We-Traders

We-Traders Finale und Fortsetzung

© Goethe-Institut

Goodbye BOZAR © Goethe-Institut
Goodbye BOZAR
Hello Cultureghem © Goethe-Institut
Hello Cultureghem

Am Sonntag, den 12. April ging mit der Finissage im BOZAR die letzte von sechs We-Traders-Ausstellungen zu Ende. Aber der Geist von We-Traders wird weiterleben.

Wir freuen uns sehr, dass die Vereinigung Cultureghem in Brüssel die Ausstellungselemente für ihre Aktivitäten, wie zum Beispiel KOOKMET und COLLECTMET, im Abbatoir Market upcyceln wird. Die ursprünglich als Marktplatz gedachte We-Traders-Ausstellung wird wieder in der Stadt ankommen!

Die We-Traders Erfahrungen der letzten drei Jahre lassen sich nicht anhand von Zahlen darstellen. Dennoch möchten wir Ihnen ein paar konkrete Beispiele nennen:

  • 30 We-Trades in Madrid, Turin, Berlin, Lissabon, Toulouse und Brüssel und noch mehr kooperierende Initiativen nutzten die We-Traders Ausstellungen und Foren europaweit zum Austausch über Projekte, Erfahrungen und Herausforderungen.
  • Über 300 Personen, darunter We-Traders, Kuratoren, Teammitglieder des Goethe-Instituts und der Partnerinstitutionen, wirkten tatkräftig am Zustandekommen von We-Traders mit.
  • 1.100 Mitglieder traten der We-Traders Open Call Online-Community bei.
  • 47.000 Ausstellungsbesucher in den 6 Städten folgten dem Ruf „Tausche Krise gegen Stadt“ und wurden hoffentlich inspiriert, die Ideen weiter zu tragen und in die Tat umzusetzen.
Vor kurzem haben wir alle We-Traders Ausstellungsfilme aus Madrid, Turin, Berlin, Lissabon und Toulouse online gestellt. Sie finden sie auf unserer Website im Abschnitt We-Trades in sechs Sprachen.

In Zusammenarbeit mit der Zeitschrift für Stadtforschung dérive arbeiten wir jetzt an einem We-Traders eBook. Im Oktober 2015 soll dieses Handbuch zu We-Trading als urbaner Praxis auf dieser Website zum Download bereit stehen.

Vielen Dank Ihnen allen! Wir freuen uns auf künftige Begegnungen.

Für das We-Traders-Team:
Susanne Höhn, Projektleitung
Julia Förster, Projektkoordinatorin
Angelika Fitz and Rose Epple, Kuratorinnen

15. April 2015 von Admin

    Die We-Traders sind in Brüssel angekommen

    © Hanne van Reusel

    Das Projekt „We-Traders“ sieht die Bürger als zentrale Akteure für die Zukunft der Städte. Es verbindet Initiativen aus Madrid, Turin, Berlin, Lissabon, Toulouse und Brüssel.

    In Brüssel zeigt die Ausstellung We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt unter anderem fünf lokale Projekte, von denen jedes vor Ort und auf seine Weise die Krise gegen ein konstruktives Stadtprojekt tauscht: CanalPark BXL, Commons Josaphat, Community Landtrust BXL (CLTB), das Brüsseler Poetenkollektiv und w-o-l-k-e. Während der Ausstellung vom 5. März bis 12. April 2015 im BOZAR werden die teilnehmenden Initiativen auch Workshops organisieren.

    Schon bei der Eröffnung am 4. März um 18:45 können Sie mit Rütli-Wear aus Berlin siebdrucken, mit CanalPark BXL „Mobile Pétanque“ spielen und dem Brüsseler Dichterkollektiv beim Schreiben eines Gedichts über die Schulter blicken.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Goethe-Institut Brüssel.

    © Hanne van Reusel
    © Hanne van Reusel

    Am 25. Februar 2015 endete das Voting zum Open Call „Was würdest du mit 100m2 in Brüssel machen?“ wurde beendet. Die Online-Community wählte BAZAAR FESTIVAL von Hanne Van Reusel zur Gewinneridee, die ab 4. März ebenfalls in der Ausstellung im BOZAR zu sehen sein wird.

    3. März 2015 von Admin

      WE-TRADERS TOULOUSE – DER OPEN CALL HAT EINEN GEWINNER UND DIE AUSSTELLUNG ERÖFFNET AM 13.NOVEMBER!

