Katja Lange-Müller
(*1951 in Ostberlin) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie ist seit 2000 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, seit 2002 der Akademie der Künste (Berlin) und Gründungsmitglied der Lübecker „Gruppe 05“.
Mit 16 Jahren wurde Katja Lange-Müller wegen „unsozialistischen Verhaltens“ von der Schule verwiesen. Eine Mitschülerin hatte gepetzt, dass sie sich über Walter Ulbricht lustig gemacht hatte. Lange-Müller machte eine Lehre als Schriftsetzerin und arbeitete anschließend als Bildredakteurin bei der Berliner Zeitung. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Requisiteurin beim DDR-Fernsehen war sie mehrere Jahre Hilfsschwester auf psychiatrischen Stationen.
1976 unterschrieb Katja Lange-Müller gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann (deutscher Liedermacher und Lyriker, der das DDR-Regime öffentlich kritisierte). Dies hatte mehrere (gescheiterte) Disziplinierungsversuche durch "DDR-Aufsichtsbehörden" zur Folge und die Nahelegung, einen Ausreiseantrag zu stellen. Dennoch studierte sie ab 1979 am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. 1982 folgte ein einjähriger Studienaufenthalt in der Mongolei. Nach der Rückkehr in die DDR war sie 1983 Lektorin im Altberliner Verlag. 1984 zog Katja Lange-Müller in den Westteil Berlins. Sie lebt bis heute in Berlin.
Katja Lange-Müllers Werk besteht überwiegend aus Erzählungen, oft Geschichten über gesellschaftliche Außenseiter und Versager. In der Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung und dem Leben in der DDR macht sich Lange-Müllers ausgeprägt satirische Ader bemerkbar, mit der sie wunderbar die komische und groteske Seite der Schicksale Ihrer Romanfiguren betont.
(*1951 in Ostberlin) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie ist seit 2000 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, seit 2002 der Akademie der Künste (Berlin) und Gründungsmitglied der Lübecker „Gruppe 05“.
Mit 16 Jahren wurde Katja Lange-Müller wegen „unsozialistischen Verhaltens“ von der Schule verwiesen. Eine Mitschülerin hatte gepetzt, dass sie sich über Walter Ulbricht lustig gemacht hatte. Lange-Müller machte eine Lehre als Schriftsetzerin und arbeitete anschließend als Bildredakteurin bei der Berliner Zeitung. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Requisiteurin beim DDR-Fernsehen war sie mehrere Jahre Hilfsschwester auf psychiatrischen Stationen.
1976 unterschrieb Katja Lange-Müller gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann (deutscher Liedermacher und Lyriker, der das DDR-Regime öffentlich kritisierte). Dies hatte mehrere (gescheiterte) Disziplinierungsversuche durch "DDR-Aufsichtsbehörden" zur Folge und die Nahelegung, einen Ausreiseantrag zu stellen. Dennoch studierte sie ab 1979 am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. 1982 folgte ein einjähriger Studienaufenthalt in der Mongolei. Nach der Rückkehr in die DDR war sie 1983 Lektorin im Altberliner Verlag. 1984 zog Katja Lange-Müller in den Westteil Berlins. Sie lebt bis heute in Berlin.
Katja Lange-Müllers Werk besteht überwiegend aus Erzählungen, oft Geschichten über gesellschaftliche Außenseiter und Versager. In der Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung und dem Leben in der DDR macht sich Lange-Müllers ausgeprägt satirische Ader bemerkbar, mit der sie wunderbar die komische und groteske Seite der Schicksale Ihrer Romanfiguren betont.








