francofolies von der Mehrzahl anderer Veranstaltungen auf dem platten Land oder in Großstädten und gibt ihnen eine eigene Atmosphäre.
Beachtlich ist auch der Versuch, ein preislich differenziertes Angebot zu schaffen. Die größten Namen (ein Dutzend Künstler) treten auf der größten Bühne auf und sind am teuersten. Anschließend gibt es für die gesamte Dauer des Festivals ein Ticket für die drei Bühnen im Village Francofou – für 45 Euro lassen sich damit pro Tag bis zu 16 Bands sehen. Rund die Hälfte der Bands spielen auf freien Bühnen oder in den zahlreichen Bars der Stadt. Ein Newcomerwettbewerb (Franc’Off) und spezielle Angebote für Kinder runden das Programm ab.
Im folgenden gibt es fünf Kurzporträts von Künstlern, die die musikalische Breite des Festivals erahnen lassen (klicken Sie auf die Titel, um mehr zu erfahren).

Wenn man dem Mythos glauben darf, begann ihre Karriere beinah wider Willen: Freunde drängten sie dazu, Songs zu komponieren, sie begann diese auf Youtube zu veröffentlichen… und wurde quasi über Nacht zum Star.
Renan Luce: Mitnahme von Trampern nur unter Vorbehalt!
Seine Texte drehen sich um erstaunliche Begegnungen beim Trampen, die erste Teenager-Liebe und um Mann und Frau in späteren Lebensaltern.
Baloji: ein explosiver Mix von Rap und SoukousWenn Baloji auftritt, so wie neulich in Brüssel beim Weltmusikfestival Couleur Café, kann es schon mal voll werden auf der Bühne.

Der Titel des Rock-Quartetts aus Lüttich verweist auf die Anfänge, als Frontmann Redboy die ersten Songs mit einem billigen Diktiergerät aufnahm. Für das vielgelobte dritte Album The tragic tale of a genius wurde schwereres Gerät aufgefahren.
An der Schnittstelle von Orient und Europa: Ibrahim Maalouf
Sein erstes Soloalbum Diasporas, 2007 erschienen, bekam begeisterte Kritiken von Kazzkennern und der breiteren Musikpresse. Ibrahim Maalouf ist ein Meister im Mischen europäischer und orientalischer Einflüsse und Instrumente.
Praktische Informationen
Les Francofolies de Spa, 21. bis 25. Juli 2010
Künstler Im Village Francofou (Tickets für alle 5 Tage: 45€ VVK, 50€ Abendkasse)
• Baloji, Mittwoch 21. Juli, 18:45, Scène Fnac
• Cœur de pirate, Donnerstag 22. Juli, 22:00, Scène Proximus
• My little cheap dictaphone, Samstag 24. Juli, 23:30, Scène Fnac
Künstler auf der Scène Pierre Rapsat (Tagesticket für drei Konzerte, 44€ VVK, 48€ Abendkasse)
• Renan Luce, Freitag 23. Juli, 22:30 (am selben Abend: Baï Kamara Jr und Alain Souchon)
Künstler im Salon Bleu (gratis)
• Ibrahim Maalouf, Samstag 24. Juli, 21:30
Tickets
• Telefonisch unter +32 2 275 11 11 (Fnac Brüssel) oder +32 8 779 53 53 (Office de Tourisme de Spa)
• Online (s. Link unten)
Fahrzeiten (Pkw, laut Internet-Routenplaner)
• Brüssel-Spa: 1h27
• Antwerpen-Spa: 1h34
• Aachen-Spa: 0h44
• Köln-Spa: 1h21
• Trier-Spa: 1h32
Les Francofolies de Spa, 21. bis 25. Juli 2010
Künstler Im Village Francofou (Tickets für alle 5 Tage: 45€ VVK, 50€ Abendkasse)
• Baloji, Mittwoch 21. Juli, 18:45, Scène Fnac
• Cœur de pirate, Donnerstag 22. Juli, 22:00, Scène Proximus
• My little cheap dictaphone, Samstag 24. Juli, 23:30, Scène Fnac
Künstler auf der Scène Pierre Rapsat (Tagesticket für drei Konzerte, 44€ VVK, 48€ Abendkasse)
• Renan Luce, Freitag 23. Juli, 22:30 (am selben Abend: Baï Kamara Jr und Alain Souchon)
Künstler im Salon Bleu (gratis)
• Ibrahim Maalouf, Samstag 24. Juli, 21:30
Tickets
• Telefonisch unter +32 2 275 11 11 (Fnac Brüssel) oder +32 8 779 53 53 (Office de Tourisme de Spa)
• Online (s. Link unten)
Fahrzeiten (Pkw, laut Internet-Routenplaner)
• Brüssel-Spa: 1h27
• Antwerpen-Spa: 1h34
• Aachen-Spa: 0h44
• Köln-Spa: 1h21
• Trier-Spa: 1h32