      © Foto:Frédéric Malenfer
      © Foto:Frédéric Malenfer
      © Frédéric Malenfer

      Der Open Call Toulouse ist entschieden: die Community hat abgestimmt und das Projekt CANALDATA von Urbain, trop Urbain als beste Idee befunden. Canal du Midi + Open Data = CANALDATA! lautet die Formel nach der jeder interessierte Einwohner von Toulouse eingeladen ist, 10 m des Canal du Midi, der die Stadt durchzieht, nach eigenen Vorstellung zu gestalten und zu pflegen: Grünflächen, urbanes Mobiliar, Kunst und viele weitere Aktivitäten sind als Interventionen vorstellbar. Diese werden dann auf einer Open Data Plattform präsentiert und vernetzt und bei einem 24-stündigen Fest gemeinsam getestet und gefeiert.

      Mehr Informationen zu dieser Idee und ein abwechslungsreiches Programm rund ums Thema „Tausche Krise gegen Stadt“ erwarten euch in der We-Traders Ausstellung in Toulouse! Am Donnerstag den 13.November um 18:30 eröffnet die Ausstellung in den Räumen des Centre Méridional de l’Architecture et de la Ville (CMAV).

      Weitere Informationen und Termine findet ihr auf der Seite des Goethe-Institut Toulouse und auf der We-Traders Facebook-Seite.

      Download Programm We-Traders Toulouse 

      11. November 2014 von Admin

        GEWINNER OPEN CALL BERLIN

        © Foto: Eleonora Diana
        © Foto: Eleonora Diana
        Gewinner Open Call Berlin: Dream Circus von Daniele Catalli © Foto: Eleonora Diana

        Was tauschst du? Wogegen, warum und vor allem wie?

        Dream Circus
        Daniele Catalli

        Um zu erklären was ich in Berlin vorhabe, muss ich erwähnen, dass ich mit Träumen arbeite, genauer gesagt mit Nachtträumen.
        Dream Circus ist der Name eines wandernden Projekts, an dem ich seit 2010 arbeite. Dies ist das Jahr, in dem ich begann die Träume anderer Leute zu sammeln und auf Papier zu bringen. Du schilderst mir deinen Traum, ich zeichne ihn und jemand anderes nimmt ihn mit im Tausch gegen seinen eigenen Traum.
        Ich tausche Träume gegen Zeichnungen und Zeichnungen gegen andere Träume.
        Ich trage Träume aus anderen Städten nach Berlin und die Träume von Berlinern in andere Länder. Das Projekt hat also einen Tauschwert, der zum eigentlichen Wert des Werkes selbst wird: mein Traum ist genau so viel wert wie ein anderer Traum und umgekehrt. Auf diese Weise werden Unterschiede in Bezug auf Alter, Geschlecht und Herkunft ausgeglichen, und damit die Grundlage geschaffen die Kunst des Gebens zu erlernen.
        Das Projekt Dream Circus erforscht das Unbewusste der Menschen und macht es sichtbar, indem es die innersten Gefühle des Betrachters an die Oberfläche holt.

         
         

          OPEN CALL BERLIN

          © Goethe-Institit Turin© Rose Epple

          Tausche Bürokratie gegen Eigeninitiative
          Tausche Industriebrache gegen Gemüsebeet
          Tausche Kunst gegen Kontext
          Tausche Investorenruine gegen Experimentierfeld
          Tausche Wegwerfen gegen Wiederverwenden
          Tausche Zuschauen gegen Selbermachen

          We-Traders tauschen Krise gegen Stadt.

          Und was tauschst du? Wogegen, warum und vor allem wie?
          Mach mit und werde selbst ein We-Trader!

          Formuliere deinen Tausch in einem Foto und einem Text (max. 1.000 Zeichen in Deutsch oder Englisch) und lade sie in die Community hoch!

          Die Community stimmt ab und die Idee mit den meisten Stimmen wird vom 4. Juli - 17. August 2014 in der We-Traders Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Berlin präsentiert. Dem Gewinner winkt außerdem eine Reise nach Lissabon im Herbst!

          Einsendeschluss: 20. Juni 2014 um 23:59
          Voting bis: 24. Juni 2014 um 12:00 Winner Open Call Berlin

          29 May 2014 by Admin

            Gewinner Open Call Turin

            © Mirjam Struppek, Serena Perrone, Gabriele Iasi et al.
            © Mirjam Struppek, Serena Perrone, Gabriele Iasi et al.
            © Mirjam Struppek, Serena Perrone, Gabriele Iasi et al.

            Welchen Ort in Turin würdest du gern adoptieren und auf welche Weise?

