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Dr. Hubertus Knabe
(*1959 in Unna) ist deutscher Historiker und seit 2001 wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Zudem ist Knabe Mitglied im wissenschaftlichen Fachbeirat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Er veröffentlichte Untersuchungen über Oppositionsbewegungen in der DDR und Osteuropa sowie umfangreiche Studien zur Westarbeit des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Weitere Publikationen widmen sich der ostdeutschen Nachkriegsgeschichte und der Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Knabes Eltern flohen 1959 aus der DDR, er selbst wuchs in Mühlheim an der Ruhr auf. Er engagierte sich früh bei den Grünen und in der blockübergreifenden Friedensbewegung. Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Bremen wurde er 1983 Pressesprecher der Grünen in Bremen. 1985 ging er als DAAD-Stipendiat an die Lórand-Eötvös-Universität in Budapest und promovierte anschließend an der Freien Universität Berlin über Umweltkonflikte im Sozialismus.1988 war er Studienleiter der Evangelischen Akademie Berlin und Anfang der 1990er DAAD-Lektor an der Universität Ljubljana in Slowenien. Von 1992-2000 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Joachim Gauck, seit 2000 Marianne Birthler).


"Diktaturen muss man immer aus der Perspektive der Opfer betrachten und nicht aus der der Mitläufer oder womöglich der Täter."
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