Jean-Philippe Gammel

Europäische Kulturhauptstädte, DG EAC, Europäische Kommission
„Ich stamme aus einem französischen Dorf, das ganz in der Nähe der deutschen Grenze liegt. Die nächste Großstadt ist Saarbrücken in Deutschland. Ich bin also sehr oft dorthin gefahren, um ins Kino zu gehen, Konzerte zu besuchen, oder Sport zu treiben... Ein Teil meiner Familie ist deutsch, viele meiner Freunde auch. So war die deutsche Sprache schon immer eine sehr wichtige Sprache für mich. Doch ich musste die Grenze verlassen, um eine Stelle in der Europäischen Kommission in Brüssel annehmen zu können. Damit wurde Deutsch auch eine meiner Arbeitssprachen. Heute ist die deutsche Sprache natürlich sehr wichtig für meine Dienstreisen nach Deutschland oder nach Österreich, aber sie ist mir auch hier in Brüssel sehr nützlich für meine Kontakte mit dem Europäischen Parlament oder mit dem Rat.“
Jean-Claude De Vooght

Berater Belgische Militärrepräsentation - Militärausschuss der Europäischen Union
„Als belgisches Kind habe ich Anfang der sechziger Jahre meine ersten Worte Deutsch auf der Straße beim Spielen mit anderen deutschen Kinder gehört und gesprochen. Die Eltern erlaubten es, „Bonanza“ jede Woche im „Ersten“ zu sehen. Das war spannend und half, im Deutschen schneller voran zu kommen. Später gab es auch ein bisschen Deutsch als Fremdsprache im Schulunterricht, aber wichtiger war mein Aufenthalt in Deutschland von insgesamt mehr als 25 Jahren. Dies erklärt, warum ich mich noch heutzutage für Deutschland, meine zweite Heimat, interessiere. Heute wohne ich wieder in Belgien und nahm die Gelegenheit wahr, im Goethe-Institut Brüssel meine Deutschkenntnisse unter Beweis zu stellen. Meine Absicht ist es, in der Zukunft fähig zu sein, auch deutschsprachigen Gruppen durch meine Heimatstadt Louvain-la-Neuve zu führen. Ich habe noch sehr viel erlernt und es hat mir vor allem auch viel Freude bereitet und darüber hinaus Vertrauen gegeben, mein Ziel als Führer zu erreichen. Mit herzlichem Dank für das Angebot.“
Anabela Gago

Anabela GagoKabinettschefin von EU-Kommissar László Andor
„Mit 15 fing ich an, ganz allein Deutsch zu lernen. Das war während der Ferien auf einer Terrasse – mit einem Tonbandgerät. Als Kind hörte ich meine Mutter oft von Deutschland erzählen. Sie war begeistert von der Zeit die sie als Architekturstudentin in Köln verbracht hatte. Ich glaube, dass meine Neugeier und mein späteres Interesse für die deutsche Sprach etwas damit zu tun haben. Später habe ich Deutsch im Goethe-Institut in Lissabon und in Bremen gelernt. In den vergangenen 25 Jahren in der Europäischen Kommission konnte ich mein Deutsch vertiefen, das half mir in verschiedenen Bereichen meiner Arbeit.“
Hélène Clark

Direktorin, DG EAC.B, Europäische Kommission
„Da ich für Lebenslanges Lernen in der EU-Kommission zuständig bin, muss ich auch selbst ins Wasser springen! So versuche ich meine Deutschkenntnisse aufrecht zu erhalten, die ich an meinem vorigen Posten für die Umsetzung des ESF in Deutschland und in Österreich auffrischen konnte. Deutsche und österreichische Ansprechpartner schätzen es sehr, wenn man ihre Sprache anwendet. Es öffnete mir Türen. Ich fand sie immer sehr tolerant gegenüber meinen Unregelmäßigkeiten. Achtung: „fruchtbar“ nicht mit „furchtbar“ verwechseln…!“
Sjef Coolegem

Direktor für Verdolmetschung beim Europäischen Parlament
„Für mich ist die deutsche Sprache die schönste Fremdsprache. Man kann sich im Deutschen sehr präzise ausdrücken, daher genieße ich die Sprache sehr. Die schönsten deutschen Worte sind für mich wohl: „einfühlen“, „Fingerspitzengefühl“ und „sowieso“. Keine andere Sprache, die ich kenne, kann Gefühle so detailliert wiedergeben.“
Timothy Kirkhope

Timothy KirkhopeMdEP, Stellvertretender Vorsitzender der ECR-Fraktion im Europäischen Parlament
„Ich bin sehr an Deutschland und an seinen Menschen interessiert. Ich fahre auch oft nach Deutschland. In meiner Familie gab es in der Vergangenheit eine Verbindung mit Deutschland: Meine Mutter war in den dreißiger Jahren Kindermädchen in Berlin. Viele meiner Kollegen im Europäischen Parlament sprechen Deutsch als Muttersprache und ich möchte sie gerne verstehen und mich mit ihnen auf Deutsch unterhalten können.“