            Al nuovo “Piano Verde” (Auf der neuen “Grünen Etage”)
            Mirjam Struppek, Serena Perrone, Gabriele Iasi et al.
            www.pianoverde.eu

            Turin hat zahlreiche versteckte, vernachlässigte Orte - grau und versiegelt: die halb-privaten, kollektiven Hinterhöfe. Lasst sie uns begrünen! Turin, eine extrem luftverschmutzte Stadt, hat einige große Parks, aber sehr wenig kleinteilige und vernetzte urbane Vegetation in den dichten innerstädtischen Wohngebieten mit ihren engen Straßen. Wir wollen diese Unorte mit einem Pilotprojekt aktivieren, um so die ganze Stadt lebenswerter und bewohnbarer zu machen und das Stadtklima und die Luftqualität zu verbessern.

            Wir starten mit unserem riesigen Garagendach und aktivieren unsere 200 Nachbarsfamilien in einem partizipativen Prozess, um es gemeinsam in einen kofinanzierten, sozialen "Piano Verde" (Grüne Etage) zu verwandeln. Wir träumen von Tai Chi auf dem Gründach, gemeinschaftlichen Gemüsegärten, Festen mit den geernteten Früchten und "Makers Labs", die Jung und Alt zusammen bringen. Fremde Nachbarn werden langsam zu einer Gemeinschaft, offen für Treffen, Austausch von Dingen und Hilfe.

            Diesen komplizierten Prozess dokumentieren und analysieren wir, um ein Netzwerk zu bilden und andere Wohnblöcke dazu zu animieren uns zu folgen und um ihnen mit unseren Erfahrung beizustehen.

             
             

              Der Open Call Turin startet am 27. März 2014
              Welchen Ort in Turin würdest du gern adoptieren und auf welche Weise?

              © Rose Epple
              © Rose Epple

              Vor jeder We-Traders Ausstellung kannst du online am Open Call der aktuellen Stadt teilnehmen. Der Open Call Turin zur Frage Welchen Ort in Turin würdest du gern adoptieren und auf welche Weise? startet am 27. März 2014. Dem Gewinner winkt eine Präsentation seiner Idee in der We-Traders Ausstellung Turin und eine Reise nach Berlin.

              Mach beim Open Call Turin mit und werde selbst ein We-Trader!
              Winner Open Call Turin

              26. März 2014 von Admin
              Tags: Turin, We-Traders

                Gewinner Open Call Madrid

                © Andrés Carretero/Carolina Klocker
                © Andrés Carretero/Carolina Klocker
                © Andrés Carretero/Carolina Klocker

                Wie können wir Zugang zu Madrids ungenutzten Flächen bekommen und diese nutzbar machen?

                Siempre Fiesta (Beti Jai/Immer Fiesta)
                von Andrés Carretero und Carolina Klocker

                Wir können Architektur als lebenswichtige Handlung begreifen, wobei es die Aufgabe des Architekten ist, Räume derart zu planen, dass Menschen sich in ihnen wohlfühlen. Wie Kinder verbinden wir das Spielen mit dem Machen, aber auch mit der freien Bewegung unseres Körpers im Raum.

                Wir haben dafür einen ganz besonderen Platz ausgewählt: die innere Straße des FRONTÓN BETI JAI (ein „Frontón“ ist ein Sportplatz für das Pelota-Spiel mit nur zwei Seitenwänden, „Beti Jai“ ist Baskisch und bedeutet „Immer Fiesta“). Diese alte Zufahrtsstraße zum Frontón ist heute ein wunderbarer „Zwischen-Raum“, zu dem wir aber keinen Zugang haben: extrem schmal und lang, begrenzt durch eine gekrümmte und eine gerade Wand. Ein geheime Straße, die langsam unter Vegetation und Schutt verschwindet. Eine Lichtung im Innersten der Stadt.

                Wir wollen eine unkomplizierte, einfache und radikale Aktion durchführen. Sobald das Wetter schön ist, öffnen wir diese jetzt noch geschlossene Straße und füllen sie mit SAND. Wir schaffen einen großen urbanen PLAYGROUND (Spielplatz) - nicht mit Objekten, sondern durch seine Umwandlung in eine lebendige und festliche Umgebung. Es geht darum, den Kindern in Chamberí das Spielen zu ermöglichen.

                Wir wollen, dass der Beti Jai, wenigstens vorübergehend und saisonal, ein Ort zum Spielen wird. Wo immer Fiesta ist.

                 
                 

                  Stadt und Krise: Diagnosen aus den We-Traders Foren

                  Eine Auswahl der Video-Interviews von den We-Traders Foren in Lissabon, Madrid, Berlin, Turin und Toulouse gibt es ab sofort auf unserer Webseite. Alle Diagnosen sind ab Ende Januar 2014 in der ersten We-Traders Ausstellung in Madrid zu sehen.

                  Video: Piccolo Cinema © Goethe-Institut

                  Marco Revelli, Politikwissenschafter, Turin, IT
                  „Die Leute betrachten die Krise nach wie vor als eine Art Intermezzo, nach dem alles so weitergehen wird wie vorher. Aber die Krise ist eine Metamorphose, die die Welt von Grund auf verändern wird.”

                  Sonja Beeck, Professorin für Stadtplanung, Berlin, DE
                  „Eine Krise ist ein Sattelpunkt. Und an diesem genauen Punkt entscheidet sich, ob eine Situation wieder besser wird, oder ob sie endgültig in eine schlechtere Situation abgleitet.”

                  Jorge da Silva Macaísta Malheiros, Doktor für urbane Geografie, Lissabon, PT
                  „Partizipation ist wesentlich, aber sie muss ernst gemeint sein. Das bedeutet, es muss gewährleistet sein, dass die Beteiligten gehört werden, dass die Akteure im Rahmen des Transformationsprozesses respektiert und von Anfang bis Ende eingebunden werden.”

                  17. Januar 2014 von Admin
                  Tags: We-Traders

                  Werde We-Trader: Der Open Call Madrid ist eröffnet!

                  © Rose Epple
                  © Rose Epple

                  Madrid ist ein großer Schweizer Käse geworden. Tausende von Räumen und Gebäuden stehen leer, selbst mitten im Zentrum. Gleichzeitig suchen viele lokale Gruppen verzweifelt nach bezahlbaren Räumen, um dort kulturellen, sozialen und politischen Mehrwert für die Stadt zu schaffen. Der Open Call Madrid stellt deshalb die Frage: Wie können wir leerstehende Räume in Madrid zugänglich und nutzbar machen?

                  Jede und jeder kann mitmachen und We-Trader werden! Die Community stimmt ab, welcher Beitrag gewinnt. Das ausgewählte Konzept wird in der We-Traders Ausstellung präsentiert und der Gewinner reist im Mai 2014 zur Ausstellung nach Turin. Hier geht es zum We-Traders Open Call Madrid.
                  Winner Open Call Madrid

                  13. Dezember 2013 von Admin

                  Nachlese: Vier We-Traders Foren in Lissabon, Madrid, Turin und Toulouse

                  © Yukai Ebisuno & Raffaella Mantegazza
                  © Yukai Ebisuno & Raffaella Mantegazza

                  Wie zeigt sich eigentlich die Krise, von der alle sprechen? Haben sich die Städte verändert? Wo kommen die We-Traders her und was verbindet sie? Und wie können solche Fragen in der Wanderausstellung 2014 verhandelt werden? Daran hat die We-Traders Community im Oktober 2013 bei den Foren in Lissabon, Madrid, Turin und Toulouse gearbeitet. Hier eine kurze Nachlese.

                  Stadt und Krise

                  „Das Problem ist nicht eine kapitalistische Ökonomie, sondern eine kapitalistische Gesellschaft”, diagnostiziert der Soziologe Claus Leggewie beim We-Traders Forum in Lissabon. Eine politische Krise sehen auch Maria João Guardão und Maria Tengarrinha vom O Espelho – und eine Krise der Medien. Sie begannen ihre Wandzeitung „an dem Tag als Angela Merkel nach Portugal kam.“

                  Unsere Turiner Ko-Kuratorinnen, Lisa Parola und Luisa Perlo, orten in ihrer Stadt neben der finanziellen Misere eine akute Identitätskrise. Gemeinsam mit dem Stadtgeografen Carlo Salone warnen sie vor einer „Disneyfizierung“ der Kultur, angesichts der inflationären Festivalkultur, mit der sich das postindustrielle Turin neu erfinden will. Beim Madrider We-Traders Forum ruft Santiago Eraso, der mitverantwortlich für die Kulturhauptstadt San Sebastian 2016 zeichnet, nach „anti-monumentalen Aktivitäten”.

                  In Madrid wird die Krise vor allem von jungen Menschen, die keinen Job finden, hautnah erfahren. Und jene, die sich selbst einen Job schaffen, finden aufgrund der Immobilienspekulationen keine erschwinglichen Räume. „Ich kann mir in Madrid kein richtiges Büro leisten. Wenn ich mehr Platz hätte, könnte ich neue Jobs schaffen“, so unser Ko-Kurator Javier Duero.

                  Was sind We-Trades

                  Keinesfalls soll es darum gehen, We-Trades eindimensional als Reaktion auf die Krise zu interpretieren. „Wir sind es leid, dass uns die Krise immer als Chance präsentiert wird, es wäre besser, es gäbe sie nicht”, so der Lissaboner Geograf Jorge da Silva Macaísta Malheiros stellvertretend für viele We-Traders. Und wenn, dann war es eine verpasste Chance, so Davide Ziveri vom Turiner Buenavista Social Housing: „Ich dachte, jetzt wird alles anders mit den Banken.”

                  „Sind We-Trades reformistische Projekte oder wollen sie einen Systemwechsel?”, frägt Joël Lecussan von Mix'Art Myrys, während seine Toulouser Kolleginnen von Bois & Cie ganz pragmatisch auf ihre Macherinnenqualitäten vertrauen: „Notre réaction, c´est l´action!“ Frauke Hehl von der Berliner Initiative workstation plädiert dafür, den Staat weiterhin in die Pflicht zu nehmen, damit das Temporäre nicht zur Dauerlösung wird.

                  „Wir möchten eine Arbeit, die uns gefällt und uns besser macht”, beschreiben Walkinn Coop ihre Motivation zur Gründung eines We-Trades. Ein wichtige Rolle dabei spielen unhierarchische Kooperationen, fluide Identitäten – „Wir fragen nicht, wer wir sind, sondern zu wem wir eine Beziehung herstellen können“ (VIC) - und kollektive Autorenschaft: „Der Autor von Campo de Cebada ist Campo de Cebada.” Und bei We-Trades kommt Sinnstiftung vor dem Profit: „AMAP hat mir meinen Stolz als Landwirt wiedergegeben. Jetzt ernähren wir Menschen, keine Märkte”, so Alain Gatti von Le Potager de Camille.

                  Eine Krise ist der Sattelpunkt, an dem sich das Schicksal einer Stadt entscheidet, so die Stadtplanerin Sonja Beeck beim We-Traders Forum in Madrid. Wir sind überzeugt davon, dass We-Trades an diesem Punkt entscheidend zum Gelingen von Stadt beitragen.

                  24. Oktober 2013 von Angelika Fitz und Rose Epple

                    We-Traders Forum Toulouse

                    © Angelika Fitz
                    © Angelika Fitz
                    Nils Simon von der Initiative Möckernkiez und Rolf Novy-Huy von der Stiftung trias zu Gast beim We-Traders Forum in Toulouse
                    Nils Simon von der Initiative Möckernkiez und Rolf Novy-Huy von der Stiftung trias zu Gast beim We-Traders Forum in Toulouse.
                    Copyright Foto: Angelika Fitz
                    17. Oktober 2013 von Admin

                      Eine arbeitende Ausstellung

                      © Javier Duero
                      © Javier Duero
                      We-Trades fallen nicht vom Himmel. We-Trades entstehen aus der praktischen Zusammenarbeit vor Ort. Genauso wächst das We-Traders-Projekt im Austausch und der Kollaboration zwischen We-Traders, Gästen, Ausstellungsmachern und der Öffentlichkeit über 15 Monate, fünf Länder und sechs Sprachen hinweg.

                      Wie funktioniert das?
                      Zum Start machten sich Ko-Kuratoren aus Lissabon, Madrid, Toulouse, Berlin und Turin auf die Suche nach We-Tradern in ihrer Stadt. Im Juni dieses Jahres kamen wir im Goethe-Institut in Rom zusammen, wählten 24 Projekte für die weitere Zusammenarbeit aus und besprachen gemeinsam die nächsten Schritte der We-Traders Plattform. Unterstützt wurden wir von Tools wie dem We-Trader-Würfel, den Informationsdesign-Studenten von Sint-Lukas in Brüssel für uns entwickelt haben.

                      Die We-Traders befinden sich momentan auf dem Weg zu den We-Trader-Foren in Lissabon, Madrid, Turin und Toulouse, um ihre Projekte öffentlich zu präsentieren, ihre Arbeit mit internationalen Experten zu diskutieren und gemeinsam an We-Trader-Manifesten zu arbeiten. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden Teil der We-Trader-Wanderausstellung, die Ende Januar 2014 als erstes in Madrid ihre Tore öffnen wird.

                      Und jetzt geht es los für alle: Treffen Sie die We-Traders in ihrer Stadt beim We-Trader-Forum, diskutieren Sie mit, machen Sie mit. Es gibt viel zu tun in der arbeitenden Ausstellung! Alle Veranstaltungen und Orte finden Sie unter der Rubrik Termine.

                      Copyright Foto: © Javier Duero
                      24. September 2013 von Rose Epple und Angelika Fitz
                      Tags: We-Traders